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Reparaturen am gemeinsamen Haus nach Scheidung


| 02.11.2005 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

ich bin seit dem 17.11.2004 geschieden und bewohne das mit meinem Ex-Mann noch gemeinsame Haus mit unseren 3 Kindern.
Eine Einigung wurde noch nicht getroffen.
Nun sind einige Reparaturen am Haus auszuführen. Kürzlich musste ein defektes Teil der Heizungsanlage ausgewechselt werden.
Neue Elektroleitungen müssen gelegt werden, da es in einem Kinderzimmer kein Licht gibt aufgrund eines Kurzschlusses.
Ich habe meinen geschiedenen Mann darüber informiert, doch es kommt keine Reaktion seinerseits.

Nun meine Frage:
Muss er sich als "Noch-Eigentümer" an den Reparaturen zu 50 %beteiligen, was logisch klingen würde oder kann er sich aus dieser Angelegenheit herausziehen?
Wenn er sich beteiligen muss, können diese Rechnungen auf beider Namen ausgestellt werden?
Eine Rechnung auf meinen Namen lautend würde er nicht bezahlen.

Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüße
E. Kaufmann
02.11.2005 | 12:43

Antwort

von


298 Bewertungen
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unabhängig von Ihrem Scheidungsverfahren und einer evt. familienrechtlichen Regelung, wäre der Ex-Mann als Miteigentümer in Höhe seines Miteigentumsanteiels an den Kosten der Instandhaltungsmaßnahmen zu beteiligen. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass Sie eine sog. Miteigentümergemeinschaft bilden. Allerdings gilt diese Ausgleichspflicht nur im Innenverhältnis unter den Miteigentümern. Sollten Sie allein eine Firma beauftragt haben, haften Sie gegenüber der Firma auch allein für die Kosten der Arbeiten. Sie könnten dann jedoch im Innenverhältnis zum Ex-Mann die anteiligen Kosten geltend machen.

Die Ausstellung der Rechnungne auf beide Namen kommt nur in Betracht, wenn beide Parteien die Arbeiten auch in Auftrag gegeben haben.

Familienrechtlich wäre aber noch zu regeln, wer die Lasten des Hauses in Zukunft tragen soll. Dabei geht man nach derzeitiger Rechtsprechung davon aus, dass derjenige, welcher das Haus im Fall einer Trennung/Scheidung übernimmt, auch für die Lasten allein aufzukommen hat. Dies setzt aber voraus, dass dieser Ex-Ehepartner Alleineigentümer der Grundstücks ist. In Ihrem Fall, besteht jedoch gemeinschaftliches Eigentum, so dass Ihr Ex-Mann bis zu einer entgültigen Aufteilung des Vermögens zumindest im Innenverhältnis haftet.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt

www.net-rechtsanwalt.de
www.net-scheidung.de
www.online-einspruch.de




Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2005 | 13:29

Sehr geehrter Herr Kah,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Mein Problem bei dieser Sache ist jedoch, dass mein geschiedener Mann auf diese Reparaturaufträge/Rechnungen nicht reagiert.
Wenn ich ihm diese vorlege wird er nicht freiwillig die Hälfte bezahlen, kommt dann also seiner Ausgleichspflicht nicht nach.
Wie kann ich diese Kosten geltend machen?

Vielen Dank noch einmal

E. Kaufmann

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2005 | 13:56

Falls eine freiwillige Beteiligung nicht erfolgt, bleibt Ihnen leider nur der Weg der gerichtlichen Geltendmachung. Hierbei gibt es z.B. die Möglichkeiten der Beantragung eines Mahnbescheides oder der Erhebung einer Klage beim zuständigen Amtsgericht. Sie sollten aber zuvor einen Anwalt vor Ort konsultieren.

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ANTWORT VON

Naumburg

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Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Miet und Pachtrecht