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Rückführung eines Darlehens. Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung


| 26.09.2017 15:37 |
Preis: 58,00 € |

Kredite


Beantwortet von



Ich habe von meiner Bank Abrechnungen zu vorzeitigen Rückzahlung meiner Darlehen bekommen. Die Abrechnung ist bis zum 30.09.2017 gültig. Es könnte aber sein, dass die Bank zu ihren Gunsten die Abrechnung vorgenommen hat. Ich werde diese nachprüfen lassen aber es wird ein Paar Tage dauern. Nach dem 01.10 sind diese Abrechnungen aufgrund der erneuten Zinszahlung hinfällig und es müsste neu berechnet werden.
Was sollte ich tun? Die mir zugeschickte Vereinbarungen unterschreiben und im Falle der falsch Berechnung Geld zurückfordern? Nun könnte die Bank dann sagen, dass es eine freie Vereinbarung gewesen war und zahlt nicht zurück. Abwarten bis die Berechnungen meines Beraters vorliegen? Dann könnte es sein, dass wir im Oktober sind und neue Berechnungen der VFE erfolgen müssen.
Unterschreiben mit dem Zusatz unter Vorbehalt der Nachprüfung? Es kann sein, dass die Bank das dann nicht akzeptiert...
26.09.2017 | 19:20

Antwort

von


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Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 895153
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage
wie folgt.

Wenn Sie sich im Bereich der einvernehmlichen Vertragsaufhebung befinden, also kein Anspruch auf vorzeitige Beendigung des Darlehensverhältnisses nach Paragraph 490 Abs. 2 BGB besteht, dann kann die Bank tatsächlich die Konditionen für eine Ablösung vorgeben und Sie können diese entweder annehmen oder aber es kommt keine einvernehmliche Vertragsauflösung zustande.

Sollten Sie einen Anspruch auf eine vorzeitige Beendigung des Darlehensverhältnisses haben, so muss die Bank auch die Vorfälligkeitsentschädigung nach den Regelungen der Rechtsprechung berechnen. Sie können dann eine Zahlung unter Vorbehalt der Nachprüfung leisten und sollten auch die entsprechende Buchung in ihrem Verwendungszweck so kennzeichnen. Außerdem sollten Sie bei der Unterzeichnung der Aufhebungsvereinbarung auch einen entsprechenden Zusatz anbringen.

Mit Zahlung haben Sie dann einen Anspruch auf Freigabe der zur Sicherung des Darlehensverhältnisses gegebenen Sicherheiten und zwar auch beziehungsweise obwohl sie die Zahlung unter Vorbehalt geleistet haben.

Im Nachgang können Sie dann die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung überprüfen lassen und gegebenenfalls die Bank zur Erstattung einer etwa zu viel gezahlten Entschädigung auffordern.

Hierbei sollten Sie aber auch beachten, dass nach der Rechtsprechung durchaus auch eine Bandbreite, insbesondere bei den ersparten Risikokosten und den Verwaltungskosten zulässig ist. Die Verbraucherschutzverbände tendieren dazu, besonders geringe Kosten anzunehmen. Oftmals sind die von der Bank ermittelten Vorfälligkeitsentschädigungen deswegen höher aber dennoch im Lichte der Rechtsprechung nicht zu beanstanden.

Hierzu müssen Sie auch wissen, dass die Banken schon aufsichtsrechtlich dazu verpflichtet sind für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung geprüfte Programme zu nutzen. Hierbei geben die Hersteller eine Garantie dafür ab, dass die Berechnung den Vorgaben der Rechtsprechung entspricht. Ansonsten darf eine solche Software bei der Bank gar nicht eingesetzt werden.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

Bitte beachten Sie, dass die Beratung im Rahmen dieser Plattform nur eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Sie kann daher eine detaillierte Rechtsberatung, unter Vorlage von Unterlagen und Urkunden, niemals ersetzen.

Freundliche Grüße

D. Meivogel
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2017 | 19:32

Ich habe die besicherte Immobilie im März 2017 verkauft am 17.07.2017 wurde der Kaufpreis bezahlt. Die Grundschuld ist gelöscht und die Bank behielt auf einem separatem Konto deutlich mehr Geld als die Summe meiner Darlehen. Ich nehme an, dass Hausverkauf ein Anspruch auf vorzeitige Rückzahlung des Darlehen begründet. Auf dem Berechnungsblatt hat die Bank aber kein berechtigtes Interesse im Sinne des § 500 Abs. 2 Satz 2 BGB angekreuzt...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.09.2017 | 10:31

Sehr geehrter Fragesteller,

der Hausverkauf ist ein Regelfall des berechtigten Interesses. Sie sollten darauf hinweisen, dass dies in der Vereinbarung auch so definiert wird um der von Ihnen intendierten Überprüfung auch eine korrekte rechtliche Grundlage zu geben.

Freundliche Grüße
RA D. Meivogel

Bewertung des Fragestellers 27.09.2017 | 10:39


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.09.2017
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