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Rückzahlung Darlehen an Ex-Schwiegervater / Ratenhöhe / Einkommen neue Ehefrau


18.11.2014 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

mein Mann hat 2003 einen Darlehensvertrag unterzeichnet in dem es heißt " bestätige ich xy von ab einen Betrag in Höhe von 3000 Euro bekommen zu haben ".
Vertrag gilt 20 Jahre.
Eine Ratenhöhe war ebenfalls wie Zinsen NICHT vereinbart.

Nun lebt der Darlehnsgeber in einem Heim, seine Frau ist sein Vormund geworden und will nun das Geld.
Das Darlehen wurde via Anwalt gekündigt ( eigentlich mündlich schon vor über 5 Jahren, das können wir nicht beweisen, sonst wären wir auf Verjährung gegangen )...
Nun hat mein Mann 100 Euro in monatl. Raten angeboten.
Wir haben kein Wohneigentum, kein Vermögen,...
Ich bin erwerbstätig, habe 2 Kinder, mein Mann ist für seinen Sohn aus 1. Ehe unterhaltspflichtig, wir haben zusammen 1 gemeinsames Kind.
Er hat nun dem Anwalt geantwortet, dass er kein Vermögen habe, hat seine Kontoauszüge mitgeschickt, Gehaltsabrechnung ( ca. 1650 Euro netto ),...
Nun kommt der Anwalt her und sagt, die Gegenseite sei mit den 100 Euro nicht einverstanden angesichts der Gesamtsumme ( 3000 Euro ) und da ich ja auch erwerbstätig sei fordert man 250 Euro im Monat.
Das finde ich frech, denn was geht die ExSchwiegermutter mein Einkommen an ?
Wie sollen wir uns verhalten ?
Ich bin eigentlich gewillt, denen zu schreiben, dass mein Einkommen irrelevant ist, da ich mit diesem Darlehen nichts zu tun habe.
Zudem sollte der Vertrag 20 Jahre gültig sein / Zahlen wir er kann / - nun wollen sie in einem den Betrag haben ( das war zuerst gefordert bevor mein Mann die Ratenzahlung angeboten hat ( wo er gleichzeitig eine Einmalzahlung von 100 Euro und einen Dauerauftrag ab 01.12. von 100 Euro veranlasst hat ).
Daher meine Frage:
Kann der Vertrag so gekündigt werden ?
Eine schriftlihe Kündigung gab es vorher nicht - es wurde nur mündlich gesagt, von wegen er solle man an sie "denken". Dann kam die kostenpflichtige Anwaltskündigung, der dann auch nochmal 330 Euro haben will ?
Es waren keine festen Raten ausgemacht und keine bestimmte Laufzeit ( nur diese 20 Jahre Gültigkeit ).
Wie verhalte ich mich bezüglich meines Einkommens - Ist das relevant bzw geht die das etwas an ??
Vielen Dank vorab
18.11.2014 | 17:29

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Grundsätzlich muss ein Darlehn, das keine bestimmte Laufzeit hat, gekündigt werden. Die Kündigungsfrist hierfür beträgt drei Monate, § 488 III BGB. Nach dieser Zeit muss sich der Darlehnsgeber allerdings grundsätzlich nicht auf eine Ratenzahlung einlassen, er kann den Gesamtbetrag in einer Summe fordern. Jede Ratenzahlung ist ein Entgegenkommen, so dass es auf das Argument, mit dem eine geringe Rate abgelehnt wird (Ihr Einkommen), eigentlich überhaupt nicht ankommt.

Sie können allenfalls damit argumentieren, dass eine Laufzeit von zwanzig Jahren vereinbart war und das Darlehn deshalb noch gar nicht zurückgezahlt werden muss. Wenn die Laufzeit von zwanzig Jahren im Vertrag steht, ist es eine Auslegungsfrage, ob das so gemeint war, dass die Rückzahlung erst zwanzig Jahre später erfolgen sollte. Allerdings ging der Darlehnsgeber nach Ihrer Schilderung davon wohl selber nicht aus, da er vor einigen Jahren die Rückzahlung angemahnt hat.

Mit dem Hinweis auf die "Vertragslaufzeit" von zwanzig Jahren können Sie aus meiner Sicht möglicherweise erreichen, dass sich die Gegenseite, um kein Prozessrisiko einzugehen, auf eine geringere Ratenzahlung einlässt. Wenn Sie Ihrerseits die angebotene Rate zumindest etwas erhöhen oder eine zusätzliche Einmalzahlung anbieten können, steigen Ihre Chancen auf eine Einigung ohne gerichtliche Auseinandersetzung vermutlich deutlich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2014 | 17:50

Danke für die schnelle Antwort.
Die mündliche "Kündigung" in Form von " denk bitte daran, das wir noch Geld von Dir bekommen " erfolgte vor 5 Jahren, als mein Mann sich von seiner ExFrau getrennt hat. ( Klar, er gehört nicht mehr zur Familie, also wollen wir unser Geld jetzt wieder haben ).

Im Vertrag steht drin, dass er Rückzahlungen nach seiner Leistungsfähigkeit leisten wird ( als er dann ausgezogen ist mußte er auf einmal nicht nur eine Wohnung finanzieren, er mußte auch noch Unterhalt etc zahlen, so dass da kein Geld übrig war ).

Mich ärgert, dass es nur das " denk mal an uns " gab und keine schriftliche Kündigung, denn so kommen nun noch 10% für den Anwalt oben drauf.
Schadensminderungspflicht ? Diese 3 Sätze hätte sie auch selbst zu Papier bringen können.

Der Vertrag hat 20 Jahre Gültigkeit ( darauf weißt der Anwalt zusätzlich hin - nur für den Fall, dass wir auf Verjährung gehen wollen ). Wie kann er dann das Darlehen jetzt kündigen ?
Keine festen Raten, keine Laufzeit, nur der Hinweis auf 20 Jahre Gültigkeit - und dann jetzt vorzeitig kündigen ?
Ist das so ok, sprich geht das? ( Dann würden wir 200 Euro als Rate anbieten, mehr ist aber definitiv nicht drin )

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2014 | 18:28

Sehr geehrte Fragestellerin,


zu Ihrer Nachfrage möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

Wenn Sie jetzt - anders als in der Ausgangsfrage - erwähnen, dass nicht nur isoliert zwanzig Jahre als Laufzeit angegeben waren, sondern zusätzlich eine Koppelung an die Leistungsfähigkeit Ihres Mannes erfolgte, dann würde ich nicht von einem vereinbarten Kündigungsverzicht für zwanzig Jahre ausgehen wollen. Jeder Vertrag muss individuell geprüft werden, dennoch scheint mir die Kündigung dann eher gerechtfertigt. Gerade bei Darlehn ohne feste Laufzeit besteht das Kündigungsrecht gem. § 488 III BGB.

Sie sollten eine höhere Rate anbieten.

Die Pflicht, die Kosten der anwaltlichen Kündigung zu übernehmen, sehe ich allerdings nicht. Diese muss, da Ihr Mann sich mangels Kündigung nicht im Verzug befunden hat, die Gegenseite selber tragen. Schließich hätte die Kündigung in der Tat auch ohne Anwalt erfolgen können.


Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

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