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Reinhaltung gemeinschaftlich genutzter Räume in einer 4er WG


27.12.2013 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Beim Auszug eines Mieters der o.g. 4er WG fiel bei der Abnahme des Zimmers und der gemeinschaftlich genutzten Räume ein hohes Mass an Unreinlichkeit auf, was man sogar als "versifft" bezeichnen konnte; im Bad besteht Schimmelbefall .... welche Möglichkeiten gibt es für mich als Vermieter sicher zu stellen, dass mit dem Wohnobjekt sorgsam umgegangen wird?

- derzeit stehen Kübel in der Badewanne
- Deckenleuchten wurden abmontiert ohne Zustimmung / neue Lampen installiert und die Zuleitung gedehnt
- Ablageplatte im Kühlschrank ist kaputt
- die Diehle ist kaum begehbar aufgrund von Schuhschränken etc

Es ist mir natürlich klar, dass es keine allg. gültigen Reinlichkeitsstandards gibt, allerdings besteht für mich die Frage wie tief Abstriche gemacht werden müssen?

mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,



manchmal ist es wirklich soch verwunderlich, wie Mieter eine Wohnung/Räume regelrecht verkommen lassen.


Zunächst einmal muss der ausgezogene Mieter die Wohnung ordnungsgemäß in dem vereinbarten Zustand zurückgeben.

Welches dieser ist, richtet sich zunächst nach der wirksamen Vereinbarung im Mietvertrag. Fehlt es an eine Vereinbarung, ist die "lediglich" zurückzugeben, wobei der Zustand dann erst einmal egal ist. Nur wenn Beschädigungen vorhanden sind, die über den normalen Mietgebrauch hinausgehen, und der Mieter diese nicht innerhalb angemessener Frist beseitigt, hätten Sie als Vermieterin Ersatzansprüche.


In Ihrem Fall wäre dieses die kaputte Abdeckplatte und der Schimmelbefall (soweit nicht bauseits bedingt), was sicherlich nicht mehr hinnehmbar ist.

Insoweit könnten Sie sogar in der Mietzeit die Beseitigung der Beschädigungen verlangen.


Wähend der Zeit des Mietgebrauches ist es aber dem Mieter nicht untersagt, die Wohnung zum vertraglich vereinbarten Zweck zu nutzen, so dass dazu auch das

Abhängen der Lampen
Stellen der Kübel in der Badewanne (sofern Beschädigungen nicht eintreten)
Stellen von Möbeln im Wohnungsflur

den Mietern erlaubt wäre. Nur bei Versperren von Fluchtwegen könnten Sie dann als Vermieterin die Unterlassung rechtlich durchsetzen, da dann behördliche Auflagen verletzt werden würden.

E-Zuleitungen dehnen ist dann untersagt, wenn dadurch die Gefahr der Kabeldehnung und damit dann die Gefahr eines Kurzschlusses mit Brand besteht. Auch das ist den Mietern unteragt.

Die Mieter haben eine allgemeine Obhutspflicht, die spätestens dann verletzt ist, wenn eben Brandgefahr, Verstoß behördlicher Verbote oder Beschädigungen an Objekt selbst eintreten.

Aber ansonsten haben Sie keinen Anspruch auf eine bestimmte Mindestanstandsregel, so erschreckend dieses für Sie als Eigentümerin auch sein mag.

Der Mieter hat zu beachten, dass er keinen Eingriff in die konstruktive Substanz des Gebäudes macht, der zu Schäden führen kann - und das ist offenbar noch nicht überschritten.


Versuchen Sie das Gespräch mit dem Mietern zu suchen; mehr können Sie aber kaum tun. Fordern können Sie derzeit (lediglich) die Unterlassung von Verstößen gegen den Brandschutz( vollstellen und Kabeldehnung), die Entfernung des Schimmels, da das eben die Gefahr der Beschädigung der räumlichen Substanz nach sich ziehen wird und die Ausbesserung/Erneuerung der beschädigten Abdeckung (wenn mitvermietet).




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/
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