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Schadenersatz - Zeitaufwand und Zinsen erstattungsfähig?


19.12.2004 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



5 Monate nach meinem Motorradunfall macht jetzt die gegn. Haftpflichtversicherung ein Angebot. Die Erstattung meines Zeitaufwandes, bedingt durch Arztbesuche, Krankengymnastik, Telefonate, Briefe schreiben, Verhandlungen per Telefon oder persönlich mit Abschleppdienst, Motorradhändler, Versicherungen, Aufstellung von unfallbedingten Kosten usw. lehnt die Versicherung ab. Daneben habe ich noch weiteren Zeitaufwand in Rechnung gestellt wg. Krankenhausbesuche, Abholung aus Krankenhaus usw. durch Dritte. Ebenfalls abgelehnt. Fragen: 1.)Was sagt die Rechtsprechung? 2.)Ist mein Zeitaufwand und der von Dritten abrechenbar? 3.) Ab wann kann ich wieviel Zinsen der Vers. in Rechnung stellen? 4.) In welcher Höhe können Telefonkosten und Fahrtkosten (0,21€ pro km?) abgerechnet werden?
Vielen Dank!



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Guten Abend,

Sie haben nach dem BGB grundsätzlich Ersatz nicht nur des bei Ihnen entstandenen Schadens, sondern auch Ersatz sämtlicher Aufwendungen, die bei Ihnen entstanden sind. Hierzu gehören auch die Kosten, die für die geführten Telefonate oder Porto entstanden sind. Problematisch wird hier in der Regel der genaue Nachweis der Kosten sein, da theoretisch etwa jedes Telefongespräch der Länge und der entstandenen Kosten nach belegt werden müßte.

Während somit die Telefonkosten mit den tatsächlich entstandenen Kosten abgerechnet werden, können Sie sich für die gefahrenen Kilometer an der Regel des ZSEG (Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen) orientieren. Hier ist die auch von Ihnen in Ansatz gebrachte Entschädigung von 0,21 EUR pro gefahrenen Kilometer bei Zeugen vorgesehen.

Problematisch erscheint mir die Inrechnungstellung von Aufwendungen oder Zeitaufwand Dritter. Soweit dies etwa Krankenhausbesuche betrifft, handelt es sich hier um private Gefälligkeiten, die nicht erstattungsfähig sind. Nur wenn Sie selbst aufgrund einer Rechnung etwa Verauslagungen bei Dritten zahlen müßten, können Sie diese Kosen auch erstattet verlangen.

Da es sich in der Regel bei den von Ihnen genannten Posten um Nebenkriegsschauplätze zu den eigentlichen Schäden (Schmerzensgeld, Verdienstausfall, entgangener künftiger Verdienst pp ) handelt, werden die Aufwendungen in der Regel mit Pauschalen abgegolten, um langwierige Auseinandersetzungen zu vermeiden. Sie sollten hier Ihren Anspruch ungefähr beziffern und einen Vergleich mit dem gegnerischen Versicherer anstreben.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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