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Rechtsanwaltsvergütung


| 19.12.2013 09:46 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Es geht hier um eine Mandatserteilung und Rechtsanwaltvergütung aus dem Jahre 1997.

die Umstände aus meiner Sicht:
Ich kann mich an die Mandatserteilung nicht erinnern.
Ich weiss nicht in welchem Fall der Anwalt mich vertreten sollte.
Es sind nie Rechnungen oder Mahnungen an mich gestellt worden.

Der RA schreibt mir folgendes:

...bis zum heutigen Tag haben Sie die Kosten aus Ihrer Mandatserteilung nicht beglichen. Die Forderungsaufstellung, inklusive angefallene Zinsen, füge ich meinem Schreiben bei.
Mit Fristsetzung auf 20.12 Gesamtbetrag (831,17 €, 240 € RA Vergütung , Rest Zinsen. Sollte die Zahlung nicht erfolgen wird das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet......

Ich habe nun von der Einrede der Verjährung gebrauch gemacht.

Der RA antwortet:
Die Verjährung trift hier nicht zu, da die Ansprüche rechtskräftig festgestellt sind. Hier gelten 30 Jahre verjährungsfrist. Er werde nun den Gerichtsvollzieher einschalten.

Meine Fragen nun:
-Kann ein Titel ohne meine Kenntnis erwirkt werden? Ich war immer Zahlungsfähig und hatte einen festen Wohnsitz.(keine private Insolvenz oder ähnliches) Warum wurde hier 16 Jahre gewartet?
-Da ich nicht weiss ob und für was ich eine Mandatserteilung erteilt haben soll, hätte ich gerne einen Nachweis darüber. Kann ich dies verlangen.
-Wie soll ich weiter Vorgehen?
Sehr geehrter Fragesteller,

ein Titel kann, ohne Ihnen die Möglichkeit einer Verteidigung dagegen einzuräumen, nicht erwirkt werden. Ausnahme ist die Rechnung eines Notars, der seine eigenen Rechnungen für vollstreckbar erklären kann. Dies scheint aber nach Ihrer Schilderung nicht der Fall zu sein.

In jedem Falle müsste Ihnen der Titel jedoch zugestellt worden sein, um ggf. Rechtsmittel dagegen einlegen zu können; § 750 ZPO.

Hinsichtlich der vorgeblichen Mandatierung rate ich Ihnen zu folgendem Vorgehen:

Zunächst sollten Sie sich nochmals die Mahnung des Kollegen ansehen. IdR wird im Betreff ein Mandatsverhältnis angegeben (Müller ./. Meier oder Schulze (Strafsache)). Vielleicht hilft Ihnen diese bereits sich zu erinnern.

Sollte dies nicht der Fall sein, teilen Sie dem Kollegen mit, dass Ihnen kein entsprechender Titel zugestellt worden ist und bitten um (ggf. erneute) Zustellung. Ob ein Titel wirklich vorliegt, erscheint aber zumindest fraglich.

Insgesamt ist der Vortrag des Kollegen nämlich widersprüchlich. Entweder es liegt ein Titel vor, dann kann vollstreckt werden. Der Kollege hat jedoch die Einleitung eines Mahnverfahrens angekündigt, welches erst zu einem Titel führt.

Sie sollten daher in dem Schreiben an den Kollegen, indem Sie ihn auffordern den Titel vorzulegen, gleichzeitig darum bitten den Streitgegenstand des Mandatsverhältnisses zu erläutern. Anspruch auf den Nachweis der behaupteten Mandatierung haben Sie nicht. Dies müsste der Kollege erst in einem gerichtlichen Verfahren nachweisen. Ob es dazu kommt, liegt in der Hand des Rechtsanwalts.

Um die Unsicherheit der Durchsetzung etwaiger Forderungen durch den Kollegen zu beenden,könnten Sie auch eine Feststellungsklage gegen den Kollegen erheben mit dem Ziel gerichtlich feststellen zu lassen, dass keine Ansprüche des Kollegen gegen Sie bestehen. Dazu sollten Sie jedoch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl beauftragen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Bewertung des Fragestellers 19.12.2013 | 11:53


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