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Schadensersatz ggü. Rechtsanwältin


09.11.2014 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes Kromer



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vor einigen Moaten einer, einem arbeitnehmerähnlichen Angestellte in unserem Privathaushalt fristlos gekündigt.

Die fristlose Kündigung stützen wir mitunter auf Unzuverlässigkeit und nicht vertragskonforme Erledigung der Tätigkeiten.

Die Dame ist hiergegen vor Gericht gezogen und hat auf Grund eines Versäumnisurteils unsereseits obsiegt.

Unsere Rechtsanwältin teilte uns vor dem Gerichtsprozess mit, dass wir Zeugen und Beweismittel binnen einer bestimmten Frist vorzulegen haben. Jedoch blieb es bei dieser einen Mitteilung. Zeugen wurden unsererseits genannt, die jedoch - so laut Aussage der Rechtsanwältin - das Gericht gar nicht interessiert haben, da die Rechtslage von vornherein schon "glasklar" sei.

Die Beweismittel hat sie einfach vergessen, bzw. die Frist nicht beachtet, um diese vorlegen zu können. Sie meinte, es würde genügen, die am Tag des Prozesses dem Gericht zu zeigen.

Jetzt fragen wir uns, ob wir, wären diese Beweismittel miteinbezogen worden, eventuell doch bessere Chancen gehabt hätten. Die Beweismittel belegen eindeutig die von uns in der Kündigung genannten Gründe.
Das Versäumnisurteil kam zustande, da unsere Rechtsanwältin uns dies ein Tag vor Prozess vorschlug, um Kosten zu sparen,

Irre ich mich, oder hat unsere Rechtsanwältin eventuell etwas fahrlässig ihre Tätigkeit ausgeübt? Besteht gg. Schadensersatzanspruch gegenüber unserer Rechtsanwältin?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Schadensersatzanspruch besteht, vereinfacht gesagt, bei einer Falschberatung die zu einem Schaden geführt hat.

(1)
Eine Falschberatung liegt nach Ihren Schilderungen nahe. Allerdings möchte ich insoweit eine Einschränkung machen, dass man für eine verbindliche Auskunft sämtliche Details des Falles kennen müsste. Grundsätzlich sind Beweismittel unverzüglich vorzulegen, d.h. gegenüber dem Gericht zu benennen. Erfolgt dies verspätet , werden diese vom Gericht nicht berücksichtigt.

(2)
Die spannendere Frage ist, ob Ihnen durch die Falschberatung ein Schaden entstanden ist.
Werden Sie das Versäumnisurteil hinnehmen, oder gehört dies nun zur Strategie der Prozessführung.

Durch das Inkaufnehmen eines Versäumnisurteils werden ggf. verspätete Beweismittel wieder zulässig, wenn gegen das Versäumnisurteil Einspruch nach § 338 ZPO eingelegt wird. In diesem Fall wären die durch das Versäumnisurteil zusätzlich entstandenen Kosten ein entstandener Schaden.

Wird das Versäumnisurteil hingegen hingenommen, so dürfte dies nicht mit der verspäteten Einreichung der Beweismittel zusammen hängen, da diese nach meiner Einschätzung noch eingebracht werden könnten. Die Frage wäre dann, ob nicht von vorneherein eine Verteidigung gegen die Klage aussichtlos war und man den Rechtsstreit nicht günstiger hätte beenden können.

Da Sie mit dieser Antwort wahrscheinlich nicht sonderlich viel anfangen können, kann ich Ihnen gerne anbieten, mir weitere Informationen, ggf. sogar das Versäumnisurteil und die Schriftsätze per E-Mail an info@rechtsanwalt-kromer.de zukommen zu lassen, damit ich meine Einschätzung präzisieren kann. Dies ist selbstverständlich nicht mit zusätzlichen Kosten für Sie verbunden.

Mit freundlichen Grüßen
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