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Schaden an Wohnung


03.05.2008 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind im April aus unserer Mietwohnung ausgezogen.

Die Wohnung war mit Parkett ausgestattet. Bei unserem Einzug vor 4 Jahren wurde dieses im Wohnzimmer abgeschliffen und neu versiegelt.

Durch ein Verrutschen eines Kleiderschranks entstand im Schlafzimmer einer Kratzer im Boden, welcher gut sichtbar ist.

Meine 1. Frage:
- Müssen wir für diesen Schaden aufkommen oder ist das das Risiko des Vermieters?

Unsere Tochter (10) versuchte auf der Kinderzimmertüre von innen aufgeklebte Aufkleber mit einem wahrscheinlich spitzen Gegenstand zu Entfernen. Dadurch entstanden Kratzer im Türblatt.

Meine 2. Frage:
- Wie sieht es hier mit der Haftung aus?
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Gemäß § 538 BGB hat der Mieter Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache die durch den VERTRAGSMÄßIGEN GEBRAUCH herbeigeführt werden, NICHT zu vertreten.

Bei Ihnen handelt es sich allerdings meines Erachtens in beiden Fällen NICHT um Veränderungen der Mietsache, die durch „NORMALEN“ Mietgebrauch entstanden sind.

Vielmehr handelt es sich m.E. um VERTRAGSWIDRIGEN GEBRAUCH der Mietsache.
Es handelt sich weder um NORMALEN VERSCHLEIß noch um ÜBLICHE ABNUTZUNG der Mietwohnung.

Der Vermieter hat in einem solchen Fall Anspruch auf Ersatz des durch den vertragswidrigen Gebrauch entstandenen Schadens.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine erfreulichere Antwort geben konnte.
Dennoch hoffe ich, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin


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