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Resturlaub nach Kündigung in probezeit


31.08.2017 17:46 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Ein Arbeitnehmer darf sich nicht einseitig beurlauben. Wenn der Arbeitgeber den Urlaubsantrag ablehnt, etwa weil er kurzfristig in einer kurzen Kündigungsfrist beantragt wird und er den Arbeitnehmer noch benötigt, muss der Arbeitnehmer auch arbeiten kommen. Der Urlaub ist dann aber auszuzahlen.


Guten Tag,
es dreht sich um folgendes Szenario:
Ich habe meine Ausbildung dieses Jahr bestanden und wurde zum 15.06.2017 übernommen. Am Montag 28.08.2017 habe ich meine Kündigung eingereicht, da ich von einem anderen Unternehmen abgeworben wurde. Meine Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen, da ich noch in der Probezeit von 3 Monaten bin. Ich wurde vom NL gezwungen den Satz das mir noch resturlaub zusteht rauszunehmen, da er sie mir sonst nicht unterschreiben würde. Mir stehen in der Theorie noch 12 Urlaubstage zu und ich verfüge noch über 28 Überstunden. Das ganze findet in einer Spedition statt. Da ich gerne so schnell wie möglich aus dem Unternehmen würde, wüsste ich gerne ob ich auf meinen resturlaub bestehen kann (Wären ja mehr als zwei Wochen um der unangenehmen Situation zu entgehen).

Vielen Dank im Voraus!
31.08.2017 | 18:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

bedauerlicherweise ist so, dass die Gewährung des Urlaubs ein einseitiges Recht des Arbeitgebers ist. Sie können also Urlaub beantragen, wenn Ihr Arbeitgeber Sie aber in der Kündigungsfrist noch braucht, müssen Sie auch arbeiten kommen. Anderenfalls könnte dies den Arbeitgeber zur fristlosen Kündigung berechtigten Der Urlaub muss dann aber natürlich abgegolten, also mit der letzten Abrechnung ausgezahlt werden.

Im Hinblick auf das Guthaben auf Ihrem Arbeitszeitkonto sollten Sie einmal in Ihren Arbeitsvertrag oder den ggf. anwendbaren Tarifvertrag schauen, wie das "Abfeiern" geregelt ist. Manchmal ist vereinbart, dass der Arbeitnehmer pro Monat eine geringe Anzahl von Tagen, z.b. zwei, verlangen darf. Weiter müssten Sie nachlsen, ob der Arbeitgeber dann auch frei gewähren muss oder ob ein Ablehnungsrecht hat.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

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