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Schadenersatz wegen Verletzung der Sorgfaltpflicht


| 09.12.2008 20:07 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Eine beschäftigte Buchhalterin, der die Kassenführung obliegt,
hat wiederholt und ohne eingehende Prüfung Geld aus der Kasse
an einen Mitarbeiter ausgezahlt, der auf diese Weise erheblichen
Betrug mit Tankbelegen begangen hat. Die Belege waren alle von
der gleichen Tankstelle, es wurden teilweise bis zu 4 Belege pro Tag
eingereicht und ausgezahlt, obwohl nur 2 Firmenfahrzeuge von dem
Mitarbeiter abwechselnd benutzt wurden. Die ausgezahlten Beträge
standen in keinem Verhältnis zu den möglichen Fahrleistungen i.V.m.
den Arbeitszeiten des Mitarbeiters. Teilweise datierten die Belege
vom Wochenende, ausserhalb der Arbeitszeiten, teilweise abends
oder morgens früh.

Kann diese Buchhalterin wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht
auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden und sind
arbeitsrechtliche Konsequenzen möglich ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ob ein Schadenersatzanspruch gegen die Buchhalterin besteht, hängt (auch) davon ab, welche Pflichten die Arbeitnehmerin unter Berücksichtigung des Arbeitsvertrags hat.

Wenn die Buchhalterin die Kasse zu führen hat, wird man davon ausgehen dürfen, daß Sie die Ein- und Ausgänge sorgfältig zu prüfen hat.

Geht von von dieser Sorgfaltspflicht der Buchhalterin aus, schließt sich daran die Frage an, ob sie bei gehöriger Sorgfalt die Täuschung des Mitarbeiters hätte erkennen können oder gar erkennen müssen. In diesem Fall kommt eine Haftung der Buchhalterin auf Ersatz des entstandenen Schadens in Betracht.


2.

Ihre Sachverhaltsschilderung läßt die Schlußfolgerung naheliegend erscheinen, daß die Vorlage der Tankbelege sowohl was die Anzahl als auch die Zeiten (außerhalb der Arbeitszeit, Wochenende) angeht, hätte Argwohn erwecken müssen. Es scheint, als habe die Buchhalterin "blind" ausgezahlt ohne sich die Belege anzuschauen oder darüber nachzudenken, ob der besagte Mitarbeiter tatsächlich für den Betrieb soviel gefahren sein konnte, wie sich aus den Tankquittungen ergab.

Eine abschließende Beurteilung des Verhaltens der Mitarbeiterin ist aber nur möglich, wenn weitere Umstände des Einzelfalls bekannt sind. So wird der Fall u. U. anders zu würdigen sein, wenn nur 10 Mitarbeiter beschäftigt sind und zwei Firmenwagen gehalten werden als bei einem Massenbetrieb mit 200 Mitarbeitern und einer Vielzahl von Firmenfahrzeugen.


3.

Als arbeitsrechtliche Konsequenz kommt die Abmahnung in Betracht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 15.12.2008 | 11:48


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