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Rechtssicherheit einer Abtretung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch


| 26.09.2017 22:02 |
Preis: 48,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von



Ich habe eine Eigentumswohnung gekauft. Der Grundbuchstand zum Zeitpunkt des Kaufvertrages war der, dass der Verkäufer noch nicht als Eigentümer eingetragen war, sondern nur eine Auflassungsvormerkung in Abt. 2 zu seinen Gunsten eingetragen ist. Grund dafür war, dass die Grunderwerbsteuer aus dem Ankauf der Immobilie vom Verkäufer noch nicht gezahlt wurde. Also Eigentümer ist Vorbesitzer, Verkäufer hat Auflassungsvormerkung zu seinen Gunsten eingetragen. Die Grunderwerbsteuer wurde nun gezahlt und die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes liegt vor. Der Notar wird jetzt den Ankaufvertrag der Immobilie abwickeln, damit der Verkauf an mich erfolgen kann. Weitere Hemmnisse liegen nicht vor.
Zur Absicherung meiner Person durch die Zeitverzögerung wegen der vorherigen Abwicklung des Ankaufs der Immobile, hat der Verkäufer im Kaufvertrag seine Auflassungsvormerkung an mich abgetreten. Diese Abtretung wurde wie folgt im Grundbuch eingetragen: zweite Abteilung, lfd Nr. analog der Auflassungsvormerkung, "Die durch die Vormerkung gesicherten Ansprüche sind abgetreten an ...". Es ist vereinbart und beantragt, dass die Abtretung Zug um Zug gegen Eintragung der realen Auflassung zu meinen Gunsten gelöscht wird.
Nun meine Frage: Habe ich durch die Abtretung den gleichen Rechtsschutz/die gleiche Sicherheit, als wenn die Auflassung auf meinen Namen eingetragen wäre ? Kann jetzt noch jemand in dieses Grundbuch aus Ansprüchen gegenüber dem (noch eingetragenen) Voreigentümer oder gegen den Verkäufer pfänden? Wenn ja, habe ich dann einen Löschungsanspruch? Kann nach dieser Abtretung noch etwas passieren, was mir die Verschaffung des Eigentums an der Immobilie vereitelt ?
27.09.2017 | 08:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn - wie Sie schreiben - die Abtretung zwischenzeitlich ins Grundbuch eingetragen ist, sind Sie so abgesichert, als wenn gleich die Auflassungsvormerkung auf Ihren Namen eingetragen worden wäre.

Eventuelle Zwischeneintragungen, die bis zur Eigentumsumschreibung erfolgen, wären relativ unwirksam, so dass Sie einen Löschungsanspruch hätten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2017 | 11:09

Sehr geehrte Frau Holzapfel,
vielen Dank für die klare und schnelle Antwort. Eine Rückfrage hätte ich aber dennoch: Das heißt im Klartext, dass (ausgenommen Vertragsanfechtung wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens des Verkäufers vor Kaufpreiszahlung) kein Tatbestand, der nicht von mir zu verantworten ist, eintreten kann, der die lastenfreie Eigentumsumschreibung auf mich verhindert ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.09.2017 | 11:20

Sehr geehrter Fragesteller,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Auflassungsvormerkung schützt Sie vor Zwischeneintragungen, die Ihren Anspruch auf Eigentumswechsel gefährden könnten. Wenn der Verkäufer also noch eine anderweitige Verfügung über die Wohnung trifft, eine Belastung der Wohnung vornimmt oder nach Eintragung der Abtretung der Auflassungsvormerkung ein Gläubiger eine Zwangshypothek beantragt, sind diese Eintragungen im Verhältnis zu Ihnen unwirksam und Sie können die Löschung verlangen.

Selbst vor der Insolvenz schützt Sie die Auflassungsvormerkung über § 106 InsO, soweit es um den Eigentumsverschaffungsanspruch geht.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 02.10.2017 | 21:33


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