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Schadenseregulierung nach Unfall


| 09.12.2014 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung: Weder Zulassungsbescheinigung Teil I noch Teil II bieten den Beweis für das Eigentum an einem Kfz. Die Zulassungsbescheinigung Teil II kann u.U. einen Anscheinsbeweis begründen, was jedoch sehr umstritten ist. Das Verlangen einer Versicherung nach Teil I ist nicht vernünftig begründbar.


Neulich ist mein parkendes Auto von einem umkippenden Fahrrad beschädigt worden. Jetzt möchte die Versicherung des Fahrradeigentümers eine Kopie des Fahrzeugscheins. Ich kann mir nicht erklären, warum. In dem steht doch nur, dass ich Halter bin, nicht, ob ich Eigentümer bin. Wieso ist die Zulassungsbescheinigung Teil 1 dann für die Versicherung überhaupt wichtig?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist davon auszugehen, dass die Versicherung in der Tat die Eigentumsfrage an dem Fahrzeug klären möchte. Bei fahrenden Fahrzeugen spricht immer eine Eigentumsvermutung für den Fahrer des Fahrzeuges (§ 1006 BGB). Bei parkenden Fahrzeugen kann diese Vermutung mangels Fahrer natürlich nicht greifen, so dass die Frage nach dem Eigentümer streitig sein kann.

Wie Sie schon richtig gesagt haben, geht aus der Zulassungsbescheinigung Teil I der Eigentümer nicht hervor. Dies gilt im Übrigen auch für die Zulassungsbescheinigung Teil II (!), wobei manche Gerichte anfangen, aus der Vorlage der Zulassungsbescheinigung Teil II einen ersten Anschein für die Eigentümerstellung herzuleiten.

Warum nun die Versicherung die Zulassungsbescheinigung Teil I fordert, kann ich Ihnen leider auch nicht sagen; ein derartiges Vorgehen ist mir auch aus vergleichbaren Fällen nicht bekannt. Möglicherweise handelt es sich schlicht um einen Druckfehler, ggf. kann eine Nachfrage bei der Versicherung dies aufklären.

Jedenfalls sollten Sie solche Verzögerungsmanöver nicht einfach hinnehmen und ggf. einen Rechtsanwalt mit der Vertretung Ihrer Interessen beauftragen. Die Kosten hierfür hat ebenfalls die gegnerische Versicherung zu tragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Auch zu einer Vertretung Ihrer Interessen bin ich selbstverständlich gerne bereit.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 09.12.2014 | 14:47


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Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die positive Bewertung.
FRAGESTELLER 09.12.2014 5/5.0
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