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Recht auf Nachbesichtigung + Anwaltswechsel für die Klage (Rechtsstreit)


04.12.2014 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung: Nachbesichtigungverlangen der gegnerischen Kfz-Versicherung und Wechsel eines Anwalts


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende Juni wurde ich einen Verkehrsunfall verwickelt. Ein LKW beschädigte meinen ordnungsgemäß geparkten PKW. Der Fahrer hat die Polizei gerufen und die Schuld eingestanden.

Ich beauftragte sofort einen Anwalt und habe ich von einem vereidigten Gutachter ein Gutachten erstellen lassen. Laut Gutachten handelt es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden, welcher jedoch unterhalb der 130% Grenze liegt. Auf dieser Basis habe ich die Reparatur bei einer Fachwerkstatt veranlasst.

Nach der Reparatur hat sich die gegnerische Versicherung gemeldet und dabei den Wiederbeschaffungswert meines Fahrzeuges angezweifelt und eine Nachbesichtigung gefordert.

Dieser Nachbesichtigung habe ich auf Empfehlung meines Anwaltes mündlich zugestimmt. Im Internet habe ich in der Zwischenzeit davon gelesen, daß die gegnerische Versicherung kein Anrecht auf eine solche Nachbesichtigung hat und ich mich durch ein zweites Gutachten in eine schlechtere Position versetzen würde (Gutachten gegen Gutachten).
Daraufhin habe ich den gegnerischen Gutachtertermin erst mal abgesagt und über meinen Anwalt (nach längerer Diskussion) die Nachbesichtigung schriftlich abgelehnt.

Nun hat die Versicherung den Versicherungsfall einfach als Totalschaden abgerechnet. Hierbei hat sie ihren Wiederbeschaffungswert angesetzt, mit dem ich über die 130% Grenze komme. Mein Gutachten wurde bei der Abrechnung völlig ignoriert.

Selbst auf die letzte Aufforderung zur vollständigen Zahlung (inkl. Fristsetzung) wurde seitens der Versicherung nicht mehr reagiert.

Nun meine Fragen:

1) Habe ich mich bisher richtig verhalten, gerade in Bezug auf die Nachbesichtigung? Vor allem was meine Positionierung angeht.

2) Leider bin ich mit meinem Anwalt überhaupt nicht zufrieden, werde nicht über den aktuellen Stand informiert und fühle mich sogar falsch beraten. Besteht die Möglichkeit den Anwalt beim Übergang zwischen vorprozessual und der Klage zu wechseln?
Auf was muss ich achten? Ich möchte auf jeden Fall verhindern, daß mir hier auch noch ein Strich durch die Rechnung gemacht wird und mir dadurch noch zusätzliche Kosten entstehen.

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist bei mir vorhanden. Bevor ich diese miteinbeziehe, wollte ich jedoch vorab schon mal die Möglichkeiten abklären.

Um Antworten bin ich dankbar.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.) Grundsätzlich haben Sie Recht, dass es für die gegnerische Versicherung kein Anspruch auf Nachbesichtigung und auf die Erstellung eines Gegengutachtens gibt. Der Nachteil der Verweigerung einer verlangten Nachbesichtigung durch die Versicherung ist jedoch, wie bei Ihnen nun eingetreten, dass sich die außergerichtliche Regulierung des Schadens verzögert oder gar nicht mehr durchsetzten lässt. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei einer verlangten Nachbesichtigung auf die Hinzuziehung des eigenen Gutachters zu bestehen, um eine mögliche "Hinunterrechnung" des Schadens durch die Versicherung zu vermeiden. Eine verlangte Nachbesichtigung von der Versicherung sollte deshalb in jedem Einzelfall abgewogen werden. Leider ist es bei Versicherung kein Einzelfall, dass diese den Wiederbeschaffungswert anzweifeln.

Jedoch ist eine Ansetzung der Versicherung ihres Widerbeschaffungswertes nicht rechtens, so dass Sie die Forderung nun gerichtlich durchsetzten müssen. Jedoch kann ich hierzu pauschal keine Angaben zu den Erfolgsaussichten machen, da ich keine Einsicht in Ihre Unterlagen habe.

2.) Das Ihrem Rechtsanwalt übertragene Mandat können Sie gem. § 627 Abs. 1 BGB jederzeit kündigen. Dies sollten Sie schriftlich gegenüber Ihrem jetzigen Anwalt anzeigen. Diesem Anwalt stehen dann die Gebühren für seine außergerichtliche Tätigkeit zu. Diese Gebühren müsste die gegnerische Versicherung ersetzen, da es hier um einen von Ihnen nicht verschuldetetn Verkehrsunfall geht. Für das Klageverfahren könnten Sie sodann einen neuen Kollegen beauftragen. Zudem sollten Sie sich für das gerichtliche Verfahren eine Deckungszusage Ihrer Rechtsschutzversicherung einholen, da diese z.B. die von Ihnen zunächst zu zahlenden Gerichtskosten vorlegt.

Gerne stehe ich Ihnen auch im Rahmen der weiteren Interessenvertretung zur Verfügung, da unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
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