Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.421
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Recht auf Urlaub?


| 26.07.2017 10:46 |
Preis: 48,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo,

ich schreibe im Namen meiner Tochter.Sie arbeitet seit 1 Jahr bei einem Personaldienstleister als kfm. Sachbearbeiterin . Da sie eine feste Stelle gefunden hat, hat sie fristgerecht gekündigt bis Mitte August. Vorher möchte sie ihren Urlaub nehmen. 2 Wochen. Nun will ihr der Dienstleister diesen nicht genehmigen, sondern den Urlaub auszahlen. Das möchte meine Tochter auf keinen Fall, da sie sowieso keinen richtigen Urlaub hatte seit sie dort arbeitet und ihren Urlaub braucht bevor sie die neue Stelle beginnt. Eigentlich müsste sie noch bis Montag arbeiten danach hätte sie Urlaub. Ihr Plan war den Montag unbezahlt zu nehmen. Offenbar will die Firma nicht einlenken. Wie kann sie argumentieren?

Vielen Dank.


Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich besteht ein Rechtsanspruch auf Gewährung des Urlaubs und grundsätzlich sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers in zeitlicher Hinsicht zu berücksichtigen, so § 7 BUrlG.

Eine Abgeltung von Urlaub kommt nach § 7 Abs. 4 BUrlG nur dann in Betracht, wenn der Urlaub ganz oder teilweise "wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses" nicht mehr gewährt werden kann, was hier nicht der Fall ist.

Lediglich dann, wenn dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen, und deswegen in der von Ihrer Tochter gewünschten Zeit der Urlaub nicht gewährt werden kann, käme eine Abgeltung in Betracht. Derartige dringenden betriebliche Gründe hat der Arbeitgeber darzulegen und zu beweisen.

Da der Arbeitgeber die Gewährung des Urlaubs verweigert, dasr Ihre Tochter den Urlaub nicht eigenmächtig antreten, sondern muss eine Entscheidung des Arbeitsgerichtes, ggf. auch im Wege einer einstweiligen Verfügung herbeiführen.

Sie sollte daher dem Arbeitgeber eine letzte kurze Frist zur Gewährung des Urlaubes setzen und dann umgehend zum zuständigen Arbeitsgericht gehen.


Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 28.07.2017 | 07:58


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Wie lange es erfahrungsgemäß dauert eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht zu bekommen wäre noch ein hilfreicher Hinweis gewesen. In unserem Fall würde es wohl nichts mehr bringen, so kurzfristig! Vermutlich hat es der Arbeitgeber darauf angelegt....und kommt jetzt damit durch: Urlaub gestrichen und dafür den finanziellen Ausgleich. Also besser nicht zu lange warten sondern rechtzeitig auf Klärung bestehen!"
FRAGESTELLER 28.07.2017 4,8/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59201 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in kürzester Zeit zufriedenstellend beantwortet. Eine Nachfrage meinerseits wurde ebenfalls schnell und in mir verständlicher Sprache ausschöpfend beantwortet. Ich habe als Nichtjurist den Eindruck dass man ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die klare, schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz pregnant auf den Punkt. So soll es sein. ...
FRAGESTELLER