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Schadenersatz Arbeitsplatte


09.12.2016 10:05 |
Preis: 25,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Ich habe im Julni 2015 eine Küche gekauft und innerhalb der Familie fertigstellen lassen.
Damit aber alles in Waage und perfekt steht, habe ich Schränke, Türen und Schubladen von einem Küchenprofi im Juli 2015 einpassen lassen.

Beim Anpassen der Schränke, fiel dem Küchenmonteur eine Metallwasserwaage auf die Kante der Arbeitsplatte und verursachte einen Eckschaden genau im Sicht und Arbeitsbereich. Die Arbeitplatte ist weiß Kunstoffbeschichtet mit Aluminiumleiste ummantelt.

Der Monteur meldete den Schaden seiner - Versicherung.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Kostenvoranschlag durch Tischlereien zu bekommen, informierte ich die Versicherung, ob es möglich wäre, einen Gutachter kommen zu lassen, um die Schadenhöhe zu ermitteln.
Diese wurde seitens der Versicherung verneint.
Ein weiteres Jahr versuchte ich nun einen Kostenvoranschlag zu bekommen, unter Einsatz von Telefonaten, E-Mails, pers. Vorsprachen in Tischlereien etc. Dies habe ich auch überwiegend noch als Dokumentation vorliegen.

Im Oktober 2016 fand ich nun ein Küchenmonteur, der tatsächlich kam, den Schaden ermittelte und einen Kostenvoranschlag erstellte, den ich bei der Versicherung einreichte.

Die - Versicherung schickte nun nach mehrmaligen Anfragen zum Sachstand des Kostenvoranschlages im November 2016 einen Gutachter.
Dieser war sehr unhöfflich, bezeichnete meine hochwertige Küche als Billigküche und meinte, dass die Arbeitsplatte ja nun schon 1,5 Jahre alt sei und damit eine gewisse Abnutzung hätte. Er ginge davon aus, dass diese ja wohl in einer Mietwohnung nicht eweig stehe.
Ich erwiderte, dass die Küche hochwertig sei, in einer Eigentumswohnung stehe und der Schaden mich sehr wohl beim Abwischen der der Arbeitsplatte störe und eine Einbauküche minestens 10 Jahre, wenn nicht länger stehen bleibt und diese in hochglanz Weiß auch zeitlos gewählt wurde.

Ergebnis des Gutachten war dann Ende November 2016, dass das Loch in der Platte durch eine Firma repariert werden könnte, ohne Zusicherung, dass der Schaden nicht mehr sichtbar sein wird, die kaputte Aluminiuimummantellung würde nicht reparabel sein, dafür würde mir ein Schadenersatz von 100,00 € angeboten.

Liebe/r RA, ich bin entrüstet über derartiger Vorgehensweise des Gutachters und der Versicherung.

Meine Frage: Muss ich die Entscheidung des Gutachters hinnehmen und kann man einen Schaden an einer 4 Wochen alten Arbeitsplatte nach 1,5 Jahren, für die Erneuerung/ Austausch der Arbeitsplatte als unwirtschaftlich durch den Gutachter erklären? Ich bin kein Freund von Streit, in diesem Fall fühle ich mich aber abgezockt und würde sogar einen Rechtsstreit anvisieren.

Die Versicherung hat zum Gutachten selbst, nach 4 Wochen keine Stellung genommen. Eine Entscheidung der Versicherung liegt noch nicht vor. Es handelt sich nicht um eine Direktversicherung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Mit freundl. Grüßen
B.W.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie müssen selbstverständlich nicht die Berechnung des Gutachters der Versicherung hinnehmen, sondern können gegen die Versicherung vorgehen und die Kosten aus dem Kostenvoranschlag verlangen. Sie sollten daher die Versicherung nochmals unter Fristsetzung von 14 Tagen zur Zahlung aus dem Kostenvoranschlag auffordern.

Sollte der Schaden durch die Versicherung nicht ausgeglichen werden, müssten Sie klagen um Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Die Schadenshöhe bemisst sich nach dem Schaden zum Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses. Der Hinweis des Gutachters, dass die Arbeitsplatte 1,5 Jahre alt sei, ist unsachlich und hat keinen Einfluss auf die Schadensbewertung.

Inwieweit der Kostenvoranschlag vom Küchenmonteur inhaltlich zutreffend ist und letztlich gegen die Versicherung durchgesetzt werden kann, kann von hier selbstverständlich nicht beurteilt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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