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Rückabwicklung Immobiliendarlehen, Verzinsung der empfangenen Leistungen


11.12.2014 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber



Sehr geehrte Damen und Herren,

den Darlehensvertrag zur Finanzierung unseres Eigenheims, den wir im Jahr 2009 abgeschlossen hatten, habe ich aufgrund einer ungenügenden Widerrufsbelehrung erfolgreich widerrufen können. Das Bestätigungsschreiben der Bank liegt uns mittlerweile vor. Dieses Schreiben enthält als Anlage die Berechnung der Rückabwicklung, die ich zwar rein zahlenmäßig nachvollziehen kann, bei der mir aber die zugrunde gelegten Zinssätze nicht korrekt erscheinen.

a) Der Sollzinssatz unseres Vertrags beträgt 4,0%. Diesen Zinssatz legt die Bank auch der Berechnung der empfangenen Leistungen, die der Darlehensnehmer zurückzuerstatten hat, zugrunde. Ich bin der Auffassung, dass korrekterweise ein marktüblicher Zinssatz anzusetzen ist (z.B. aus Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank), also seit 2009 fast durchgehend weniger als 4,0%. Und in den Monaten mit marktüblichen Zinsen größer als 4,0% wäre in "meiner" Berechnung der Zinssatz auf den Sollzinssatz begrenzt, also nie höher als 4,0%. Liege ich damit richtig?

b) Zu den empfangenen Leistungen, die der Darlehensgeber zurückzuerstatten hat, schreibt meine Bank: "... Ist das rückabzuwickelnde Verbraucherdarlehen grundpfandrechtlich gesichert (Verbraucher-Immobiliendarlehen), ist mit einem Verzugszinssatz in Höhe von Basiszinssatz +2,5% zu rechnen (BGB §503). Ansonsten ist mit einem Verzugszinssatz in Höhe von Basiszinssatz +5% zu rechnen (BGB §288)."
Die Bank verzinst deshalb in ihrer Berechnung die von uns geleisteten Zahlungen nur mit Basiszinssatz plus 2,5% und nicht plus 5%. Ist das korrekt? Ist die Wahl eines "Verzugszinssatzes" richtig, schließlich ist für mein Verständnis doch niemand in Verzug?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und verbleibe mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

In allen drei Fällen gilt der marktübliche Zinssatz, und zwar für beide Seiten. Der vertraglich vereinbarte Sollzinssatz ist da höchstens als Indiz relevant, entscheidend ist aber der marktübliche Zinssatz.

Die Verzugszinssätze sind zwar der Höhe nach korrekt, allerdings (noch) nicht anwendbar, da (noch) kein Verzug gegeben ist.

Ich empfehle, die Bank zu fragen, wo die denn den Verzug sieht.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2014 | 10:51

Sehr geehrter Herr Weber,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Mein Punkt "a" ist damit für mich eindeutig beantwortet. In meiner eigenen Berechnung der Rückabwicklung, die ich meiner Bank kurzfristig vorlegen möchte, kann ich somit die Kreditsumme mit marktüblichen Zinsen verzinsen, also Zinssätzen kleiner oder höchstens gleich unserem Sollzins von 4%.

Mit welchem Zinssatz ich die Verzinsung meiner in den letzten Jahren geleisteten Zahlungen an die Bank in meiner eigenen Berechnung ansetzen soll, ist mir jedoch nicht eindeutig klar (Punkt "b" meiner Anfrage). Die Bank selbst rechnet mit den genannten Verzugszinsen und Zinssätzen "Basiszins + 2,5%". Kann ich mit Recht in meiner Berechnung "Basiszins +5,0%" ansetzen? Wenn ja, ist eine sinngemäße Begründung "ein Verzug liegt nicht vor, §503 BGB ist deshalb nicht anwendbar, es gilt §288 BGB und somit Basiszins +5%" korrekt?

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2014 | 19:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider ist § 288 BGB ebenfalls nur bei Verzug anwendbar.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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