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Restschuldbefreiung/ Schufaeintrag


| 29.09.2010 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt MBA Marcus Schröter




Guten Tag,

mir ist im April die Restschuldbefreiung erteilt worden, somit bin ich jetzt Schuldenfrei.

Die Sparkasse hatte vor ca. 7 Jahren 25.000€ von mir gefordert und auch angemeldet.

Ich habe eine Schufaselbstauskunft eingeholt und festgestellt, dass die Sparkasse in 2007, 2008, 2009 und sogar im Mai 2010 den offenen Betrag zzgl. Zinsen bei der Schufa gemeldet hat.

Durfte die Sparkasse in 2007 bis 2009 den Betrag zzgl. Zinsen bei der Schufa melden? Denn die Sparkasse hat den Betrag in 2003 schon mal gemeldet und kann den Betrag nicht jährlich neu melden oder doch?

Kann ich die Sparkasse verpflichten die Einträge bei der Schufa entfernen zu lassen.

Diese Frage stellt sich mir, weil andere Gläubiger nichts gemeldet haben. Und die Sparkasse sagt mir zu dem noch, dass sie es melden mussten für den Fall das mir die Restschuldbefreiung versagt wird......
29.09.2010 | 16:18

Antwort

von

Rechtsanwalt MBA Marcus Schröter
835 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte.

Ob seitens der Sparkasse eine Verpflichtung besteht ist im Verhältnis zur Schufa geregelt. Meines Wissens existiert eine solche Pflicht nicht, da die überwiegenden Banken eine solche laufende Aktualisierung nicht vornehmen, zumal ein Insolvenzvermerk eingetragen ist.

Jedenfalls müßte die Bank aktuell eine Erledigung eintragen, da die Forderung infolge der Restschuldbefreiung nicht mehr besteht.

Da aber die Forderung nur gegenüber dem Treuhänder anzumelden ist und von diesem festgestellt wird, kann die Sparkasse aus meiner Sicht nicht bei der Schufa eine entsprechende Forderung eintragen und aktualisieren, da dies Ihren berechtigten Interessen zuwiderläuft und Sie damit einen Beseitigungsanspruch gem. § 1004 BGB haben. Dies gilt auch für den Fall einer möglichen Versagung der Restschuldbefreiung, da dann die Forderung gegenüber Ihnen zwar wieder persönlich durchsetzbar ist, allerdings erst vergeblich eingefordert werden muss.

Insoweit sollten Sie die Sparkasse als auch die Schufa mit Fristsetzung auffordern die Einträge zu löschen, da diese Negativeinträge nicht berechtigt sind und gegen Ihre Interessen, gerade vor dem Hintergrund der Restschuldbefreiung verstoßen.

Schließlich ist die Meldung im Mai 2010 falsch, da keine Forderung besteht.

Sollte eine freíwilige Löschung nicht erfolgen, müssen Sie im Wege einer einstweiligen Verfügung oder Klage gegen die Schufa eine Löschung erzwingen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen



MBA Marcus Schröter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 2010-10-01 | 00:21


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"Klasse Antwort, ich habe Sparkasse und SCHUFA angeschrieben. Bin mal gespannt wie beide Reagieren. Frist habe ich zum 15.11 gesetzt. Wenn der Eintrag bis daher nicht gelöscht wird, werde ich definitiv RA Schröter mit dem Fall beauftragen."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2010-10-01
5/5.0

Klasse Antwort, ich habe Sparkasse und SCHUFA angeschrieben. Bin mal gespannt wie beide Reagieren. Frist habe ich zum 15.11 gesetzt. Wenn der Eintrag bis daher nicht gelöscht wird, werde ich definitiv RA Schröter mit dem Fall beauftragen.


ANTWORT VON
Rechtsanwalt MBA Marcus Schröter
Bad Nauheim

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