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Rücktritt vom Mietvertrag - Vorgehensweise und Risiken f. den Vermieter


07.12.2004 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Der Mieter mietet begeistert eine Wohnung an und schließt den Mietvertrag ab. Nachdem ich als Vermieter Laminat mit fußleisten verlegt habe, einen wasserschaden behoben habe und Türen lackierte, zog der Mieter ein fing von da an Gründe zu suchen warum ihm die Wohnung nicht gefällt.
-Die leisten sind angeblich alle abgefallen.
-Er suchte Gründe sich ums Tapezieren zu drücken.
-Er behauptete auf einmal ALLE Fenster währen undicht, was bei übergabe definitiv nicht der Fall gewesen ist und behauptet jetzt er könne ja in der Wohnung nicht wohnen.

Im Mietvertrag steht expliziet:
"Der Mieter übernimmt die Mieträumein dem vorhandenen und ihm Bekannten Zustand nach eingehender Besichtigung am 08.11.2004 als vertragsgemäß"

Dazu hat er noch seinen Negative Stimmung verbreitenden Vater ins Haus gelassen und ich habe jetzt Angst um meine Wohnung.

Welche Risiken bestehen für mich bei einvernehmlichen Rücktritt vom Vertag? Er will an jeder Ecke "schnorren" und ich denke er will da noch etwas für sich rausschlagen.

Welche alternative zum einvernehmlichen Rücktritt gibt es?

Welche Gesetze greifen
Sehr geehrter Ratsuchender,

was Sie mit einvernehmlichem Rücktritt umschreiben ist in rechtlicher Hinsicht ein Aufhebungsvertrag, also eine einvernehmliche Vereinbarung zur (vorzeitigen) Aufhebung des bestehenden Mietvertrages.

Eine anderweitige Möglichkeit besteht eigentlich nur in einer ordentlichen Kündigung des Mieters. Sind Sie selber an einem schnellen Auszug interessiert, so können Sie ihm ja zugestehen, nicht auf die gesetzliche Kündigungsfrist zu bestehen, sondern ihn vorzeitig zu entlassen.

Risiken bestehen für Sie eigentlich keine. Denn da der Mieter einen gültigen und von ihm zu erfüllenden Mietvertrag hat, brauchen Sie sich auf keinerlei Forderungen einzulassen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.12.2004 | 17:28

Ich danke ihnen für ihre rasche antwort, jedoch habe ich noch eine nachfrage.

Angenommen man lässt sich auf den Aufhebungsvertrag ein, wie ist es dann mit Kosten die der Mieter villeicht im nachhinen noch geltend machen will. (weil er ja behauptet die Wohnung sei nicht bezugsfertig)

Und wie sieht es rechtlich aus wenn er schäden an der Wohnung in der zeit in der er Zugang hatte verursacht hat?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2004 | 17:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Mieter hat ein Recht darauf, daß ihm die Wohnung im vertragsgemäßen Zustand übergeben und in diesem gehalten wird. Meint er nun, das sei nicht der Fall, so wäre er am Zug und müsste z.B. den Vertrag anfechten, Schadensersatz geltend machen etc. Verhindern können Sie dies letztendlich nicht. Er müsste dann vortragen und ggf. beweisen, daß die Wohnung nicht im vertragsgemäßen Zustand war.
Tricksen Sie ihn aus und formulieren Sie im Aufhebeungsvertrag bsp. "... die am ... im ordnungsgemäßen Zustand übernommene Wohnung...". Lässt er sich drauf ein, schneidet er sich selbst im Nachhinein seine Rügen ab.

Für Schäden, die der Mieter verursacht, ist er Ihnen selbstverständlich schadensersatzpflichtig.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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