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Ratenzahlungsvergleich


13.12.2010 12:38 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo zusammen,

Ich habe Schulden Hauptforderung 2842,46 (ist aus 2007)
Die Gesamtsumme ist jedoch 3254,29

Der Anwalt hat mir einen Ratenzahlungsvergleich mitgeschickt, in dem unteranderem steht:

Es wird ausdrücklich vereinbart, daß die Zahlung zunächst auf die Kosten dieses Vergleich, dann auf die übrigen Kosten, dann auf die Zinsen und zuletzt auf die Hauptforderung verrechnet werden.

Die Schuldnerseite verzichtet auf Einwendungen jeglicher Art hinsichtlich des Grundes und der Höhe der Schuld sowie auf die Erhebung der Vollstreckungsgegenklage. Die Schuldnerseite erklärt, bei gleichbleibenden wirtschaftlichen Verhältnissen zur Zahlung der vereinbarten Raten in der Lage zu sein und nicht zu beabsichtigen, gerichtlichen Volstreckungsschutz in Anspruch zu nehmen.

Den habe ich nicht unterschrieben und auch keine Lastschriftverfahren erteilt. Ich hab lediglich den Betrag angewiesen. Wohl gemerkt das war 15.04.2010

Jetzt im Dezember bekamm ich ein Schreiben wodrin steht:

in der vorbezeichneten Amgelegenheit erbringen sie seit dem 15.04.2010 Raten. Wir hatten ihnen seinerzeit einen Teilzahlungsvergeleich zukommen lassen. Auch wenn sie uns keine Einzugsermächtigung erteilen können, ist Voraussetzung für eine Ratenzahlung, dass Sie den Teilzahlungsvergleich, welchen wir Ihnen in der Anlage nochmals beigefügen, unterschrieben an uns zurücksenden. Sollten wir dieses Dokument nicht unterschrieben zurückerhalten, wären wir gezwungen die Forderung zu titulieren

Ich erkenne ja die Hauptforderung an, aber das was im den Ratenzahlungsvergleich drin steht ist alles sehr fraglich. Wie soll ich weiter vorgehen?
13.12.2010 | 13:34

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchende /-er,

unter Berücksichtigung der Angaben und Ihres Einsatzes nehme ich zu Ihren Fragen gern wie folgt Stellung:

Zunächst einmal war es völlig richtig von Ihnen, den von der Gegenseite vorgeschlagenen Ratenzahlungsvergleich NICHT zu unterschreiben bzw. diesen nicht anzunehmen. Dieser ist nämlich für Sie sehr unvorteilhaft formuliert.

Zwar kann ich Ihren Angaben nicht entnehmen, wie sich die Hauptforderung zusammensetzt, aber aus Ihrer Schilderung: "Ich hab lediglich den Betrag angewiesen. Wohl gemerkt das war 15.04.2010" ...entnehme ich, dass Sie den geforderten Betrag (2842,46 Eur) bereits überwiesen haben.

Damit besteht keine Notwendigkeit und schon gar kein Grund mehr, einen Vergleichsvertrag zu vereinbaren.

Sofern Sie damals auf der Überweisung keinen Hinweis / Verwendungszweck angegeben haben, worauf sich die Zahlung bezieht, sollten Sie dies der Gegenseite gegenüber nochmal (schriftlich per Einschreiben) klarstellen.

ZB mit der knappen Formulierung: "Der angewiesene Betrag in Höhe von ... vom ...2010 bezieht sich ausdrücklich auf die reine Hauptforderung."

Damit machen Sie deutlich, dass eben nicht, wie von der Gegenseite gewünscht, zuerst mit zusätzlichen Gebühren, Zinsen ect. die Verrechnung erfolgen soll und kann.

Die Gegenseite müsste nun den geforderten Betrag, der über die eigentliche Hauptforderung hinaus geht, weiter begründen. Ob es sich dann hierbei um berechtigte Kosten, zB Verzugsschaden oder Mahnkosten handelt, kann ohne Einsicht in die Unterlagen nicht überprüft werden.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Einblick gegeben zu haben.

Abschließend möchte ich gern noch auf folgendes hinweisen:
Bei der obigen Beantwortung Ihrer Frage, die ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Bitte berücksichtigen Sie deshalb, dass dies eine umfassende juristische Begutachtung nicht ersetzen kann und soll.
Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung unter Umständen sogar völlig anders ausfallen.


Über eine positive Bewertung durch Sie würde ich mich sehr freuen.


Rechtsanwalt Marko Setzer

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2010 | 13:41

Ich habe lediglich die geforderte Rate sprich 50 Euro überwiesen und das ab den 15.04 pünktlich jeden Monat.

Zinsen 76,75
Mahnung 316,18
Hauptforderung 2842,46

Jetzt wollen sie trotzdem das ich den wie oben beschrieben Ratenzahlungsvergleich unterschreibe.
Sonst würden sie die Forderung titulieren.
Aber ich zahle ja regelmäßig.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2010 | 13:58

Sehr geehrte Fragestellerin /-er,

vielen Dank für die Nutzung der Nachfragoption.

Die Information über die Höhe der monatlichen Rate konnte ich Ihrer Eingangsfrage nicht entnehmen.

- Empfehlung 1) Sofern die Hauptforderung begründet ist, versuchen Sie den Betrag (Durch Hilfe von Bekannten oder verwandten) auf einen Schlag unter Angabe des Verwendungszweckes (siehe Ausführungen oben) zu begleichen, dann müssen Sie sich nicht auf diesen unvorteilhaften Vergleichsvorschlag einlassen.

- Empfehlung 2) Sofern die Hauptforderung begründet ist (!) überweisen Sie weiterhin die Raten (Verwendungszweck: Haupforderung angeben) und unterbreiten der Gegenseite einen abgeänderten Vergleichsvorschlag, ab besten mit anwaltlicher Hilfe.

Dafür stehe ich Ihnen gern im Rahmen einer gesonderten Beauftragung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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