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Schadensersatz nach unverschuldetem Wasserschaden


| 02.12.2014 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber



Sehr geehrte Damen und Herren,


zu folgender Situation habe ich Fragen.

Ich bewohne eine Maisonettewohnung (Erstbezug), bei der ich

am 17.10.2014 im Küchenbereich einen Schimmelbefall festgestellt habe und dies am gleichen Tag samt Fotos an Eigentümer, der verantwortlichen Baufirma und Wohnungsverwaltung gemeldet habe.

Am 21.11.2014 und mittlerweile sehr starkem Schimmelbefall kamen erstmals ein Sachverständiger und ein Herr der Gebäudeversicherung um die Schäden zu begutachten.

Am 27.11.2014 wurde meine Küche abgebaut, sichtbarer Schimmel grob entfernt, ein Trockner und ein Lüfter im Küchenbereich aufgestellt. Wann die Schäden langfristig beseitigt und der vorherige einwandfreie Zustand hergestellt werden kann, ist noch unklar.

Seit dem 17.10.2014 habe ich keine nutzbare Küche und bin gezwungen auswärts zu essen. Im Wohnzimmer, der sich an die offene Küche anschließt, kann ich mich seit dem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr aufhalten, samt Gäste-WC und Flur zur oberen Etage der Wohnung aufgrund der starken Geruchsbildung. Von erhöhter Sporenkonzentration ist immer noch auszugehen. Zudem ist der Lärm der Lüfter und die in Einzelteilen befindliche Küche im Wohnzimmerbereich ebenfalls nicht zumutbar. Der betroffene, nicht nutzbare Bereich der Wohnung beträgt mehr als 75% der Wohnung.

Die Schadensursache wird in einem defekten Wasserrohr vermutet. Die Wohnungsverwaltung möchte von mir eine Auflistung an Schäden bzw. eine Schadensersatzsumme haben, welche sie dann der Gebäudeversicherung weiterleitet. An den Küchenmöbeln konnte ich keine Feuchtigkeitsschäden feststellen.

1. Frage:
Da ich keine Hausratversicherung vorweisen kann, meinen Teil des Mietvertrages erfülle und unverschuldet einen Wasserschaden in der Wohnung habe, wer "sollte" sich um die Schadensregulierung und Ermittlung eines "angemessenen" Schadensersatzes kümmern?

2. Frage:
Aufgrund welcher gesetzlicher Grundlage, kann ich die Höhe der Schadensersatzsumme ermitteln und wie einfordern? Direkt beim Eigentümer über Mietminderung oder direkt bei der Gebäudeversicherung bzw. Wohnungsverwaltung? Meines Erachtens erfülle ich meinen Teil des Mietvertrages, der Vermieter, wenn auch unverschuldet, leider nicht.

3. Frage:
Auf welcher gesetzlicher Grundlage wäre in diesem Fall eine außerordentliche Kündigung möglich?


Vielen Dank im Voraus!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Zuständig ist der Vermieter, er ist auch Ihr Ansprechpartner in allen Dingen. Aufgrund des Mietvertrages schuldet er Ihnen eine mangelfreie Wohnung, der Wasserrohrbruch ist aber ein klarer Mangel. Daher muß er diesen Mangel so schnell wie möglich beheben und Ihnen jeden daraus entstandenen Schaden ersetzen. Mögliche Schäden sind dabei tatsächliche Sachschäden (beschädigte Möbel/Kleidung) aber auch erhöhte Ausgaben aufgrund der ausgefallenen Küche.

Anzuwenden ist § 536a BGB. Sie können und sollten die Höhe Ihrer eigenen Schäden (Möbel, Kleidung, Essenskosten) selber bestimmen und ermitteln. Dabei sollten die Schäden genau dokumentiert und nachweisbar sein, damit Sie die Höhe notfalls beweisen können. Den Schaden sollten Sie bei dem Vermieter geltend machen. Er wird das zwar an die Gebäudeversicherung weiterreichen, aber dennoch ist Ihr erster Ansprechpartner der Vermieter.

Sie haben auch gemäß § 536 BGB Anspruch auf Mietminderung. Die Höhe der Mietminderung folgt dabei aus dem Umfang der Einschränkung. Der Anspruch besteht neben dem Schadensersatzanspruch, d.h. Sie können Schadensersatz UND Mietminderung beanspruchen.

Sie können gemäß § 543 BGB die Wohnung außerordentlich fristlos kündigen, wenn Ihnen der Verbleib in der Wohnung nicht zugemutet werden kann. Das entscheidet sich stets am tatsächlichen Zustand der Wohnung. Wenn die Wohnung aber nur zu 25 % nutzbar ist, ist eine außerordentliche fristlose Kündigung aber durchaus naheliegend.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 26.12.2014 | 12:54


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