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Sanitätshaus Orthese 9 Tage Miete zu 80% des Neupreises?


| 05.11.2014 16:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ivo Glemser



Ich habe in einem Sanitätshaus auf Privatrezept eine Orthese gemietet. Auf meine frage was dass denn kostet, wurde mir gesagt, dass aktuelle niemand da sei, der das wüsste. Der Neupreis läge bei ca. EUR 800.

Da ich die Orthese nur kurze Zeit brauchte habe ich den Miet"vertrag" unterschrieben. Auch der Mietvertrag enthielt keinerlei Hinweise auf einen Preis.

Auch beim Zurückgeben der Orthese konnte mir wieder niemand sagen was ich zu bezahlen hätte und mir wurde mitgeteilt, dass ich eine Rechnung erhalten würde. Die kam dann auch: EUR 624 für 9 Tage Miete. (Auf ebay gibt es identische Marke/Modell gebraucht für max. EUR 150)

Ich habe der Rechnung widersprochen, EUR 300 überwiesen und der Firma mitgeteilt, dass ich wegen der Kombination aus keine Auskunft über Preis möglich und Mietpreis für 9 Tage ca. 80 des Neupreises sowie kein Preis im Kaufvertrag nicht mehr als EUR 300 bezahlen werde.

Das Sanitätshaus hat zunächst mit Inkassofirma gedroht, nun schickt es Mahnungen und berechnet Zinsen, obwohl ich bereits der Hauptforderung widersprochen habe.

Frage 1: Kann das Sanitätshaus meinem Widerspruch der Hauptforderung einfach mit einer Erklärung abtun das Instandsetzen der Orthesen wäre sehr teuer?

Frage 2: Um die Forderung zu vollstrecken müsste das Sanitätshaus zunächst vor Gericht, korrekt?

Was kann ich noch machen um (A) nicht den unverschämten Betrag zahlen zu müssen oder (B) die Sache möglichst schwierig für das Sanitätshaus zu machen?


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zu Ihrer Frage 1

Nach Ihrer Schilderung wurde keine Miete vereinbart, es war aber den Beteiligten klar, dass die Überlassung kostenpflichtig geschieht. Dann haben Sie eine angemessene oder übliche Miete zu bezahlen. Sie sollten sich daher erkundigen, welche Miete für die Orthese angemessen oder üblich ist, z.B. bei Ihrer Krankenkasse oder in einem anderen Sanitätshaus. Ob die Miete angemessen oder üblich ist, kann ich Ihnen leider nicht beantworten. An dem Ergebnis dieser Erkundigung - welches Ihnen für den Streitfall idealerweise schriftlich zur Verfügung stehen sollte - richten Sie Ihr weiteres Vorgehen aus. Sie können je nach Ergebnis dann eine weitere Zahlung ablehnen oder teilweise oder komplett leisten.

zu Ihrer Frage 2

Um die Forderung zu vollstrecken, würde das Sanitätshaus einen vollstreckbaren Titel benötigen. Dies kann ein Vollstreckungsbescheid oder ein Gerichtsurteil sein.

Vorsicht ist auch bei Forderungsschreiben von Inkassounternehmen geboten. Wenn sich Ihre Ansicht bestätigt, dass Sie nicht mehr als den von Ihnen bezahlten Betrag schulden, dann sollten Sie der Forderung eines Inkassounternehmens ausdrücklich widersprechen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 07.11.2014 | 17:33


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