Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.339
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Rechnung bezahlt, aber nicht Besteller


| 18.12.2016 13:36 |
Preis: 30,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Hausratsverfahren


Guten Tag,
mein Ex hat mich wegen Unterschlagung angezeigt, wegen Mobiliar, welches in 2004 angeschafft wurde. Wir waren zu dieser Zeit noch mehr oder weniger liiert, haben ein gemeinsames Kind, ich war bis 9/16 weiterhin Mieter seiner ETW.
Es handelt sich um Mobiliar, welches damals ersatzweise angeschafft wurde, das ursprüngliche wurde von mir bezahlt. Wir waren seit 1994 ein Paar und wohnten auch zusammen. Er zog 1994 damals zu mir in meine Wohnung, hatte nur wenig selbst eingebracht.
Ich habe nun zwar auf meinem Kontoauszug z.B. eine Überweisung an eine Firma wegen eines Brenners, lautend auf seinen Namen und mit Bestellnummer, aber keine Rechnung hierzu. Diese dürfte ggf. er haben, da es sich damals um eine Anschaffung für sein EFH, in welchem seine unterhaltsberechtigte Ex wohnte, handelte. Kann ich nun von der Firma (ich habe recherchiert, diese gibt es noch) ein Duplikat anfordern, auch wenn ich nicht der damalige Besteller, sondern nur der Bezahler war? Ich gehe davon aus, weil ich auf der Überweisung seinen Namen angegeben habe. Ich möchte hier natürlich im Gegenzug nun auch die von mir offensichtlich bezahlten Gegenstände, welche er in Besitz hat, einfordern.
Darf ich die Firma um ein Duplikat offiziell bitten?
Ich muß dazu sagen, daß aufgrund der Anzeige nun sogar eine Beschlagnahme durchgeführt wurde - er hat aber wohl nicht angegeben, daß wir zu diesem Zeitpunkt liiert waren, sondern hat sich nur offiziell als Vermieter ausgegeben, und ich als diebischer Mieter, der bei seinem Auszug Gegenstände des Vermieters mitgenommen hat. Ich möchte deshalb nun auch keine weiteren (strafrechtlich relevanten) Fehler machen.
Vielen Dank
Eingrenzung vom Fragesteller
18.12.2016 | 18:48

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kann Ihnen die Firma eine Bestätigung der Zahlung zusenden. Sie kann aber nicht die Eigentumsverhältnisse klären und somit die Rechnung nur dem wahren Rechnungsempfänger (dann wohl Ihr Ex) zusenden.

Aber Sie machen hier einen Denkfehler, denn Sie müssen dies der Polizei als Entlastung darlegen und diese kann sich dann die Daten beschaffen. Sie müssen hier das quasi nicht selber vornehmen.
Es gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung, Ihnen muss also nachgewiesen werden, dass Sie die Tat begangen haben. Sie müssen aber der Polizei schon dabei "helfen", Entlastendes auch zu finden.

Ich denke, Sie sollten für das Strafverfahren unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, damit Sie hier wirklich keine Fehler machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2016 | 09:12

Sehr geehrte Frau RAin Seiter,

vielen Dank für die Antwort. Ich habe sofort, als ich von der Anzeige erfahren habe, einen RA für Strafrecht beauftragt. Dieser hatte mich dann auch beruhigt, daß er dadurch, daß er sich als RA bei der Polizei gemeldet hat und Akteneinsicht verlangt hat, hier keine unangenehmen Besuche erfolgen werden. Deshalb war ich mehr als schockiert, als nun doch 4 Mann hoch bei mir aufgetaucht sind mit Durchsuchungsbeschluß und Beschlagnahmerecht.
Leider habe ich erst nach den Feiertagen einen neuen Termin bei meinem RA erhalten und die Sache beschäftigt mich natürlich nun.
Vielleicht habe ich mich auch etwas unklar ausgedrückt:
Die Rechnung, um die es geht, wegen der ich angefragt habe, hat nichts mit den Sachen zu tun, die nun mein Ex als unterschlagen angezeigt hat.
Vielmehr handelt es sich um Gegenstände, die ich wiederum bezahlt habe und die ich nun, da ich diese bezahlt habe, einfordern möchte. Der Polizist sagte mir, daß dadurch, dass mein Ex die Rechnung (und damit die eindeutige Identifizierung) und die Bezahlung der angezeigten Gegenstände vorlegen konnte, er wohl für die Polizei eindeutig der Eigentümer sei. Daraus habe ich gefolgert, daß beides notwendig ist: Nachweis eindeutig durch Rechnung, sowie Bezahlung. Leider kann ich den Brenner nicht eindeutig bezeichnen, ich weiß eben nur, daß dieser damals defekt war und ich dann für meinen Ex den Ersatz bezahlt habe - jedoch ging mich der Brenner nichts an, da dieser in seinem Haus ist, wo er und seine Ex-Frau (wir selbst waren nicht verheiratet) je zu 50% Eigentümer sind.
Kann ich somit dennoch diesen Brenner einfordern, auch wenn ich ihn nicht genau bezeichnen kann?
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2016 | 02:14

Ihr Anwalt hat Recht, dass der Kontakt nunmehr nur noch über den Anwalt läuft, das hindert die Behörden jedoch nicht an der Möglichkeit, eine Durchsuchung vorzunehmen.

Allerdings wird bis zum Termin im Januar nunmehr nicht mehr viel passieren, Ihr Anwalt wird auf alle Fälle Akteneinsicht erhalten, die Anklageschrift folgt in der Regel danach.

Sie können den Brenner leider nur einfordern, wenn Sie den konkret bezeichnen können, da Sie in der Beweispflicht sind und bei einer möglichen Klage das konkret bezeichnen müssten.

Bewertung des Fragestellers 05.01.2017 | 17:33


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 05.01.2017 4,6/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58304 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Rasche und kompetente Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr umfassende und hilfreiche ausfuehrungen, vielen dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare verständliche Antwort - und besonders sehr zeitnah. Danke! ...
FRAGESTELLER