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Rechnung ohne Kostenvoranschlag bzw. Auftrag


| 01.12.2013 18:54 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Rechnungsstellungen nach mündlichem Auftrag


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe von einem freien "Pharmaberater" (stellt ständig andere Produkte vor) in meiner Praxis mehrfach das Angebot erhalten, für meinen in Bau befindlichen Garten Tipps bzg. der Bepflanzung einheimischer Gewächse zu bekommen. Besagter Herr war dann auch einige Male bei uns vor Ort, wollte und bekam auch den Grundriss des Gartens und fand auffallend positive Worte wie:Da habe ich ganz tolle Ideen, da mache ich mir zu Hause mal einige Gedanken. Da müssen wir uns unbedingt wieder bald treffen.Kurz später wurde uns ein billiger Staudenkauf (exakt 250 St für 740.- Euro bei einer Gärtnerei) angepriesen, diesen bewilligten wir und ich zahlte auch. Rechnung/Quittung erhielt ich nicht. Staudenpflanzung versprach er bei Nachfrage umsonst zu machen. Bei einem nachfolgenden Treffen präsentierte er mir seine gemachten Gedanken, in Form eine sehr simplen Handskizze von einem Teil unseres Garten mit angedeuteter Bepflanzung. Hierbei kam ich dann erstmalig auf seine Konditionen und Preisvorstellungen zwecks eines evtl.künftigen Auftrags (Rasen sollte evtl. durch ihn im Frühjahr angelegt werden) zu sprechen. Er meinte, er habe ja jetzt schon über 20 Stunden Gedanken und Arbeit in unser Gartenobjekt investiert, erfreulich, wir blieben aber knapp im 3stelligen Bereich. Ich war völlig sprachlos. Mittlerweile wollen wir die Rechnung von der Gärtnerei über den Staudenkauf sehen, erhalten aber nur eine, durch ihn handschriftlich abgeänderte 1. Seite, voraus der Betrag von exakt 740.- Euro offensichtlich hervorgeht. (Urkundenfälschung?) Die 2.Seite lässt er uns nicht zukommen. Auf der für ihn vollständigen Rechnung der 1.Seite ist die Stückzahl von lediglich exakt 230 Stauden vermerkt. Der zusätzliche Hammer: Bei der ersten e-mail schreibt er uns wie wir die knapp 900.- Euro zu zahlen haben. 120.-Euro über eine von ihm ausgestellte Rechnung, der Rest 700.-Euro in bar mit exakter Beschreibung der Übergabemodalitäten. Habe erst im weiteren Verlauf auf seiner mir ausgehändigten Visitenkarte gelesen, dass er auch Gartengestalter (Dipl. Ing.) ist.Auf jeden Fall haben wir , bis zu dem Gespäch in meiner Praxis, zu keinem Zeitpunkt über seine Konditionen/Stundenlohn, geschweige denn einen Kostenvoranschlag erhalten noch einem Auftrag mündlich oder mit Unterschrift zugestimmt.
Mittlerweile erhalten wir ständig böse Schimpfbriefe und zudem ständig sich ändernde Rechnungsbeträge, die bis zu einem bestimmten Datum zu begleichen sind. Was tun ? Ignorieren? Anzeigen? Rechtlichen Beistand dazuholen?
Vielen Dank im voraus für eine gute Beratung

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich würde diese Sache hier gelassen sehen und angehen, denn der Vertragsschluss muss die Gegenseite beweisen.

Kann sie das vor Gericht nicht, bleibt also die Frage des Vertragsschlusses offen und kann nicht bewiesen werden, dann verliert die Gegenseite.

Wenn Sie noch Familienangehörige, Ehepartner etc. als Zeugen für die Gespräche haben, um so besser ist die Situation.

Ich würde ein letztes Schreiben machen und alles von sich weisen, einen Vertragsschluss verneinen und ankündigen, dass Sie sonst einen Anwalt einschalten würden.

Das reicht in der Regel erfahrungsgemäß.

Sie sollten auch nur dann einen Anwalt einschalten, wenn die Gegenseite gerichtliche Schritte einleitet, vorher macht das wenig Sinn, weil Sie dann die Anwaltskosten selbst zahlen müssten.

In der Tat können Sie auch schreiben, dass Sie sich ggf. vorbehalten, die Sache in strafrechtlicher Hinsicht (wegen des unseriösen Vorgehens gegenüber Ihnen und der wohl verschleierten Rechnungsstellung/Zahlung) zu prüfen bzw. prüfen zu lassen.

Mehr braucht nicht unternommen zu werden, da hätte die Gegenseite sich schriftlich absichern müssen, was sie nicht getan hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 03.12.2013 | 19:23


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