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Räumungspflicht/ Schneeschieben des Vermieters


26.12.2010 07:53 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Guten Tag,

wir wohnen im einem kleinen Mietshaus welches von einer Rechtsanwaltskanzlei derzeit Zwangsverwaltet wird. Der Zwangsverwalter hat einen Hausmeisterdienst beauftragt sich um das Objekt zu kümmern, so auch dass Schneeschieben, etc..

Verpflichtungen gegenüber den Mietern in Bezug auf die Räumpflicht gibt es keine. So auch keine Vereinbarungen oder dergleichen.

Nun bin ich gestern direkt vor der Hauseingangstür gestürzt und habe mir das Knie dabei Verdreht und bin Umgeknackt. Folglich, ich kann das Knie nicht mehr bewegen, weder beugen oder knicken noch auftreten. Ohne Krücken geht also nichts.

Nun ist meine Frage ob ich gegenüber dem Vermieter/Zwangsverwalter ein Schmerzens-/Entschädigungsgeld geltend machen kann.

Zum gestrigen Tage kam der Hausmeister überhaupt nicht einmal am Tag streuen oder Schieben. Und sonst kommt er nur einmal früh und einmal Abends, auch wenn es den ganzen Tag schneit. Zwischendurch kommt dieser nie und gerade da ist es oft auch sehr Glatt.

Wie sieht soetwas rechtlich gesehen aus. Bestehen da Chancen für mich?

Wir haben auch mein Knie Ordentlich Fotografiert, wo man den Unterschied deutlich sieht. Wir haben den nicht beräumten Weg Fotografiert und ich war damit auch in der Notfallambulanz das Knie Röntgen um weitere Schäden auszuschließen. Somit ist dies auch aufgenommen.

Würde ich mit soetwas vor Gericht durch kommen und Anspruch auf Entschädigung haben?

Krank habe ich mich derzeit nicht Schreiben lassen, da ich vor kurzem erst gekündigt wurde. Somit benötige ich derzeit keine Krankschreibung.


Vielen Dank für die Beantwortung.
Ebenso noch Frohe Festtage.


Mfg

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Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt:

Der Hauseigentümer haftet grundsätzlich dafür, dass von seinem Objekt keine Gefahren ausgehen. In diesem Rahmen obliegen ihm Verkehrssicherungspflichten.

Schmerzensgeld können Sie dann verlangen, wenn dem Hauseigentümer eine schuldhafte Verletzung dieser Verkehrssicherungspflicht zur Last gelegt werden kann und Sie selber kein überwiegendes Mitverschulden zu tragen haben.

Wenn der Hauseigentümer, wie hier, den Räumdienst nicht selber durchführt, sondern dazu andere Personen oder Unternehmungen beauftragt, bleibt er gleichwohl Ihnen gegenüber grundsätzlich verpflichtet und haftet für etwaige Unterlassungen dieser beauftragten Personen, sofern er nicht nachweisen kann, dass er bei Auswahl der Person die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde, vgl. § 831 BGB.

Ob dies der Fall ist, wird im Zweifel von einem Gericht entschieden und kann hier nicht abschließend beantwortet werden.


Schließlich kommt der Gesichtspunkt des Mitverschuldens ins Spiel, vgl. § 254 BGB.

Sie wussten ja, dass nicht geräumt war und waren von daher zu ganz besonderer Vorsicht verpflichtet. Tun Sie dies nicht oder nicht gehörig, müssen Sie sich ein Mitverschulden zurechnen lassen.

Im Zweifel wird also auch ein Gericht zu klären haben, ob Sie selber genügend aufgepasst haben, als Sie einen erkennbar nicht geräumten Weg benutzt haben und ob Sie bei noch mehr Sorgfalt den Unfall hätten vermeiden können.

Der von Ihnen ins Auge gefasste Entschädigungsanspruch ist also nicht unbedingt gegeben. Sie sollten auf jeden Fall einen Anwalt mit der Interessenwahrnehmung beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

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