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Schadensersatzanspruch bei Schadensregulierung am 19 Jahre alten Auto


| 08.06.2017 13:34 |
Preis: 40,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Strittige Schadensregulierung am 19-jahre alten Auto (Totalschaden)

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 09.03.17 wurde mein 19 Jahre altes Auto (jedoch in sehr gepflegten Zustand und scheckheftgeprüft) auf der rechten Seite angefahren.
Am 24.03.17 ließ ich durch einen unabhängigen Gutachter den Schaden bei meiner VW Vertragswerkstatt durchführen.
Am 05.05.17 wurde ein Prüfgutachten durch die ERGO VersicherungsgruppeAG der Schadens-verursacherin veranlasst.
Nachdem ich bis zum 30.05.17 noch immer keine schriftliche Nachricht von der ERGO Versicherung erhalten habe, kontaktierte ich die zuständige Sachbearbeiterin. Von dieser erfuhr ich dann, dass der Fall aufgrund der sehr unterschiedlich ausgefallenen Gutachten noch immer anhängig sei. Ferner bat Sie mich die Reparaturrechung für die Regulierung einzureichen, obwohl ich bis heute keine schriftlich garantierte Kostenübernahme von der ERGO VS erhalten habe.
Daraufhin habe ich ein Schreiben am 01.06.17 an die ERGO verfasst indem ich die Entschädigung der Netto-Reparaturkosten 2.797,29€ gemäß dem ersten Gutachten fordere. (Dieses Gutachten setzt den Wiederbeschaffungswert bei 2.700,-€ an und den Restwert bei 200,-€).
Mit heutigem Posteingang, 08.06.17, erhalte ich nun von der ERGO die Kopie des mir zuerst vorenthaltenen Prüfgutachtens, gemäß nachfolgender Festsetzung: Wiederbeschaffungswert 2.200,-€ abzgl. Restwert 400,-€ = 1.800,-€. Dieser Betrag wurde mit heutigem Datum meinem Konto bereits gutgeschrieben.
Mein Auto stellt für mich ein ideeller und nostalgischer Wert dar. Daher dachte ich anfangs ausschließlich an eine Reparatur. Da die Reparatur im Rahmen der Schadensregulierung keine Ersatzteile, sondern lediglich das Ausbeulen und die Lackierung berücksichtigt, macht für mich eine Reparatur des Schadens kaum noch Sinn. Einmal notdürftig behandelt, kommt der Rost bei diesem Alter bereits nach 2 Jahren wieder durch. Derartige Ausbesserungen aus der jüngsten Vergangenheit, sind mir wohlbekannt.
Ich wollte mein Auto noch so lange fahren bis es entweder mit einem Motorschaden liegen bleibt oder vom Gesetzgeber (Dieselfahrzeug) aus dem Verkehr gezogen wird.

Welcher Schadensanspruch steht mir zu, bzw. kann mit Aussichten auf Erfolg erstritten werden? Welches Gutachten hat mehr Gewicht und wird im Streitfall herangezogen?

Respektive des geringen Sachwertes und der Aussichten auf Erfolg bitte ich um eine ehrliche Einschätzung. Denn wenn die Kosten der Rechtsberatung annähernd so hoch sind wie des erstrittenen Wertes, so macht es kaum Sinn Sie mit dieser Angelegenheit zu behelligen.

Mit freundlichen Grüßen

, 08.06.17
08.06.2017 | 15:00

Antwort

von


31 Bewertungen
Industriering Ost 66
47906 Kempen
Tel: 02152/8943380
Web: www.hauser-rechtsanwaelte.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben verschiedene Möglichkeiten abzurechnen. Die Versicherung hat natürlich die für sie günstigste Variante gewählt, indem sie den Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert gezahlt hat.

Sollten Sie das Fahrzeug reparieren lassen, stünden Ihnen die Reparaturkosten zu, weil die Reparaturkosten ausgehend von dem Gutachten, das den Wiederbeschaffungswert mit 2.700 Euro angegeben hat nicht 130 % des Wiederbeschaffungswertes übersteigen. Bis 130 % des Wiederbeschaffungswertes dürfen Sie reparieren lassen, weil der Gesetzgeber auch den ideellen Wert von Fahrzeugen gesehen hat.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie das Fahrzeug lediglich teilreparieren, damit es verkehrssicher ist und dann mindestens sechs Monate weiter nutzen. In diesem Fall könnten Sie fiktiv abrechnen und würden die netto Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes (entweder 2.200 Euro oder 2.700 Euro) bekommen. Dies scheint mir, die für Sie günstigste Variante.
Dass das Fahrzeug verkehrssicher ist, können Sie sich durch den Sachverständigen nach der Teilreparatur bestätigen lassen.

Des Weiteren steht Ihnen für die Dauer der Reparatur oder, sollte das Fahrzeug nicht fahrbereit sein, Nutzungsausfallentschädigung zu. Die geschätzte Reparaturdauer können Sie dem Sachverständigengutachten entnehmen. Die Tage, die bis zur Vorlage des Gutachtens verstrichen sind, sollten Sie ebenfalls bei der Bezifferung des Nutzungsausfalls mit in Ansatz bringen.

Welches Gutachten den zutreffenden Wiederbeschaffungswert angibt, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Ich verstehe Ihre Schilderung so, dass die ERGO als Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers zwei Gutachten eingeholt hat. Dies wäre ungewöhnlich. Häufiger ist der Fall, dass der Geschädigte ein Gutachten einholt und der Haftpflichtversicherer dieses gutachterlich prüfen lässt. Für eine Beurteilung der Gutachten, müssten wir diese vorliegen haben.

Die Erfolgsaussichten, die fiktiven netto Reparaturkosten bei versetzen des Fahrzeuges in verkehrssicheren Zustand sind gut. Hierbei handelt es sich um gefestigte Rechtsprechung.

Sollten Ihrerseits noch Fragen bestehen, stehen wir zur Beantwortung gerne zur Verfügung.

Selbstverständlich können wir Sie auch bei der Durchsetzung weiterer Ansprüche unterstützen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 11.06.2017 | 11:49

Sehr geehrter Herr Hauser,
zuerst einmal vielen Dank für die umgehende Antwort.
Ihre Antwort war für mich jedoch nicht ganz hilfreich. Sie referieren in mehreren Abschnitte über das Szenarium "Reparatur", die für mich aus den bekannten Gründen nicht in Frage kommt.
Wo und wie ich im momentanen Stadium ansetze, d.h. meine Ansprüche ggü. der VS durchsetze und geltend machen kann geht nicht aus ihrer Antwort hervor.
Möglicherweise habe ich den Fall auch nicht präzise genug geschildert.
Das Auto befindet sich in einem fahrfähigen Zustand und wurde auch so in den Gutachten bestätigt.

Wenn ich Ihre Antwort richtig verstehe, so empfehlen Sie die fiktive Abrechnung gemäß der netto Reparaturkosten. Dies habe ich, meinem Verständnis nach, mit meinem Schreiben vom 01.06.17 an die VS auch gefordert. Im 1.Gutachten wir es mit "Schadenshöhe im Reparaturfall o.MwSt." bezeichnet und ist mit 2.797,29€ angesetzt. Und eben diesen Betrag habe ich bei der VS eingefordert.
Die ERGO VS jedoch hat meine Forderung ignoriert und den Schadenfall gemäß ihrem, dem 2.Prüfgutachten, abgerechnet. Am 08.06. wurden mir 1.800,-€ überwiesen. Dieser Betrag ergibt sich aus dem 2.Gutachten aus dem Wiederbeschaffungswert 2.200,-€ abzgl. Restwert 400,-€.

Ausgehend vom aktuellen Stadium möchte ich wissen welche Ansprüche ich vorerst ohne rechtl. Beistand durchsetzen kann?

Ich denke nicht, dass ich es hinnehmen muss, mit 1.800,-€ abgespeist zu werden. Immerhin bin ich die Geschädigte und nicht die Verursacherin.
Und welche Aussichten auf Erfolg habe ich dabei? Immerhin geht es um einen möglichen erstreitbaren Differenzbetrag, der bei einer Niederlage in keinem Verhältnis zu den entstandenen Kosten eines Rechtbeistandes steht?

Mit freundlichen Grüßen








Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.06.2017 | 14:48

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wollte Ihnen nur umfangreich die Möglichkeiten darstellen. Ohne Rechtsbeistand wird die Versicherung voraussichtlich bei ihrer Abrechnung bleiben. Die einzige Möglichkeit, fiktive Reparaturkosten in Höhe des ersten Gutachtens zu erhalten besteht, wenn Sie dich von einem Sachverständigen bestätigen lassen, dass das Fahrzeug verkehrssicher und fahrbereit ist und das Fahrzeug noch mindestens sechs Monate genutzt wird. Welches Gutachten zutreffend ist, kann ohne Einblick in die Gutachten von mir nicht beurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Hauser, LL.M.

Bewertung des Fragestellers 13.06.2017 | 20:17


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"Wenn der gebotene Preis die Qualität und Tiefe der Anstrengung bestimmt, so sollten die Anwälte, die sich zu Höherem berufen fühlen besser von solchen Anfragen Abstand nehmen, die keinen Preis von 120,-€ für eine Arbeit von 10min. ansetzen. Wenn die Antworten derart oberflächlich sind, dass man diese besser kostenfrei im Internet abrufen kann, so hat der Anwalt seinen Auftrag verfehlt. Es ist unmoralisch und ungebührlich nur soweit den Sachverhalt zu erläutern wie es dem Fragesteller unmöglich ist den Fall vorerst im Alleingang zu bestreiten. Kostenpflichtige Beratung bedeutet Hilfestellung und nicht den Verkauf eines Rechtsbeistandes.
Wenn ich nach einem Fachanwalt für Versicherungsrecht anfrage, dann erwarte ich auch die Antwort von einem RA in diesem Fachbereich und nicht von einem RA für Verkehrsrecht.
Die Antworten auf meine Fragen wurden nur ungenügend beantwortet. Die Antworten waren den Einsatz nicht annähernd wert.
Schade, ich hatte auch gegenteilige Erfahrungen gemacht. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrte Fragestellerin,
leider verkennen Sie den betroffenen Lebenssachverhalt. Es handelt sich nicht um ein versicherungsrechtliches Problem. Betroffen ist der Bereich Verkehrsrecht und dort konkret die Abrechnung eines Unfallschadens. Unsere Antwort zeigt Ihnen genau auf, wie Sie vorgehen können. Wir werden keine Gefälligskeitsberatungen durchführen und wenn Ihnen der vorgeschlagene Weg nicht gefällt oder Sie sich nicht in der Lage fühlen, diesen zu beschreiten, bedauern wir dies, vermögen hieran allerdings nichts zu ändern.
Ihr Kommentar zum System Frag einen Anwalt de, die von Ihnen gebotenen 40,00 Euro und Ihre Bemerkung zum Wert anwaltlicher Arbeit lassen wir unkommentiert, weil Ihre Ausführungen dem Leser bereits genügend einen Eindruck von Ihrem Kommentar und der Bewertung vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.06.2017
1,8/5.0

Wenn der gebotene Preis die Qualität und Tiefe der Anstrengung bestimmt, so sollten die Anwälte, die sich zu Höherem berufen fühlen besser von solchen Anfragen Abstand nehmen, die keinen Preis von 120,-€ für eine Arbeit von 10min. ansetzen. Wenn die Antworten derart oberflächlich sind, dass man diese besser kostenfrei im Internet abrufen kann, so hat der Anwalt seinen Auftrag verfehlt. Es ist unmoralisch und ungebührlich nur soweit den Sachverhalt zu erläutern wie es dem Fragesteller unmöglich ist den Fall vorerst im Alleingang zu bestreiten. Kostenpflichtige Beratung bedeutet Hilfestellung und nicht den Verkauf eines Rechtsbeistandes.
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Schade, ich hatte auch gegenteilige Erfahrungen gemacht.


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