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Rechtsanwaltsforderung aufgrund falscher Überweisung rechtmäßig.


09.09.2017 16:57 |
Preis: 30,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25.07.2017 wurde auf das Konto unserer 5-jährigen Tochter fälschlicherweise von einer Firma 2200 Euro
(Gehalt eines Angestellten) überwiesen, was wir nicht bemerkt haben, da das Konto selten kontrolliert wird.

Die Nachricht unserer Bank vom 10.08.2017 mit der Bitte die Rücküberweisung bis zum 21.08.17 zu veranlassen erreichte uns nicht rechtzeitig, da wir nachweislich 3,5 Wochen ihm Sommerurlaub waren.

Da wir nicht reagierten teilte unsere Bank dies der Firma mit, welche hierauf einen Rechtsanwalt beauftragte. Dieser teilte uns mit Schreiben vom 28.08.2017 seine Vertretung mit und forderte bis spätestens 04.09.2017 die Überweisung der 2200 Euro sowie die entstandenen Rechtsverfolgungskosten in Höhe von 281,30 Euro.
Was er so begründete: Ihr Verpflichtung zur Kostenübernahme ergibt sich unter Verzugsgesichtspunkten aus §§ 280 Abs. 2, 286 BGB.

Bei Nichtbezahlung würden die Ansprüche gerichtlich geltend gemach.
Dieses Anwaltschreiben wie das Schreiben der Bank erhielten wir erst nach unserem Urlaub am 07.09.17 zur Kenntnis.
Das wir das Geld unverzüglich zurück überweisen ist klar, uns würde interessieren, ob die Firma einen Anspruch auf die Erstattung der Rechtsanwaltskosten hat.
11.09.2017 | 01:19

Antwort

von


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Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sie sind zur Zahlung der gegnerischen Anwaltskosten dann verpflichtet, wenn Sie sich zur Zeit der Beauftragung mit der Rückzahlung in Verzug befunden haben.

Gemäß § 286 Abs. 4 BGB tritt dieser Verzug nicht ein, "solange die Leistung infolge eines Umstands unterbleibt, den der Schuldner nicht zu vertreten hat."

Wenn Sie nachweislich von der Überweisung und damit auch von der Rückzahlungspflicht erst durch das gegnerische Anwaltsschreiben erfahren haben, liegt dieser Verzug noch nicht vor, so dass Sie diese Kosten nicht schulden.

Insoweit sollten Sie umgehend die 2.200.- € zurückzahlen und im übrigen die Zahlung verweigern.

Sollte die Gegenseite die Anwaltskosten einklagen, müsste sie sämtliche Verzugsvoraussetzungen und -umstände darlegen und beweisen.


Mit freundlichen Grüßen


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