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Schadenersatzansprüche und Generalvollmacht Erbengemeinschaft


11.02.2009 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


| in unter 2 Stunden

Hallo,
ich bin Mitglied einer Erbengemeinschaft (3 Pers.) Für 2 Personen
besteht eine Generalvollmacht (aus dem Internet) auch über den
Tod des Erblassers hinaus. Gilt diese noch und kann ich damit
meine Schadenersatzansprüche (Instandhaltung, Pflege) beim
Verkauf der Immobilie geltend machen.
Können die beiden Bevollmächtigten die Immobilie ohne Zustimmung
des Dritten veräußern?
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 246 weitere Antworten zum Thema:
11.02.2009 | 09:58

Antwort

von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch
446 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

bei der Beantwortung Ihrer Frage gehe ich davon aus, dass die Vollmacht nicht unwiderruflich erteilt worden ist.

Als Miterbe sind Sie zunächst an die Bevollmächtigung gebunden. Sie haben jedoch die Möglichkeit die Vollmacht jederzeit zu widerrufen. Dies sollte aus Beweisgründen schriftlich erfolgen. Ob es dabei notwendig ist die Vollmachtsurkunde heraus zu verlangen kann von hier nicht beurteilt werden, dazu müsste die Vollmachtsurkunde selbst geprüft werden.
Ihr Widerruf bewirkt, dass die Bevollmächtigung durch Sie erlöscht. Für die beider anderen Miterben bleibt die Vollmacht zunächst bestehen.

Durch Ihren Widerruf haben die Bevollmächtigten jedoch nicht mehr die Möglichkeit solche Rechtsgeschäfte abzuschließen, die die Zustimmung aller Erben erfordert.

Der Verkauf eines Teils der Erbschaft bedarf der Zustimmung aller Erben. D.h. die Bevollmächtigten dürfen die Immobilie nicht ohne Ihre Zustimung veräußern. Allerdings kann jeder Erbe seinen Erbanteil als Ganzes veräußern; 2033 BGB.

Schadensersatzansprüche die Sie gegen den Erblasser hatten, können Sie nun gegen die Erbengemeinschaft geltend machen; dies gilt unabhängig von einer etwaigen Bevollmächtigung.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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ANTWORT VON
Rechtsanwalt Ingo Bordasch
Berlin

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