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Rückwirkender Kindesunterhalt und Vollstreckung aus Titel


02.12.2008 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe eine Tochter, die im Juni 1988 geboren wurde und seit Sommer 2007 studiert.
Mein Problem: seit ihrem 13.ten Lebensjahr zahlt der Vater monatlich 35,28 Euro zu wenig. Ich habe die Auseinandersetzung vermieden, da er sehr aggressiv ist und ich keine Nerven dafür hatte.
Laut Urkunde vom Magistrat sollte er ab dem 13.Jahr 389 Euro monatlich zahlen, zahlt aber nur 163,61 Euro bis auf den heutigen Tag. Meine Tochter ist jetzt zwanzig. Ihr BAFÖG-Antrag wurde abgelehnt, da ihr Vater zuviel verdient. Mein Kind besitzt ein Sparbuch von Oma und Opa von 2000 Euro.
Ich sehe mich gezwungen gegen ihn vorzugehen und nun meine Frage:
kann ich die versäumten Zahlungen nachträglich herausklagen?
Und wieviel muß er eigentlich jetzt zahlen? Die Urkunde geht nur bis zum 18ten Lebensjahr.
Mit freundlichen Grüßen,.....
Sehr geehrte Ratsuchende,

die Ansprüche können nicht mehr eingeklagt werden, wenn nach Ihrer Darstellung bereits ein Titel, die genannte Urkunde vorliegt. Ich gehe aus der Bezeichnung "Urkunde"von einem Anerkenntnis des Vaters aus.

Grundsätzlich kann aus der Urkunde auch die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Diese sollten Sie unverzüglich durchführen.

Den Unterhaltsanspruch der Tochter muss diese nun in eigenem Namen gegen den Vater durchsetzen. Die Höhe des Anspruches bedarf einer eingehenden Berechnung. Da beide Elternteile ab Volljährigkeit anteilig nach ihren Einkommen zum Unterhalt verpflichtet sind, muss der Unterhalt völlig neu berechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle



Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2008 | 18:09

Sehr geehrter Herr Bohle!

Ganz herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!
Jetzt ist es mir wohler.
Wohin gehe ich um die Zwangsvollstreckung durchzuführen?
Wer kann das Einkommen neu berechnen?
Herzlichen Dank nochmal,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2008 | 19:04

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Zwangsvollstreckung wird über die Gerichtsvollzieherverteilerstelle des Amtsgerichtes betrieben. Wollen Sie eine Forderung (z.B. Arbeitseinkommen) pfänden, müssen Sie beim Amtsgericht einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss beantragen.

Gleichwohl würde ich Ihnen raten, damit einen Anwalt zu beautragen.

Denn dieser wird nach Auskunft, zu der der Vater aufgefordert werden sollte, auch die Unterhalt neu berechnen können.

Hier besteht vielleicht sogar über die ASTA der Universität die Möglichkeit, dass Ihrer Tochter dann die außergerichtliche Beratung bezahlt wird; da sollte sie einmal unbedingt nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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