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Rechtliche Lage bei wiederholtem Ladendiebstahl


| 25.11.2014 19:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung: Wird ein Strafverfahren eingestellt, so taucht es in aller Regel nicht im Bundeszentralregister oder in einem Führungszeugnis auf.


Guten Abend!


Ich bin am 02. Oktober in einem Lebensmittelladen bei einem Ladendiebstahl gefilmt worden (der Wert des Diebesguts beläuft sich auf ca. 100€). Am 21. November wurde ich in dem selben Laden auf frischer Tat ertappt (Ware im Wert von ca. 50€ im Einkaufskorb). Ich habe auch zugegeben, dass es sich auf dem Video von Anfang Oktober um mich handelt.
Es wurde mein Personalausweis kopiert und ich durfte gehen.

Ich habe folgende Fragen:

Ich bin heute zur Polizei gegangen, um zu Protokoll zu geben, dass ich aus Zwang stehle und mich bereits (nach dem Ertappen) in Therapie begeben habe. Diesen Zwang verspüre ich schon seit ein paar Monaten (habe somit angegeben, schon in mehreren Läden geklaut zu haben), aber ich konnte glaubwürdig vermitteln, dass ich diesen Zwang besiegen werde.

Allerdings habe ich nicht zu Protokoll gegeben, dass ich vor 4 Jahren bereits einmal beim Klauen erwischt wurde (zum damaligen Zeitpunkt war es eine einmalige Handlung von geringem Wert, ca. 15€). Das Verfahren wurde eingestellt.


1.) Hat der Diebstahl von vor 4 Jahren Auswirkungen auf das aktuelle Verfahren bzw. erfährt der Staatsanwalt von dem Vorfall, obwohl er eingestellt wurde ?

2.) Ich habe ein abgeschlossenes Lehramtsstudium und warte auf einen Referendariatsplatz, wofür ich ein Führungszeugnis brauche. Stehen diese Vorfälle da drin?

Ich danke Ihnen für ihre Antwort.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Fragen aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

zu 1.:
Zunächst kommt es darauf an aus welchem Grund das Verfahren damals eingestellt wurde. War es eingestellt worden, weil die Tat nicht beweisbar war oder Strafverfolgungshindernisse bestanden, und somit keine Verurteilungswahrscheinlichkeit vorlag, wird es mit Sicherheit keine Auswirkungen haben (dies ist hier durchaus möglich, da es bei einem Wert des Diebesguts von einem derart geringen Betrages eines Strafantrags bedarf).

Wurde das Verfahren hingegen nur wegen einer geringen Schuld (§ 153 StPO) oder gar gegen Auflage (§ 153 a StPO) eingestellt, kann es noch Auswirkungen haben, wenn es noch im Zentralen länderübergreifenden Verfahrensregister der Staatsanwaltschaften ist, da Sie dann, zumindest für die Staatsanwaltschaft, nicht mehr als Ersttäterin gelten.

Im Allgemeinen werden die Eintragungen hierin bei einer endgültigen Einstellung drei Jahre danach gelöscht, dies ist allerdings keine allgemeingültige Frist, sondern lediglich ein Richtwert, letztlich kommt es von Fall zu Fall und von Staatsanwaltschaft zu Staatsanwaltschaft drauf an. Ob in Ihrem Fall eine Löschung der Eintragung bereits erfolgte, kann daher nicht abschließend gesagt werden.


zu 2.:
Nein, derzeit stehen die Vorfälle sehr wahrscheinlich noch nicht in einem Führungszeugnis.

Der erste Fall wurde durch eine Einstellung abgeschlossen. Diese wurde weder in das Bundeszentralregister (BZR) noch in ein Führungszeugnis aufgenommen (etwas anderes gilt nach § 11 BZRG nur, wenn die Einstellung wegen Schuldunfähigkeit Ihrerseits erfolgte).
Was die zweite Tat angeht, so ist diese ja auch noch nicht rechtskräftig abgeurteilt und wird möglicherweise auch noch eingestellt werden. Eine Eintragung in das BZR oder gar in ein Führungszeugnis erfolgt nach § 3 BZRG nur bei rechtskräftiger Verurteilung und bestimmten Behördenentscheidungen (zu denen aber Verfahrenseinstellungen nicht gehören).


Meiner Einschätzung nach sollten Sie sich im Übrigen von einem Strafverteidiger in dem weiteren Verfahren vertreten lassen, damit die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Einstellung erhöht wird und es erst gar nicht zu einem Schuldspruch gegen Sie kommen wird.

Ich hoffe ich konnte mit den gegebenen Informationen weiterhelfen.


Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 25.11.2014 | 21:54


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