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Schadensersatz Gemälde


| 30.08.2016 10:09 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Als Fotografin hatte ich den Auftrag für einen Maler Reproduktionen anzufertigen. Das Bild war auf eine große Tafel aus Schichtholz gearbeitet. Wegen der Größe war die Ausleuchtung im Atelier des Künstlers problematisch und ich schlug deshalb vor, das Tafelbild vor dem Haus bei Tageslicht zu fotografieren. Ein schweres Stativ mit Rollen stand zur Verfügung. Darauf stellte der Künstler das Bild und er platzierte das Stativ an eine Stelle, die mir unter Licht-Gesichtspunkten passend erschien.
Ich selbst habe das Tafelbild zu keinem Zeitpunkt angefasst. Weder ich noch der Künstler haben damit gerechnet, dass ein Windstoß die schwere Tafel umwerfen könnte. Genau das geschah. Die Tafel schlug auf meine Kamera, die sich im Stativkopf verdrehte und damit den Schlag etwas abfing. Die Kamera blieb unbeschädigt und das Bild fiel zu Boden. Durch den Sturz bekam die Holztafel eine Delle (ca. 1cm Länge). Die Farbe war lasierend aufgetragen, sodass die Malschicht selbst kaum beeintächtigt war. Der Künstler hat mit unbefriedigendem Erfolg versucht, die Vertiefung auszugleichen und verlangt von mir einen Schadensersatz von 800 €.
Ist das gerechtfertigt?
30.08.2016 | 10:46

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Unter den von Ihnen geschilderten Umständen hat der Künstler gar keine Ansprüche wegen der Beschädigung des Werkes gegen Sie, da Sie weder eine vertragliche Pflichtverletzung, noch eine deliktische Verletzungshandlung begangen haben.

Ungeachtet dessen liegt darüber hinaus auch nicht einmal irgend ein Verschulden Ihrerseits für den Windstoß vor und allein der Künstler hat das Werk so aufgestellt. Dass Sie ihn grundsätzlich zum Aufstellen animiert hatten, ist rechtlich in Ihrem Fall nicht relevant.

Sie können absolut beruhigt sein und dem Künstler höflich aber bestimmt mitteilen, dass Sie nichts bezahlen werden, da Sie hierzu unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt verpflichtet sind.

Sofern Sie eine Berufshaftpflichtversicherung haben, empfehle ich Ihnen rein vosorglich dennoch, den Schaden zu melden, aber zugleich deutlich darauf hinzuweisen, dass Sie davon ausgehen, dass Sie diesen geltend gemachten Anspruch für unbegründet halten und Sie derzeit NICHT wünschen, dass die Versicherung eintritt und Sie lediglich Ihren vertraglichen Mitteilungspflichten nachkommen wollen, den Schaden zumindest zu melden. Sie sind auch nicht verpflichtet, die Versicherungsdaten dem Künstler mitzuteilen. Davon würde ich Ihnen auch abraten, da die Versicherung sonst womöglich aus Kulanz reguliert, was für Ihren Versicherungsverlauf ungünstig ist.

Durch die bloße Meldung von Ihnen an die Versicherung vermeiden Sie aber eben, gegenüber Ihrer Versicherung irgendwelche Ansprüche zu verlieren, nur weil Sie Mitteilungsfrsiten verstreichen lassen. Allerdings ist das nur ergänzend für den sehr unwahrscheinlichen Fall als Tipp von mir gemeint, dass der Künstler gerichtlich gegen Sie vorgeht und Recht bekommen sollte. Ich halte dies zwar für nahezu ausgeschlossen - dennoch macht es Sinn, sich ggü. der Versicherung eben einfach vertragsgemäß zu verhalten und den Schaden unverzüglich schriftlich, versehen mit den oben erklärten Hinweisen, zu melden.

Sollten Sie vom Künstler anwaltlich angeschrieben werden, kommen Sie bitte gern erneut und direkt auf mich zu - ich bin sehr gern für Sie da.

Sie erreichen mich unter email@tobias-mai.de

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Ihr

Tobias Mai, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 30.08.2016 | 11:52


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