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Rechtsform und Umsatzsteuer bei Onlinewerbung


| 30.12.2013 07:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Zusammenfassung: Auch bei Vorsteuer muss aus Provision Umsatzsteuer abgeführt werden. Steuerpflicht entsteht nicht erst durch erfolgte Gewerbeanmeldung.


Hallo,

Ich habe folgendes Problem. Ich bin Beamter und kaufe Dienstleistungpakete einer Werbefirma für Onlinewerbung. Diese Firma kauft Werbeflächen im Internet und platziert gleichzeitig dort Werbung für ihre Kunden. Nun benötigt man dafür keine eigene Webseite, sondern diese Werbeflächen werden mit dem eingesetzten Geld gekauft. Nach einer bestimmten Zeit, wenn diese Werbekampagnen auslaufen, werden Provisionen an die Käufer der Diensleistungspakete zurückgezahlt.
Da es sich bei dem Anbieter um ein Unternehmen handelt, wird auch die Mehrwertsteuer ausgewiesen. Ich habe die letzten Pakete als Privatperson gekauft, musste also die MwSt bezahlen und muss den Gewinn später noch mit meinem pesönlichen Steuersatz versteuern. Das ist immer sehr viel Geld.
Meine Frage ist, kann ich nebenberuflich als Einzelunternehmer ( Gewerbeschein beim Ordnungsamt holen) mit Umsatzsteuerausweisung fungieren und so in den Genuss des Vorsteuerabzuges kommen. Ich kaufe und verkaufe ja nichts, sondern kaufe nur Diensleistungspakete im Onlinebereich und erhalte dafür nach einer bestimmten Zeit Provisionen. Geht das beim Finanzamt gerade wegen der Umsatzsteuer so durch?

Mit freundlichem Gruss

Einsatz editiert am 30.12.2013 11:46:27
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Für die Steuerpflicht der Umsätze nach dem Umsatzsteuergesetzt müssen Sie u.a. Unternehmer sein. Dies wird in § 2 Abs. 1 UStG definiert. Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder berufliche Tätigkeit des Unternehmers. Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird.

Nach vorläufiger Prüfung erfüllen Sie diese Kriterien.

Ist dies der Fall, dann haben Sie grundsätzlich die Provision, die Sie der Firma in Rechnung stellen müssen, der Umsatzsteuer zu unterwerfen. Dies hätte zur Folge, dass Sie zwar Vorsteuer geltend machen könnten, aus Ihrer Provision allerdings Umsatzsteuer abführen müssten.

Es ist auch wohl möglich, dass Sie Umsatzsteuer schon jetzt hätten abführen müssen. Sicherlich entsteht die Steuerpflicht nicht erst durch erfolgte Gewerbeanmeldung.

Im Prinzip ist es also möglich, was Sie vorhaben, es kommt aber -leider wie immer- auf den Einzelfall.

Um eine abschließende Prüfung vorzunehmen, müsste man hier die Verträge mit der Agentur und die Rechnungen prüfen.

Ich weise vorsorglich darauf hin, dass in der Regel Sie einer Genehmigung vom Dienstherr für die gewerbliche Tätigkeit benötigen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Tauentzienstr. 7a
10789 Berlin

info@kanzlei-grueneberg.de
Tel.: 030 577 057 75
Fax.: 030 577 057 759
Bewertung des Fragestellers 01.01.2014 | 01:24


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