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Rechnungserstellung anhand des Geschäftswertes


25.11.2008 20:46 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Hallo,

vor einiger Zeit war ich bei einem Anwalt um mich in einer Erbschaftssache beraten zu lassen. Meine Mutter hatte damals Ihr Haus für 156000 € verkauft, nachdem mein Vater verstorben war. Dazu hatte ich einige Fragen. Der Anwalt hat mir dann erzählt das ich doch auf mein Erbteil bestehen solle. Ich habe ihm mitgeteilt das ich eigentlich der Meinung bin das meine Mutter erstmal mit dem Geld glücklich werden soll. Sollte beim Tod meiner Mutter noch was vom Geld übrig sein, würde ich es natürlich gerne nehmen. Der Anwalt war alllerdings mehr der Meinung ich sollte das Geld einklagen, da meine Mutter eh der Meinung ist, mir würde erst nach Ihrem Tode etwas zustehen.
Den Auftrag das Geld einzutreiben habe ich dem Anwalt allerdings bis heute nicht gegeben.
Nun kam eine Rechnung von Ihm:
Folgende Zeilen stehen so in der Rechnung. Auch das "DM"
Geschäftswert:
(Basis: Quote aufgrund des Objektwertes:
(500.000,00 Euro durch 2 x 25%, mithin 62,500,00DM, ergibt) 31,955,74 Eur
Beratungsgeb. analog bisherigen Werten 1,0 830Eur.
Dazu dann Telefon Gebühren und Mwst macht dann zusammen 1011,50 Euro.


Daraufhin rief ich ihn an damit er mir erklärt wie er auf 500000,00Euro kommt.
Das wüßte er jetzt auch nicht so genau, da er die Unterlagen nicht vorliegen hätte. Fertig, das wars. Mehr fiel Ihm dazu nicht ein.


Meine Frage ist nun wie er auf den Objektwert kommt? Und wie gehe ich weiter vor? Vielleicht sollte ich noch sagen das ich noch eine Schwester habe und der Anwalt nur von meinem Pflichtteil ausging.

Ist die Rechnung so in Ordnung?


Vielen Dank!!
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Berechnung des Gegenstandswerts, der Grundlage für die Honorarrechnung ist, errechnet sich aus der Summe der Streitgegenstände. Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung läßt sich jedoch nicht exakt entnehmen, worauf Ihre Fragen beim Rechtsanwalt abzielten. Daraus würde sich nämlich ergeben, worüber der Rechtsanwalt Sie beraten hat.

Ohne eine solche präzise Schilderung ist eine Berechnung des Gegenstandswerts leider nicht möglich.

Ferner müßte man wissen, ob Sie nur einmal oder mehrfach in dieser Angelegenheit den Rechtsanwalt aufgesucht haben und ob der Rechtsanwalt Ihnen gegenüber schriftlich zur Sach- und Rechtslage Stellung genommen hatte.


2.

Sind Sie nur einmal in dieser Angelegenheit beim Rechtsanwalt gewesen, um sich beraten zu lassen, wäre nur eine sog. Erstberatungsgebühr angefallen. Diese beträgt maximal 190,00 € zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer.

Sodann kommt es noch darauf an, ob Sie den Rechtsanwalt vor oder nach dem 01.07.2006 konsultiert hatten. Ab dem 01.07.2006 soll der Rechtsanwalt mit dem Mandanten bei einer Beratung eine Honorarvereinbarung treffen.

Ist keine Honorarvereinbarung getroffen worden, erhält der Rechtsanwalt gem. § 34 Abs. 1 Satz 2 RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) die Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts. Da Sie "Verbraucher" sind, erhält der Rechtsanwalt höchstens 250,00 € gem. § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG. Hinzu kommt die gesetzliche Mehrwertsteuer. Das gilt selbst dann, wenn mehrere Beratungstermine stattgefunden haben und wenn der Rat schriftlich erfolgt ist.


3.

Fazit: Hat die Beratung nach dem 01.07.2006 stattgefunden und ist zwischen Ihnen und dem Rechtsanwalt keine Honorarvereinbarung getroffen worden, kann sich die Rechnung des Rechtsanwalts höchstens auf 250,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer und ggf. einer Auslagenpauschale von 20,00 € belaufen. Das wären dann insgesamt 321,30 €.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
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