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Rechtsanwaltskosten in einem Nachbarschaftskonflikt


| 05.12.2016 14:41 |
Preis: 48,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

In einem Nachbarschaftskonflikt möchte ich Ihren Rat erfragen

Ich besitze in Heidelberg ein Waldgrundstück.
Von diesem Grundstück fiel ein abgebrochener sehr dicker Ast auf den Zaun sehr maroden Zaun eines Nachbars.Eine Rechtsanwaltsbüro meldete sich mit einem Schreiben vom 01.08.2016 bezüglich Beseitugung, Unterlassung und Schadensersatz.

Unter anderem wurde gefordert

a) zur Wiederherstelleung des Zauns ein Betrag von ungrad 3,310,58 Euro zu überweisen
b) die Erstattung der Anwaltsgebühren für die Gegenseite in Höhe von 600,71 Euro "gutzubringen".

Der Betrag von a) wurde überwiesen
Die Anwaltsgebühren b) sind nach meinem Rechtsempfinden Privatvergnügen der Gegenseite, zumal die Gegenseite keinen erkennbaren Versuch unternahm, sich direkt mit mir ins Benehmen zu setzen.

Bitte teilen Sie mir die geltende Rechtslage für diesen an sich trivialen Sachverhalt mit.


Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Ratsuchende,

die Sache ist leider keineswegs so eindeutig, wie es erscheint:

Während eine Vielzahl von Urteilen die Kostenerstattungspflicht unter dem Gesichtspunkt der unerlaubten Handlung bejahen, wird vermehrt in anderen Urteilen darauf hingewiesen, dass ein Verzug vorliegen muss.

Dieser letzten Auffassung ist der Vorzug zu geben:

Denn bei solchen Nachbarschaftsstreitigkeiten ist immer der Rechtsgedanke des nachbarschaftlichen Miteinander zu berücksichtigen, der schon nachbarliche Rechte und Pflichten erfordert.

Und dazu gehört auch, zunächst selbst den Nachbarn anzusprechen.

Ähnliches ist auch im Rechtsgedanken des § 910 BGB zu entnehmen. Geld kann erst nach Ablauf einer bestimmten Frist verlangt werden.

Daher sollte man die Ansprüche zurückweisen.

Etwas anderes gilt aber dann, wenn Sie zuvor schon zur Beseitigung des Astes aufgefordert worden sind. Auch wenn Ihnen die Gefahr des Herabstürzten bekannt gewesen ist, wird man dann eine Zahlungspflicht annehmen können.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle
Bewertung des Fragestellers 17.12.2016 | 15:46


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