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Schadenersatz


09.12.2009 07:35 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Ich habe ein kleines Autotransportunternehmen mit 3 Fahrzeugen. Für einen Kunden holte ich mehrere Ladungen Oldtimer aus Italien.Bei der letzten Fuhre fragte mich der Kunde, ob ich Bargeld für die nächste Ladung mitnehmen könne, welche in der nächsten Woche stattfinden sollte! Gegen Unterschrift erhielt ich 4.300€. Der Empfänger sei angeblich ein italienischer Polizist, der keine Auslandsüberweisungen erhalten dürfe! Nach dem Erhalt des Geldes legte ich dieses ins Führer-
haus des LKW´s und ließ es dort liegen! Der Auftrag wurde jedoch wegen Urlaub des Empfängers storniert!

Nach ca 6 Wochen wurde das Geld vermisst; zwischenzeitlich wurde das Fahrzeug von mind. 3 anderen Fahrern benutzt und war 4x in der Werkstatt, sodass sich eine Polizeianzeige erübrigt!
Frage: Bin ich schadensersatzpflichtig ?Es war auch kein Entgelt für den Transport des Geldes vereinbart (Kundendienstleistung!)
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Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der erteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben im Rahmen einer auf gewisse Dauer angelegten Geschäftsbeziehung eine Verpflichtung übernommen, eines der abzuholenden Autos in bar zu bezahlen und haben das dafür erforderliche Geld erhalten.

Rechtlich kann das sowohl als unentgeltliche Nebenleistungspflicht aus dem Transportvertrag als auch als unentgeltliche Geschäftsbesorgung angesehen werden; angesichts des Zusammenhangs mit der Geschäfstbeziehung und auch angesichts der Höhe der zu verwahrenden Summe kann hier nicht von einer bloßen Gefälligkeit gesprochen werden, zumal Sie den Erhalt des Geldes ja sogar quittiert haben.

Damit entstanden für Sie gewisse Sorgfaltspflichten, bei deren Verletzung Sie haften.

Da der Ankauf mit dem Geld erst "in der nächsten Woche" stattfinden sollte, muss die Aufbewahrung des Geldes im Handschuhfach des LKW, der nach Ihrer Kenntnis von verschiedenen Fahrern benutzt wurde, als grob fahrlässig angesehen werden.

Dies setzt sich dann noch fort.

Nach Stornierung des Auftrages ist das Geld im LKW liegengeblieben; sein Verlust wurde erst 6 Wochen später bemerkt.

Im Klartext: Sie haben das Geld über einen längeren Zeitraum quasi ungeschützt liegen gelassen.


Auch hier liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor, denn nach Stornierung hätte das Geld an den Auftraggeber zurückgegeben, zumindest aber gesichert werden müssen.

Ich sehe keine Möglichkeit, die Haftung für den Verlust des Geldes abzuwenden.


Mit freundlichen Grüßen
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