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Risikolebensversicher will nur 25% zahlen... !?


| 13.11.2014 17:55 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Bruder ist im September mit 48 Jahren verstorben und hat mich bei einer RLV begünstigt.
Nun möchte die Versicherung jedoch nur 25% auszahlen, aber dies nur nach einem Vergleich, da Er angeblich beim ausfüllen des Vers.-Bogens nicht die Wahrheit erzählt hatte. "Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren irgendwelche Erkrankungen....." Hier hat Er nein angekreuzt!

Hier die Daten zu dem Vorgang:
Versicherungsabschluß 31.05.2007
In Kraft seit: 01.07.2007
Erkrankung festgestellt: August 2007

Die Versicherung behauptet, das mein Bruder verschwiegen hätte, das Er in Behandlung stehen würde. Dies war jedoch nicht so. Er war im März 2007 beim Arzt, wegen eines Blähbauch, aber ist das keine Regelmäßigkeit gewesen. Kann man wegen des Blähbauch-Symptoms von einer ständigen Behandlung reden? Hätte man wegen einer Vorsorgeuntersuchung beim Gastroenterologen etwas angeben müssen? Beim Ausfüllen des Fragebogens wurde auch der Hausarzt benannt! Hätte die Versicherung sich nicht von Ihm Daten einholen müssen, wenn schon danach gefragt wurde?

Die Versicherung bietet mir 25% an und konnte ich diese allerdings auf 35% Auszahlung hoch treiben! Wenn die das mit sich machen lassen, dann ist doch eventuell etwas faul? Entweder die zahlen, oder eben nicht, oder!?

Meine Eltern und ich hatten es in den letzten Monaten nicht leicht und hat uns das auch viel Geld gekostet und hofften auf die korrekte Auszahlung der Europa Versicherung...

Was raten Sie mir, wie wir uns verhalten sollen?

Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe!!
13.11.2014 | 18:56

Antwort

von


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Tel: 0591 12079427
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich mein Bedauern über den Verlust Ihres Bruders zum Ausdruck bringen.

In der Sache erscheinen Ihre Chancen gut, hier mehr als 35 Prozent der eigentlichen Auszahlung realisieren zu können.

Bei einer Anzeigepflichtverletzung sind immer die Details entscheidend.

Grundsätzlich müssen Sie wissen, dass die Versicherung das Vorliegen einer Anzeigepflichtverletzung beweisen muss. Es ist also an dieser Stelle abzuschätzen, ob Ihr dies gelingen könnte.

Hierbei gilt: Je unbedeutender und seltener die Behandlung bzw. Erkrankung ist, desto geringer sind die Chancen des Versicherers, sich auf eine Anzeigepflichtverletzung berufen zu können. In Ihrem Fall lag wohl ein subjektiv relativ harmlos wirkender Blähbauch vor. Zudem scheint es sich um einen kurzfristigen Zustand gehandelt zu haben und die Erkenntnis hierüber lediglich über eine Vorsorgeuntersuchung gewonnen zu sein. Dies sind Merkmale, die dafür sprechen, dass keine schuldhafte Anzeigepflichtverletzung vorliegt. Sollte es sich bei dem Blähbauch um keine Erkrankung handeln, bestand bereits keine Anzeigepflicht bezüglich der zitierten Frage. Hierfür spricht, dass die Erkrankung erst im August ausgebrochen ist.

Beachten Sie aber, dass dies bei einer anderen Frage durchaus der Fall sein könnte. Um dies zu beurteilen, müssten mir die Fragen allerdings bekannt sein.

Wichtig ist auch der Ablauf des Gesprächs, in dem die Angaben gemacht wurden. Sollte die Bedeutung des Blähbauchs etwa durch den Versicherungsvertreter, wäre dies für Sie günstig.

Aber selbst wenn eine Anzeigepflichtverletzung vorliegt, bedeutet dies nicht, dass der Versicherer leistungsfrei ist. Aufgrund der konkreten Umstände kann es vielmehr sein, dass er sich gar nicht auf die Anzeigepflichtverletzung berufen kann. Dies lässt sich nur anhand der Versicherungsunterlagen bestimmen- Dies müssten Sie unbedingt prüfen lassen.

Eine Nachforschungspflicht der Versicherung durch Nachfrage bei dem Hausarzt besteht allerdings in der Regel nicht.

Alles in allem erscheinen Ihre Chancen auf eine Komplettzahlung sehr gut. Sie sollten sich daher auf keinen Fall mit den angebotenen 35 Prozent zufrieden geben. Bestenfalls sollten einen Anwalt beauftragen. Insbesondere wenn eine Rechtsschutzversicherung besteht. Gerne stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt André Meyer

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2014 | 19:46

Hallo Herr Meyer,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich verfüge über eine Rechtsschutzversicherung und würde Sie auch als Anwalt einschalten, wenn Sie wirklich der Meinung sind, das da mehr raus zu holen geht bzw. der Gesamtbetrag! Das wäre riesig!!!
Nur vorab noch eine Frage. Wie lange würde sich das in ungefähr hin ziehen, da man ja von den Herren dort schon sehr haarsträubende Ansagen bekommt. Und bin ich nach der Zusage von 25% auf 35% schon etwas hellhöriger geworden.
Darüber hinaus habe ich etwas recherchiert und habe folgendes gefunden, was sich mit meinem Vorgang zum Teil deckt.
Hier etwas interessantes von Frau Beatrix Hüller:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/anwaeltin-fuer-versicherungsrecht-als-fair-wuerde-ich-keinen-versicherer-bezeichnen/7485070.html

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2014 | 08:18

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne bin ich zu Ihrer Vertretung bereits. Nehmen Sie einfach Kontakt auf.

Zu der voraussichtlichen Dauer können selbstverständlich keine verlässlichen Angaben gemacht werden.

Sollte die Verweigerungshaltung der Versicherung bestehen bleiben, kann es sich durchaus hinziehen.



Mit freundlichen Grüßen,



A. Meyer

Bewertung des Fragestellers 16.11.2014 | 11:44


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.11.2014
5/5.0

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