Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.770
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rente wegen voller Erwerbsminderung


| 23.11.2008 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Ich bin 49 Jahre alt und beziehe seit ca. 7 Jahren, aufgrund einer chronischen psychischen Krankeit, Rente wegen voller Erwerbsminderung. Die Rente ist befristet und wurde schon zwei Mal verlängert.
Ich habe jetzt angefangen in Vollzeit in einer anerkannten Behindertenwerkstatt zu arbeiten. Dort bekomme ich keinen Lohn, es werden aber Beiträge zur Rentenversicherung abgeführt.
Frage:
Wie groß ist die Gefahr, dass der nächste Antrag auf Rentenfortzahlung mit der Begründung ich sei in der Lage mehr als drei Stunden täglich zu arbeiten, abgelehnt wird?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Wenn Sie wegen Ihrer Erkrankung weiterhin nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, wird Ihrem Antrag auf Fortzahlung Ihrer Rente unabhängig von Ihrer Tätigkeit in der Behindertenwerkstatt stattgegeben werden. Wenn Sie allerdings imstande wären, die Tätigkeit, der Sie in der Behindertenwerkstatt nachgehen, auch in einem Beschäftigungsverhältnis des allgemeinen Arbeitsmarkts auszuüben, und Ihre Arbeitskraft insoweit wirtschaftlich verwerten könnten, sähe es anders aus. Ob Sie für Ihre Tätigkeit in der Behindertenwerkstatt ein Einkommen beziehen oder nicht, ist unerheblich.

Sie müssen dem Leistungsträger, von dem Sie die Rente beziehen, mitteilen, dass Sie die Tätigkeit in der Behindertenwerkstatt aufgenommen haben. Es bleibt dann abzuwarten, ob die Behörde eine Überprüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit in die Wege leitet oder ob die bisherigen Begutachtungen weiterhin Bestand haben werden. Je nach dem Ergebnis einer neuen Begutachtung betreffend Ihre Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wird die Behörde Ihnen die Rente wegen voller Erwerbsminderung weiterhin bewilligen oder aber verweigern. Dabei hat Ihre Tätigkeit in der Behindertenwerkstatt jedoch nur eine gewisse Indizfunktion, dass es um Ihre Erwerbsfähigkeit aktuell besser bestellt sein könnte, als dies bisher der Fall war, und deswegen eine neue eingehende Begutachtung angebracht sei. Mehr gibt Ihre Tätigkeit aber auch nicht her.

Eine genauere "Gefahrenprognose" kann ich Ihnen leider nicht liefern. Die Behörde wird die Fortzahlung oder Verweigerung der Rente wegen voller Erwerbsminderung nicht von Ihrer Tätigkeit in der Behindertenwerkstatt abhängig machen, eben weil diese Tätigkeit nichts darüber sagt, ob Sie auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein könnten. Sie müssen aber wie gesagt damit rechnen, dass eine Überprüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit veranlasst wird, deren Ergebnis, wie bei jeder solchen Überprüfung, zunächst offen ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen wenigstens etwas weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2008 | 19:31

Mir wurde gesagt, dass ich durch die Arbeit in der Behindertenwerkstatt meine spätere Rente erhöhen kann.
Ich bekomme aber schon eine Erwerbsunfähigkeitsrente in Höhe von 927 Euro monatlich netto. Ich denke, dass die Rente so berechnet wurde, als würde ich bis zum gesetzlichen Rentenalter in Arbeit stehen.
Um wie viel könnte die Rente steigen, wenn ich jetzt im Alter von 49 Jahren noch ca.10 - 15 Jahr arbeiten würde und dabei einen
Pseudobruttolohn in Höhe von ca. 2500 Euro bekomme?
Würden sie an meiner Stelle die Arbeit aus gesundheitlichen
Gründen aufgeben um die Erwerbsunfähigkeitsrente nicht zu gefährden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2008 | 16:40

Sehr geehrter Fragesteller,

zur voraussichtlichen Höhe Ihrer Altersrente kann ich aus der Ferne leider nichts sagen. Sie sollten sich diesbezüglich an einen Versicherungsältesten Ihres Rentenversicherungsträgers wenden und bei ihm vorsprechen. Rufen Sie hierfür einfach bei Ihrem Rentenversicherungsträger an und fragen nach einem Versicherungsältesten in Ihrer Nähe. Die Beratung durch den Versicherungsältesten kostet Sie nichts.

Zu Ihrer zweiten Nachfrage: Sie müssen Ihrem Versicherungsträger auch mitteilen, dass Sie überhaupt eine Arbeit aufgenommen haben, selbst wenn Sie diese wieder aufgeben sollten. Wie ich oben dargestellt habe, kann dies bereits Anlass dafür geben, dass Ihre Erwerbsunfähigkeit auf den Prüfstand gestellt wird. Es brächte Ihnen daher nichts, wenn Sie Ihre Arbeit, nachdem Sie sie einmal aufgenommen haben, wieder aufgäben. Wenn Ihnen die Arbeit gefällt und gut tut, möchte ich Ihnen daher nicht dazu raten, die Arbeit aufzugeben.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 01.12.2008 | 19:24


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?