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Rückwirkende Krankenversicherung, wie viel ist zu zahlen?


19.12.2014 10:15 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.



Guten Tag!

Ich habe in 2010 meine Ausbildung abgebrochen. Als ich in der Ausbildung war war ich gesetzlich versichert.

Nach dem Abbruch der Ausbildung habe ich mich nicht mehr um eine Versicherung gekümmert. Ich war nicht Arbeitslos gemeldet und bezog daher auch keine Leistungen.

Ich würde mich nun gern wieder freiwillig versichern, in dem Telefonat mit der Versicherung wurde mir aber mitgeteilt, dass ich mich rückwirkend für die 4 Jahre versichern muss, und das pro Monat rückwirkend 150€ zu zahlen sind, also insgesamt 7200€.

Ich war vorbereitet darauf rückwirkend zu zahlen, und doch erstaunt mich die Summe ein wenig, ich hatte den Eindruck dass nach § 193 Abs. 4 VVG ab den 6ten Monat Nichtzahlung nur 1/6 des monatlichen Beitrags fällig werden.

Nun meine Fragen:
Ist die zu zahlende Summe gerechtfertigt?
Ist diese Summe bei allen Versicherungen gleich?
Wie raten Sie mir weiter vorzugehen?

Danke in Voraus für Ihre Antwort.

Einsatz editiert am 19.12.2014 11:06:05
Eingrenzung vom Fragesteller
19.12.2014 | 11:07
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die gesetzliche Versicherungspflicht endet, setzt sich die Mitgliedschaft gem. § 188 Abs.4 SGB V als obligatorische Anschlussversicherung in Form der freiwilligen Versicherung fort.

Die Umwandlung der Mitgliedschaft als Folge des unterlassenen Austritts tritt unabhängig davon ein, ob die Krankenkasse auf die Austrittsmöglichkeit hingewiesen hatte (LSG Thür 30.8.2005 – L 6 KR 39/04).

Damit bestünde der Anspruch der KK auf Zahlung rückständiger Beiträge, die Sie offensichtlich zu tragen außer Stande sind.

Argumentieren Sie der KK gegenüber aber wie folgt:

1: Sie sind wirtschaftlich überfordert, so dass man Ihnen die Beitragsschulden erlassen soll.

2. Die Mitgliedschaft beginnt mit der Erklärung des Beitritts. Suchen Sie sich also einen anderen KK als die, bei der Sie vorher versichert waren.

Dies ist aber keine Garantie dafür, dass es klappt aber

3. darf die gesetzliche KK Sie unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand nicht abweisen.

Die Regelungen zu Schuldenerlass bzw. -ermäßigung betreffen ausschließlich Versicherungspflichtige nach § 5 Abs.1 Nr.13 SGB V (die sogenannten "Nichtversicherten"). Freiwillig Versicherte profitieren laut Gesetz nicht davon.

Sie gelten aber gem. § 188 Abs. 4 als freiwillig Versicherter und damit nicht als "Nichtversicherter".

Da Sie Ihre Ausbildung abgebrochen haben, wäre zu prüfen, ob Sie ggf. noch Anspruch auf Weiterversicherung in der Familienversicherung gehabt hätten.

Aufgrund Ihres angegebenen Alters sind Sie aber aus der Altersgrenze herausgefallen.

Es tut mir daher Leid, Ihnen keine positivere Auskunft erteilen zu können, wünsche Ihnen aber viel Erfolg bei der Verhandlung mit der KK.

Weiterhin wünsche ich eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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