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Rentner und Selbstständigkeit beendigung


09.01.2017 19:07 |
Preis: 60,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Beitragsberechnung freiwillig gesetzlich versichert


Ich bin als Rentner pflichtversichert bei der TKK. Die Rentenbeiträge aus der Altersrente führt die Rentenversicherung direkt ab.

Daneben war ich bis 31.12.2016 selbstständig tätig und habe für dieses
Arbeitseinkommen Krankenversicherungsbeiträge nach dem Steuerbescheid bezahlt.

Ab 1.1.2017 habe ich meine Tätigkeit beendet und mich beim Finanzamt abgemeldet.

Auch der TKK habe ich das so mitgeteilt. Ich befürchte nun, dass sich die Krankenkasse auf den Standpunkt stellt, nur der letzte Einkommensteuerbescheid gilt und ich auch für 2017 bis zum Erlass des
Steuerbescheides 2017 , im Frühjahr 2018 , noch Krankenkassenbeiträge bezahlen muss, obwohl meine Selbstständigkeit beendet ist.

Kann ich das Ende meiner Tätigkeit noch zusätzlich der Krankenkasse beweisen. Muss die Krankenkasse andere Beweise akzeptieren?
09.01.2017 | 19:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern Sie unter Einhaltung der Kündigungsfrist rechtzeitig die Krankenkasse für die nebenberufliche Selbstständigkeit die Kündigung ausgesprochen haben, brauchen Sie keine weiteren Beiträge hierfür entrichten.

Anhand des bereits vorliegenden Steuerbescheids 2016 hat die Krankenkasse die von Ihnen zu zahlenden Beiträge berechnet. Sofern Sie nicht "Berufsanfänger, Existenzgründer" waren oder die Krankenkasse die Beitragsberechnung unter Vorbehalt gestellt hat, genügt der Steuerbescheid für 2016 und es muss der Steuerbescheid 2017 nicht vorgelegt werden.

In der Regel genügt der Krankenkasse einfach Ihre Mitteilung über die Aufgabe der Selbstständigkeit, ggf. muss ein Nachweis erbracht sein, dass Sie anderweitig krankenversichert sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Monika Gansel

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2017 | 20:11

Herzlichen Dank für die rasche Antwort.
Ich glaube, Sie haben aber etwas mißverstanden.

Wie ich bereits ausgeführt habe, bin ich als Rentner bei der Techniker
Krankenkasse pflichtversichert.

Ich möchte die Krankenkasse nicht kündigen und bei der TKK bleiben.

Nur die zusätzliche selbstständige Tätigkeit habe ich zum 31.12.2016 aufgegeben.

Für diese zusätzliche Einnahmen aus Arbeit habe ich bisher zusätzlich
Krankenversicherung bezahlt. Ab 2017 habe ich kein Einkommen aus
Arbeitseinkommen mehr und möchte daher keine Krankenversicherung bezahlen.

Ich hoffe, auch unter diesen Umständen - keine Kündigung der Krankenversicherung - gilt Ihre Auskunft, dass die Abmeldung genügt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2017 | 20:51

Sehr geehrter Fragesteller,

da habe ich Sie in der Tat falsch verstanden. Tut mir leid.

In Ihrem Fall (Krankenversicherung für Rentner) müssen Sie für die nebenberufliche Selbständigkeit die Krankenkasse lediglich über die Aufgabe dieser informieren und mitteilen, dass Sie aus der nebenberuflichen Selbständigkeit keine Einkünfte ab dem 01.01.2017 erzielen werden.
Jede Krankenkasse hat unterschiedliche Anforderungen an den Nachweis der Aufgabe der Selbständigkeit. So genügt in der Regel als Nachweis z.B. die Gewerbeabmeldung oder ähnliches. Konkretes sollten Sie direkt bei der Krankenkasse erfragen.
Sobald Sie die Änderung Ihrer Krankenkasse gegenüber mitgeteilt haben, wird diese das umgehend bei der Beitragsbemessung berücksichtigen und Beiträge werden dann nicht mehr fällig.
Da Sie bereits als Rentner krankenversichert sind, benötigen Sie auch keinen Nachweis einer Anschlussversicherung.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage nun verständlich beantworten.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

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