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Rückzahlung von Schulden


10.11.2008 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht



Ein ehemaliger Bekannter hat 1500€ Schulden bei mir.
Dieser Betrag wurde schriftlich fixiert - Rückzahlungsdatum ist Ende 2008.

Zwei Fragen:
Wie bekomme ich das Geld zurück (es gibt keinen Kontakt mehr zu der Person)?
Habe nur eine Kopie des Schuldschreibens - ist das für mich von Nachteil?

Hinweis:
Habe eine Privatrechtschutzversicherung.

Besten Dank im voraus für die Beantwortung.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem ehemaligen Bekannten ist als Darlehensvertrag zu qualifizieren.

Mit der Ergreifung von Maßnahmen gegen den Schuldner müssen Sie noch bis zum Fälligkeitszeitpunkt der Rückzahlung, wie sie sich aus dem Vertrag ergibt, warten.

Nach Eintritt der Fälligkeit können Sie, wenn Sie kein Geld erhalten sollten, im Wege des gerichtlichen Mahnverfahrens vorgehen. Wenn dann noch nicht gezahlt wird, können Sie einen Vollstreckungsbescheid beantragen, aus dem Sie dann die Vollstreckung der offenen Summe per Gerichtsvollzieher bei Ihrem Bekannten einleiten können.

Dies setzt allerdings voraus, dass Ihnen die Adresse Ihres Bekannten bekannt ist, denn sowohl Mahn- als auch Vollstreckungsbescheid müssen dem Schuldner zugestellt werden können. Kennen Sie keine Adresse, kann eine Zustellung nicht erfolgen.

Was können Sie tun wenn Ihnen die Adresse nicht bekannt ist?

Sie können, wenn Sie die letzte Adresse Ihres Bekannten kennen, beim Einwohnermeldeamt erfragen, wohin sich Ihr bekannter abgemeldet hat. Die Befugnis hierfür ergibt sich aus § 32 Abs. 1 Meldegesetz, § 34 HmbMG. Dies kann mit Kosten für Sie verbunden sein. Wenn solche Kosten anfallen, können Sie diese wiederum beim Schuldner geltend machen.

Das gerichtliche Mahnverfahren ist ab dem 1.12. diesen Jahres nur noch im Signaturverfahren möglich, heißt, Sie bräuchten ein entsprechendes Kartenlesegerät und eine anerkannte Signaturkarte. Halten Sie solches nicht vor, müssten Sie sich an einen RA wenden, der dies vorhält.

Dass Sie nur eine Kopie des Vertrages haben, schadet zunächst nicht, denn im gerichtlichen Mahnverfahren haben Sie zunächst nur zu versichern, dass Ihnen die geltend gemachten Forderungen zustehen. Erst dann, wenn der Schuldner die Forderung bestreitet (während des Mahnverfahrens durch Widerspruch, nach Zustellung des Vollstreckungsbescheides durch Einspruch, wobei die Fristen jeweils zwei Wochen betragen) kommt es zum streitigen Verfahren. Hier hätten Sie zu beweisen, dass Sie die Forderung tatsächlich haben. Dies kann auch durch den kopierten Vertrag geschehen, aber auch durch andere Beweismittel, z. B. Zeugenaussagen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Im Übrigen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA
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