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Schadensersatz nach Rücktritt vom Hauskauf nach dem Notartermin


14.12.2012 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack



Schadensersatz nach Rücktritt vom Hauskauf nach dem Notartermin

Ich habe vor einer Woche einen Kaufvertrag für ein Haus für 110000 € unterschrieben. Welchen Kosten kommen auf mich zu,wenn ich vom Kauf zurücktreten will ? Ich weiß, dass ich kein Recht auf Rücktritt habe(wurde nicht vereinbart). Gehen wir mal von dem Fall aus,dass die Verkäufer sich bereiterklären, den Kaufvertrag rückgängig zu machen und die Auflassung fürs Grundbuch zu löschen. Die Verkäufer ziehen am 1.1. in eine Mietwohnung, haben diese allerdings schon vor dem Verkauf des Hauses im November gemietet, weil ich und jemand anders als Interessent da waren. Trotzdem haben sie natürlich Probleme, ab Januar die Hypothek zu zahlen und werden mich dafür verantwortlich machen. Meine Logik sagt mir,dass ich dann wohl für eine gewisse Zeit verantwortlich wäre, die monatliche Rate an Ihre Bank zu zahlen. Ist das der Fall und wenn ja, für welchen Zeitraum wäre ich wohl veranwortlich ? Was könnten die Verkäufer sonst als Schadensersatz fordern ?. Ich habe die Bankdarlehen zwar schon unterschrieben,aber kann noch widerrufen.

Mir reicht eine grobe EInschätzung,ob es sich im Bereich bis 5000 € handelt oder 5000 bis 10000 € oder noch höher ?
Es stellt sich die Frage, ob ich den Verkäufern die Summe von 4 oder 5 Monatsabträgen biete und alles ohne Rechtsstreit erledigen könnte .

Es tut mir leid,ich hatte mich gestern abend vertippt,was den EInsatz anging.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes beantworte ich die Frage gerne wie folgt:

Zunächst ist zu sagen, daß die Verkäufer natürlich aus einem notariellen Kaufvertrag Erfüllung verlangen können, also Bezahlung des Kaufpreises und ggf. zusätzlich Zinsen wegen Zahlungsverzug.

Alternativ kann der Verkäufer auch vom Vertrag zurück treten und Schadensersatz verlangen.
Der zu ersetzende Schaden ist nach § 249 BGB auf das positive Interesse gerichtet.

Der Anspruch soll den entstandenen Schaden ausgleichen, d.h. der Verkäufer ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn Sie den Vertrag ordnungsgemäß erfüllt hätten.

Hier kommen natürlich die Mehrkosten für die derzeit nicht mögliche Ablösung der Hypothek in Betracht.

Wie hoch diese Kosten im Ergebnis sind wird davon abhängen, wie lange die Verzögerung dauert, bis ein neuer Käufer gefunden wird. Wenn z.B. der von Ihnen erwähnte 2. Interessent einspringt, wird sich dies wahrscheinlich in Grenzen halten, weil dann die Verzögerung nur einige Wochen ausmachen wird.

Wenn allerdings dieser Käufer abspringt und sich der Verkauf weiter verzögert kann der Schadensersatz auch höher ausfallen. Das gleiche gilt wenn die Verkäufer gezwungen sein sollten das Haus billiger zu verkaufen, weil sich kein Käufer findet.

Auch diese Differenz kann der Verkäufer gegenüber Ihnen geltend machen, wenn er nachweist, daß diese Preisreduzierung nicht ohne Not geschah. Allerdings besteht hier auch eine Schadenminderungspflicht des Verkäufers, d.h. er darf den Preis nicht ohne Zwang einfach übermäßig herabsetzen, um einen Verkauf zu ermöglichen.

Aus dem Vorgesagten können Sie entnehmen, daß man hier nicht ohne weiteres einen festen Betrag ansetzen kann, da es darauf ankommt, ob ein anderweitiger Verkauf ohne Schwierigkeit zum gleichen Preis zu realisieren ist, oder nicht.

Wenn dies der Fall ist würde ich an Ihrer Stelle wohl versuchen einen Aufhebungsvertrag mit einer Summe bis 5.000,- Euro anzubieten. Ist allerdings abzusehen, daß sich ein Verkauf schwierig gestaltet, kann auch ein höherer Betrag erforderlich sein, um den Verkäufer zu einem Aufhebungsvertrag zu veranlassen.

Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben und eine vollständige und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann.
Das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung ergeben.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und stehe Ihnen für eine persönliche Rechtsberatung auch über die angegebene E-mail Adresse gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt


________________________________________________________
Rechtsanwalt Thomas Mack
Throner Str. 3
60385 Frankfurt a.M.
Tel.: 0049-69-4691701
E-mail: tsmack@t-online.de


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