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Sachbeschädigung an Fahrzeugen auf Strassen, Wegen oder Parkplätzen


19.12.2011 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,
letzten Freitag kam eine Vorladung im Ermittlungsverfahren wegen folgender Straftat "Sachbeschädigung an KFZ auf Strassen, Wegen oder Plätzen". Es ist beabsichtigt mich als Zeugen zu vernehmen!
Unter Angabe einers Zeitraumes 22:00 - 6:00 (also über NAcht und die Angabe einer PLZ könnte ich eine Vermutung anstellen.

Vielleicht ne Alte Kamelle: Vor 2,5 Jahren, Trennung von einer Freundin im Streit...kleine plänkeleien am Telefon (auch AB) und SMS. Danach erhielt ich ein Schreiben von einer befreundeten Person ihrerseits(also privat),ich sollte ein Annäherungsverbot gegenüber dieser EX-Freundin (Alleinerziehend) einhalten. Ich gab schriftlich zu das ich mich daran halten werde. Desweiteren gab es Anschuldigungen in diesem Schreiben, ich hätte das KFZ am hinteren Teil leicht beschädigt und ein Eierkarton (den ich über meinen landw. Betrieb veräussere sei als "Visitenkarte" bemerkt worden) Aber keine Anzeige!!!!

Jetzt 2 Jahre später, unter Einhaltung des Annäherungsverbotes (!), kommt eine Vorladung in meine Post geflogen. Da ich mit keiner anderen Person im Clinch lag (mind. die letzten 8-10 Jahre) kommt mir nur diese unangenehme Vermutung in den Kopf.

Da ich mir keiner Schuld bewusst bin und auch Zeugen habe wo ich mich aufhielt, bin ich mir trotdem nicht sicher, ob ich zur Polizei gehen soll. Wenn ich mir das vorstelle, sehe ich ein Gespräch, dass keine 3 Minuten dauert.

Die private Anschuldigung macht mir etwas Bange.

Danke für eine Antwort!!!!!

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund der vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

I.
Hier ist zu differenzieren: einer rein polizeiliche Zeugenvorladung müssen Sie nicht nachkommen; hierzu gibt es keine rechtliche Verpflichtung. Anders sieht es natürlich bei einer staatsanwaltlichen oder gerichtlichen Vorladung aus: hier besteht eine gesetzliche Pflicht dieser Vorladung nachzukommen.

Zu unterscheiden ist zudem, ob Sie tatsächlich nur Zeuge oder eventuell Beschuldigter sind. Gerne lädt die Polizei jemanden als Zeugen, obwohl sie diesem gegenüber schon einen Verdacht hegt, dass eine Straftat begangen wurde. Als Beschuldigter müssen Sie weder bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht etwas aussagen. Darüber müssen Sie auch belehrt werden.

II.
Ob diese Vorladung nun etwas mit der Abgabe des Annäherungsverbotes zu tun hat, kann ich so natürlich nicht beurteilen; dies dürfte aufgrund der langen Zeit jedoch eher unwahrscheinlich sein. Auch den Umstand, dass Sie dieses Annäherungsverbot abgegeben haben und darin eine etwaige Sachbeschädigung beschrieben wurde, würde ich nicht als ein eventuelles Schuldeingeständnis werten. Sie haben eine solche Sachbeschädigung ja nicht explizit zugegeben. Ohne den genauen Wortlaut möchte ich mich aber verständlicherweise nicht genau festlegen.

III.
Sofern es sich tatsächlich nur um eine Zeugenvorladung handelt, würde ich Ihnen raten, zu erscheinen und sich zumindest den Sachverhalt anhören. Sie vermeiden dadurch eventuellen Unannehmlichkeiten mit den Behörden (bspw. könnte die Polizei bei Ihnen zuhause vorbeikommen und nachfragen, warum Sie keine Zeugenaussage machen; was denken denn da die Nachbarn?). Sie sehen dann gleich, ob es sich um einen Vorfall handelt, bei dem Sie wirklich nur als Zeuge in Betracht kommen (bspw. Jugendliche haben in Ihrer Straße mehrere Autos zerkratzt und man möchte nur wissen, ob Sie etwas gesehen haben). Sofern es sich aber um den von Ihnen genannten Vorfall vor zwei Jahren handelt, würde ich Ihnen eindringlich raten, dazu keine weiteren Angaben zu machen.

Dann sieht es nämlich eher danach aus, dass man Sie in den Kreis der Verdächtigen zieht. In diesem Fall sollten Sie u.U. einen Anwalt zu Rate ziehen, der Einsicht in die Ermittlungsakten nehmen kann, den Sachverhalt überprüft und die vorgeworfene Tat rechtlich bewertet.

Bitte beachten Sie noch, dass dies nur eine erste Einschätzung der Rechtslage ist.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat und verweise bei Unklarheiten oder Rückfragen auf die kostenlose Nachfragefunktion. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2011 | 19:03

Danke für die Antwort.
Ich werde somit nicht auf vergangene Geschenisse eingehen.
Mit der damaligen Androhung: "Wenn ich mich nicht an die ANforderungen halte, werden mir polizeiliche und gerichtliche Massnahmen entgegenkommen!" - sollte ich gedanklich garnicht arbeiten und dies, z.b. als "abgehackt" (so wies ja eigentlich auch ist) fixieren.
Mir ist als Unternehmer die Zeit zu wertvoll mich mit "pubertären Vandalismus" abzugeben, jedoch ist mit diesen Androhungen, finde ich, nicht zu spassen.
Vielleicht noch ein Tip?
Merci!!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2011 | 19:08

Genau, eventuell können Sie sogar mit Ihrer Aussage dazu beitragen, dass "pubertäre Vandalen" überführt werden...
Ansonsten berücksichtigen Sie einfach das bereits gesagte, dann dürfte nichts passieren.

Mit freundlichen Grüßen

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