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Sachbeschädigung Auto


24.05.2015 17:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Grundsätzlich sind bei einer unerlaubten Handlung die außergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten vom Schädiger zu ersetzen. Die anwaltliche Hilfe muss aber zur Durchsetzung des Schadensersatzanspruches notwendig sein.


Hallo,

Mitte April habe ich in der Nacht von Freitag auf Samstag total betrunken (ich kann mich nur brockenweise erinnern) ein Auto demoliert.

Da es sich um ein bereits über zehn Jahre altes Auto handelt wurde der Schaden am Auto als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft. Das Fahrzeug hatte lt. Gutachten einen Wert von 5000.

Ich habe bei der Polizei direkt alles zugegeben (hatte auch keine andere Wahl da ich direkt dabei von der Polizei aufgegriffen wurde). Weiterhin habe ich direkt gesagt das ich den Schaden bezahle und es auch keinpProblem ist da ich berufstätig bin.

Zwei Wochen später bekam ich Post vom Rechtsanwalt des geschädigten. Hier wurde ich gebeten den Schaden in Höhe von 2900 Euro (wiederbeschaffung - Restwert) zu zahlen. Selbstverständlich habe ich direkt die 2900 Euro fristgemäß überwiesen.

Weitere vier Wochen später habe ich wieder Post erhalten mit der Bitte den nutzungsausfall plus die Gebühren für die Anmeldung des neuen Fahrzeugs zu bezahlen. Die Rechnung setzt sich wie folgt zusammen (8x 50 Euro Ausfall plus 130 Euro Anmeldung). Diese Kosten sind auch okay und ich werde diese bezahlen.

Weiterhin werden mir nun die Rechtsanwalt kosten von dem geschädigten in Rechnung gestellt. Hier sind wieder ca. 500 Euro fällig.

Muss ich die Anwaltskosten übernehmen? Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Notwendigkeit für einen Anwalt da ich auch ohne den Brief vom Anwalt bezahlt hätte. Ich sehe es nun ehrlich nicht ein und werde vom geschädigten unter Druck gesetzt mit der Aussage, das kein Strafantrag gestellt wird wenn ich die Anwaltskosten noch begleiche.

Sollte ich die Anwaltskosten nicht bezahlen und der geschädigte stellt noch Strafantrag, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass das Verfahren wegen keinem öffentlichen Interesse eingestellt wird? Ich bin ersttäter, habe sofort den Schaden beglichen, habe mich beim geschädigten entschuldigt.

Weiterhin möchte ich noch anmerken, das ich wirklich total Orientierungslos war und ich auf eigenem Wunsch hin noch ein Krankenhaus aufgesucht habe. Dort hat der behandelnde Arzt aufgrund meiner Schilderung mir ein Schreiben ausgestellt mit dem Verdacht auf intoxikation mit unbekannte Substanz (ich war vorher in einem Club). Kann dies noch irgendwelche für mich positiven Auswirkungen haben? Bei der Polizei wurde ein Alkoholgehalt von 1.5 Promille festgestellt, was lt. Arzt deutlich zu wenig ist für eine solche Tat ohne Erinnerung.
24.05.2015 | 18:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,


hiermit beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:


Grundsätzlich sind außergerichtliche Rechtsanwaltskosten bei einer unerlaubten Handlung (solche ist eine Sachbeschädigung) von dem Schädiger zu erstatten. Voraussetzung dafür ist, dass die Einschaltung eines Rechtsanwaltes aus Sicht der Schadensersatzgläubigers erforderlich und zweckmäßig war.

Erforderlich ist eine gewisse Schwierigkeit der Sache, dies wird bei Verkehrsunfällen z.B. in der Regel bejaht.Auch wenn der Gegner sich dem Grund oder der Höhe nach weigert, den Schaden zu bezahlen, ist die Einschaltung eines Rechtsanwaltes erforderlich. In einfachen Fällen ist die Einschaltung eines Rechtsanwaltes nur erforderlich, wenn der Geschädigte geschäftlich unerfahren ist.

Die Frage, ob Sie - auch noch - zur Zahlung der Rechtsanwaltskosten verpflichtet sind, lässt sich daher mangels genauer Kenntnisse nicht genau beantworten. Erfahrungsgemäß sehen die Gerichte bei unerlaubten Handlungen allerdings die Beauftragung eines Rechtsanwaltes meist als erforderlich an.

Im Falle der Stellung eines Strafantrages durch den Geschädigten ist es recht wahrscheinlich, dass das Verfahren gegen Sie eingestellt wird.


Beachten Sie bitte, dass dieses Forum nur einer ersten Orientierung dient und eine persönliche Beratung nicht ersetzen kann. Sollten Ihnen noch etwas unklar sein, so nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Braun
-Rechtsanwältin-


Rechtsanwältin Alexandra Braun
Fachanwältin für Strafrecht

Ergänzung vom Anwalt 24.05.2015 | 18:46

Bei einem Schadensersatzsanspruch in Höhe von 3430,00 EUR betragen die Rechtsanwaltskosten laut Gebührentabelle (ausgehend von einer 1,3 er Verfahrensgebühr) 413,64 Euro brutto.
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