Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
470.203
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Recht auf geringfügige Beschäftigung nach Elternzeit?


20.12.2012 15:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrter Herr Anwalt, sehr geehrte Frau Anwältin

ich würde gern nach 1 jähriger Elternzeit 17.02.2012-16.02.2013 wieder auf geringfügige
Basis in meine alte Arbeitsstelle zurück.

Der Betrieb ist eine Baumarktkette also beschäftigt mehr als 15 Mitarbeiter.
Bereits bevor ich in den Mutterschutz ging wusste mein Chef das ich nach einem Jahr wieder arbeiten wollen würde wahrscheinlich Teilzeit. Schriftlich wurde bezüglich der Stundenzahl nichts festgehalten.

Am 26.11.2012 fand dann das erste konkrete Gespräch statt. (Er hatte den Termin schon etwas geschoben)Hierbei habe ich ihm erläutert das es mir vorerst auf gerringf. Basis reichen würde zu arbeiten und das ich gerne ab 18 Feb. 2013 wieder arbeiten wollte (17. wäre ein Sonntag) ... er meinte es sei überhaupt kein Problem, ich hätte Anspruch darauf, er müsse dies nochmal mit dem ihm überstelltem Personalbeauftragen besprechen der 2 tage später im Haus sei und ginge dann auch in Urlaub bis 9.12 und melde sich dann mit genauer Std.-Zahl welche ich arbeiten müsse ect.wieder...................
Gemeldet hat er sich nicht.
Meine erste Frage wäre hat man nur Anspruch auf eine Teilzeitstelle oder ist auch wie mein Wunsch eine geringf. Stelle möglich wenn dies rechtzeitig angemeldet wird?
Und wenn wäre es rechtzeitig vom 26.11.2012 (mündl. vereinbart) - Ende Elternzeit 16.2 ?
Auf mein Nachfragen acht Wochen vor Arbeitsbeginn!!!!!! am 17.12. 2012 meinte er auf einmal das nichts frei sei und mein Anspruch ja nur auf eine Vollzeitstelle bestünde diese ich ja nicht einfordern werde oder?...............waren seine Worte.
Denke das nicht melden war auch voll beabsichtigt um die Fristen verstreichen zu lassen einen schriftlich Antrag zu stellen.
Kann ich wenn ich wirklich keinen Anspruch habe eine Abfindung fordern nach vier Jahren Vollzeit?
Welche Kündigungsart / Aufhebungsvertrag..............wäre für mich am besten bzw gibt es zu beachten.

Vielen Dank für eine Antwort!!!!!!!!!!!!!!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,


kehrt der Mitarbeiter aus der Elternzeit zurück, so tritt das Arbeitsverhältnis wieder in vollem
Umfang in Kraft, wobei aber kein Anspruch auf den früheren Arbeitsplatz grundsätzlich besteht - der Arbeitgeber kann im Rahmen des ihm zustehenden Direktionsrechts andere Arbeiten zuweisen.


Aber auch nach der Elternzeit haben Sie einen Anspruch auf die von Ihnen gewünschte Teilzeitstelle. Der Anspruch muss aber spätestens drei Monate vor Ablauf der Elternzeit angemeldet werden, was hier offenbar so nicht erfolgt ist. Eine mündliche Absprache kann zwar ausreichend sein, müsste aber beweisen werden. So hat nunmehr der Arbeitgeber das Recht, der gewünschten Änderung der Arbeitszeit dann eben erst später nachzukommen, d.h. der Anspruch wird herausgeschoben.


Der Arbeitgeber kann grundsätzlich Ihren Wunsch nur dann ablehnen, wenn betriebliche (also rationale und nachvollziehbare) Gründe dem entgegenstehen würden, was ich Ihrer Sachverhaltsdarstellung aber so nicht entnehmen kann.



Möglich ist auch der von Ihnen geäußerte Wunsch einer geringfügigen Beschäftigung, da das Gesetz eben keine Untergrenze bestimmt, also Sie sogar diese Art der Beschäftigung beantragen können.

Allerdings gilt auch hier, dass der Arbeitgeber bei betrieblichen, d.h. rationale und nachvollziehbare Gründen dieses ablehnen kann.


Hier liegt eine Zusage vor, die es allerdings zu beweisen gibt.

Daher sollten Sie schriftlich den Arbeitgeber an diese Zusage erinnern und Arbeitszeiten ebenfalls schriftlich vorschlagen. Lehnt der Arbeitgeber ab oder lässt er weitere vier Wochen ohne Reaktion verstreichen, kann ein Arbeitsgericht prüfen, ob Sie einen Anspruch auf die von Ihnen gewünschte Beschäftigung haben.



Einen gesetzlichen Abfindungsanspruch haben Sie ausschließlich dann, wenn der Arbeitgeber in seinem Kündigungsschreiben den Abfindungsanspruch bei einer betriebsbedingter Kündigung nach § 1a KSchG ausdrücklich zugesteht.

Ansonsten käme eine Abfindung nur in Betracht, wenn diese vertraglich in einem Aufhebungsvertrag/-vergleich ausdrücklich aufgenommen wird.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2012 | 19:14

Sehr geehrter Herr Bohle,

vielen Dank soweit. Noch kurz als Ergänzung für meinen Arbeitgeber sprechen als Gründe dagegen das es die Umsatzsituation
sagt er nicht zuließe und keine 400€ Stelle frei wäre
Andererseits wurde für damals mich nur noch eine 20Std- Kraft eingestellt befristet wo ich gedacht hätte ihre Stunden müssten wenn reduziert werden damit ich wieder kommen kann bzw wenn müsste die "Neue" gehen.
Sind das betriebliche Gründe die rechtens sind?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2012 | 20:02

Sehr geehrte Ratsuchende,


so wie Sie es schildern, werden die Gründe nicht ausreichend sein:


Der Umsatzrückgang kann kein Argument sein, weil der Arbeitgeber Sie ja eigentlich zu den ursprünglichen Bedingungen hätte wieder beschäftigen müssen, wenn Sie Ihren Wunsch auf Stundenreduzierung nicht vorgebracht hätten.

Auch die Einstellung neuer Kräfte kann kein Argument sein, da die Elternzeit bekannt gewesen ist und es dafür Vertrags-Befristungen (der neuen Kollegin) gibt. Nutzt der Arbeitgeber das nicht, ist es eben sein Pech.


Rationale und nachvollziehbare Gründe kann ich daher nach Ihrer Sachverhaltsschilderung derzeit nicht erkennen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57882 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Super schnelle Antwort. Gibt mir Rechtssicherheit Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Rechtsanwalt Schwartmann hat unsere Anfrage (es ging um Miet- und Eigentumsrecht mit anhängigem Mahnverfahren über die Renovierungskosten für die Mieterin, welche die Wohnung stark beschädigt zurückgelassen hatte), sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super 5 Sterne ...
FRAGESTELLER