Rückzahlung zinsloses privat Darlehen
21.09.2009 22:47 |
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Inkasso, Mahnungen
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Rechtsanwalt Dipl.-jur. Naser Mansour
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe seit 10 Jahre mit einem Mann zusammen. Da ich seit 20 Jahren für Schulden meines geschiedenen Mannes aufkomme, habe ich in der neuen Beziehung immer auf strikte Trennung unserer finanziellen Angelegenheiten geachtet. Jeder kam für seinen eigenen Lebensunterhalt auf, eigene Versicherungen, eigene Konten usw.
Da er noch Unterhalt für zwei Kinder bezahlen musste, war er nicht in der Lage Geld für Urlaub und größere Anschaffungen zu sparen. Um nicht auf den gemeinsamen Urlaub verzichten zu müssen, habe ich ihm über die Jahre hinweg mehrmals Geld geliehen (ca. 25. 000€). Für jeden Betrag wurde ein schriftlicher Darlehensvertrag (zinsfrei) unterschrieben. Eine Rückzahlung wurde in diesen Verträgen nicht vereinbart, aber eine 3 monatige Kündigungsfrist. Vor einem Jahr hat er mir gestanden, dass er seit 3 Jahren ein sexuelles Verhältnis hat und diese Frau schwanger ist.
Nach reichlicher Überlegungszeit, habe ich mich wegen des großen Vertrauensbruches, entschieden das Geld zurück zu fordern. Ich habe alle Darlehensverträge mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt und mittlerweile wegen fehlender Zahlung auch 2 mal gemahnt.
Er sagt, er ist wegen der Unterhaltszahlung an das mittlerweile geborene Kind und deren Mutter nicht in der Lage mir das Geld zurück zu bezahlen. Obwohl ich die Rückforderung schon 5 Monate vor der Geburt des Kindes gestellt habe.
Ich würde mich sogar mit einer Ratenzahlung einverstanden erklären, damit er in der Lage ist, zumindest Unterhalt für das Kind zu bezahlen (das Kind kann ja nichts dafür). Aber verständlicher Weise möchte und kann ich keine Rücksicht auf die persönlichen finanziellen Forderungen der Mutter nehmen.
Ich finde es eine absolute Zumutung, dass ich jetzt auf mein Geld verzichten soll, damit die Frau mit der er mich jahrelang betrogen hat Geld bekommt.
Die Anwältin der Mutter seines Kindes sagt Schulden sind nicht anrechenbar und er muss zuerst ihren Unterhalt bezahlen, bevor er seine Schulden bei mir abbezahlen kann. Stimmt das? Ich finde das moralisch schon sehr bedenklich, wie man mich jahrelang so hintergehen kann und nun soll ich auf mein Geld verzichten, damit er diese Frau bezahlen kann.
Wie kann ich jetzt am Besten vorgehen?
Kann ich sein Gehalt pfänden lassen um meine Forderung durchzusetzen und was ist wenn er dann den Unterhalt für die Mutter nicht mehr bezahlen kann.
Muss ich vor Gericht gehen um eine Pfändung durchzusetzen?
Würde in so einen Fall meine Rechtsschutzversicherung die Kosten für Anwalt und Gericht übernehmen?
Trifft nicht Ihr Problem?
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