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Recht auf Arbeitszeugnis, wenn vorher schon ein Gefälligkeitszeugnis ausgestellt wurde


15.08.2007 11:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Die einzige Mitarbeiterin (Geschäftsführerin) einer Parteigliederung (10 Wochenstunden) erbat ihre Entlassung und wurde sodann fristgerecht am 31.7.07 zum 30.9.07 gekündigt. Sie verlangt ein aktuelles Arbeitszeugnis. Der Vorstand des Arbeitgebers ist erst seit dem 26.4.07 im Amt und erst seitdem Vorgesetzter der Mitarbeiterin. Der alte Vorstand hat am 5.3.2007 vor seinem Ausscheiden am 26.4.07 ein extrem gutes (Gefälligkeits-)Zeugnis ohne großen Wahrheitsgehalt unterschrieben, das die Mitarbeiterin selbst erstellt hat. Der neue Vorstand kann die Forderung der Mitarbeiterin, das Zeugnis mit gleichem Inhalt zum Zeitpunkt der jetzt erfolgten Kündigung zu erstellen, aus Gewissens- und Haftungsgründen nicht erfüllen, weil die Mitarbeiterin sehr unzuverlässig, intrigant und unehrlich ist, sowie den Abläufen sehr geschadet hat. Eine Zusammenarbeit mit dem Vorstand hat seit seit Anbeginn (26.4.07) nicht stattgefunden, so dass dieser gar nicht oder nur schlecht beurteilen könnte.

Reicht es aus, statt der Erstellung eines Zeugnisses auf das zeitnahe Zeugnis vom 5.3.2007, dass die gesamte Beschäftigungszeit seit 2001 umfasst, zu verweisen, notfalls (ungern) in einer Arbeitsbescheinigung? Darf oder muss die Begründung, dass der neue Vorstand keine eigene Erfahrung mit der Mitarbeiterin hat, erwähnt werden?
15.08.2007 | 11:12

Antwort

von


1466 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,



sofern die Mitarbeiterin ein Zeugnis verlangt, hat sie auf ein aktuelles Zeugnis ein Anrecht. Eine bloße Verweisung oder gar Arbeitsbescheinigung ist dann nicht ausreichend.

Nur, wenn die Mitarbeiterin dieses ausdrücklich akzeptiert, kann dann der Anspruch als abgegolten betrachtet werden.



ABER: Ein Gefälligkeitszeugnis kann für den Arbeitgeber sehr gefährlich werden.

Das Zeugnis MUSS der Wahrheit entsprechen; ist dieses nicht der Fall und "beschönigt" der Arbeitgeber etwas, kann er sich dann gegenüber dem NEUEN ARBEITGEBER sogar schadensersatzpflichtig machen.

Daher kann und sollte ein Gefälligkeitszeugnis keineswegs ausgestellt werden. Sie werden dann nicht umhin kommen, ein reales Zeugnis zu erstellen. Dieses sollten Sie mit der Mitarbeiterin, wenn diese auf das Zeugnis tatsächlich besteht, dann auch im Vorfeld besprechen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


ANTWORT VON

Oldenburg

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