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Rechnung an Arbeitgeber


09.01.2017 11:28 |
Preis: 35,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gerne wissen, ob der folgende Geschäftsvorgang rechtlich in Ordnung ist.

Zu meiner Person:
- nicht-selbstständige Arbeit als alleiniger Prokurist bei Unternehmen X (GmbH)
- Geschäftsführender-Gesellschafter bei Unternehmen Y (GmbH)

Ist es möglich, dass Unternehmen Y an Unternehmen X eine Rechnung für Waren oder Dienstleistungen erstellt oder könnte hier die Finanzbehörde ein Scheingeschäft oder eine Scheinselbstständigkeit vermuten?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dem Grunde nach steht der Abrechnung von tatsächlich erbrachten Leistungen und Lieferungen nichts im Wege. Sie sollten dem Grunde nach darauf achten, dass Ihre Arbeitsleistung als Prokurist und als Dienstleister im Rahmen Ihrer GmbH klar voneinander abgegrenzt sind.

Sofern Sie im Rahmen der GmbH keine weiteren Kunden betreuen als Ihren Arbeitgeber so besteht natürlich stets die Gefahr, dass eine Scheinselbständigkeit oder eine arbeitnehmerähnliche Selbstständigkeit angenommen werden könnten. Dies hat aber nichts mit den Rechnungen zu tun sondern mit der grundlegenden Gestaltung und dem Fehlen weiterer Kunden - also der Vermutung, dass eine Teilnahme am "Markt" gar nicht wirklich besteht.

Sofern Sie auch tatsächlich (abgrenzbare) Leistungen erbracht haben und Lieferungen ausgeführt wurden, so sehe ich die Gefahr der Annahme von Scheinrechnungen nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2017 | 11:48

Danke für Ihre Antwort.

Meine Tätigkeit als Prokurist umfasst keine Arbeiten im IT-Bereich. In meiner Ein-Mann-GmbH beschäftige ich mich aber genau damit (Suchmaschinenoptimierung, Online-Marketing, etc.). Mein Arbeitgeber ist nun an eben jenen Leistungen interessiert, da diese aktuell von einer dritten Partei in mangelhafter Form ausgeführt wird.

Gibt es eine Regelung wie hoch der Anteil des Gesamtjahresumsatzes auf meinen Arbeitgeber entfallen darf, wenn ich ab sofort die IT-Tätigkeiten mit übernehme? Entsprechende Leistungsnachweise könnten ja problemlos erstellt und den monatlichen Abrechnungen beigefügt werden.

Ich möchte meine beiden Tätigkeiten klar von einander abgrenzen und um hier nicht der Gefahr einer Scheinselbstständigkeit ausgesetzt zu sein, obwohl dieses in keinster Art und Weise beabsichtigt ist.

Viele Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2017 | 12:35

Feste Grenzen gibt es hierfür nicht. Maßgeblich ist stets eine Gesamtschau aller Umstände, lässt sich also tatsächlich eine Teilnahme am Markt auch gegenüber anderen Kunden in wesentlicher Höhe nachweisen.

Das Problem ist hier dem Grunde nach bereits die Verquickung der Stellung als Arbeitnehmer und als selbständiger Dienstleister, im Rahmen eines normalen 40h - Vertrages bleibt schon der normalen Lebenserfahrung nach ur wenig Zeit für ein weiteres Unternehmen, so jedenfalls wird das Finanzamt argumentieren.

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