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Regelung vorgezogenes Erbe


| 10.12.2009 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Folgender Sachverhalt:
Ich wohne mit meinem Mann im Haus meiner Mutter (sie hat dieses von ihrer Mutter vor einiger Zeit geschenkt bekommen). Die Mutter meiner Mutter (also meine Oma) wohnt auch noch hier und hat lebenslanges Wohnrecht im GB eingetragen. Wenn Oma nicht mehr lebt, möchten wir das Haus für uns umbauen. Mein Mann und ich möchten aber jetzt schon Eigentümer des Hauses werden, um Planungssicherheit zu haben. Ca. Verkehrswert 270.000 EUR. Diese Summe können wir aber nicht aufbringen.
Meine Idee ist es nun, ihr 170.000 zu zahlen und die erlassenen 100.000 im späteren Erbe zu berücksichtigen. Ich habe noch einen Bruder, der nicht benachteiligt werden soll. Er hat kein Interesse an dem Haus und wäre auch wirtschaftlich nicht in der Lage, es zu übernehmen. Ich würde im Erbfall natürlich auf einen Teil des Erbes verzichten. Nun liegen aber zwischen heute und dem Erbfall ca. 30 Jahre.
Aktuelles Vermögen meiner Mutter:
Lastenfreies Haus, wo wir wohnen ca. 270.000
Lastenfreies Haus, wo sie wohnt ca. 260.000
Barvermögen: 10.000

1. wie können die ca. 30 Jahre Zeitdifferenz berücksichtigt werden?
2. welche Verzichtssumme halten Sie für angemessen?
3. was passiert, wenn das ganze Vermögen aufgebraucht ist (Pflegefall meiner Mutter o.ä.) Dann steht evtl. kein Erbe mehr zu Verfügung von dem ich verzichten kann. Wie kann ich mich mit meinem Bruder einigen?
4.was sind die Vorteile für meine Mutter, das ganze schon heute abzuwickeln?

Vielen Dank für Ihre kurzfristige Antwort.

-- Einsatz geändert am 10.12.2009 13:02:16

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Sehr geehrte Fragestellerin,

das Problem bei einer erbrechtlichen Regelung besteht darin, dass Sie zwar anhand der Sterbetafeln eine Einschätzung der Zeitdauer vornehmen können, dass aber ein Erbfall auch immer überraschend auftreten kann. Eine Vorausberechnung für 30 Jahre macht daher wenig Sinn.

Ich könnte mir folgende Lösung vorstellen:
Sie vereinbaren mit Ihrer Mutter eine gemischte Schenkung, indem Sie das Haus zu einem Betrag von 170.000 (oder einem anderen Betrag, das ist Verhandlungssache) kaufen. Die Differenz zwischen jetzigem Wert und dem Kaufpreis stellt dann eine Schenkung dar. Es kann bei dieser Schenkung im Notarvertrag angeordnet werden, dass diese Schenkung bei einem späteren Erbe auf Ihren Erbteil anzurechnen ist.
Die Zeitdauer wird dadurch berücksichtigt, dass der jetzige Wert der Schenkung später anhand des Verbraucherpreisindex' hochgerechnet wird auf den Zeitpunkt des Erbfalls. So haben Sie die Inflation automatisch berücksichtigt, ohne jetzt eine Prognose über den Zeitpunkt des Sterbefalles und die Wertentwicklung vornehmen zu müssen.

Wenn das Vermögen aufgebraucht sein sollte bis zum Zeitpunkt des Erbfalls, dann können Sie - wenn Sie fair zu Ihrem Bruder sein möchten - eine Ausgleichsregelung vereinbaren, z.B. indem Sie ihm dann die Hälfte des geschenkten Betrages zzgl. Zinsen erstatten.

Der Vorteil Ihrer Mutter könnte darin bestehen, dass sie das Geld bereits jetzt zur Verfügung hat und dass sie die Verpflichtungen eines Hauseigentümers nicht mehr tragen muss.

Bei der Berechnung des aktuellen Wertes des Hauses sollten Sie darauf achten, dass das Wohnrecht Ihrer Großmutter angemessen berücksichtigt wird. Es gibt auch dazu einen Berechnungsmodus' in Abhängigkeit einer fiktiv erzielbaren Miete und der mutmaßlichen Lebenserwartung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 16.12.2009 | 13:19


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