Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.940 Fragen, 59.630 Anwaltsbewertungen
450.626
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 17 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

RVG 2.0 Gebühr - Streitwert 28 000.- Euro


| 13.11.2009 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Februar 2008 habe ich über dieses Forum rechtlichen Rat bei einem Anwalt eingeholt.

Nach 2 Telefonaten vereinbarte der Anwalt mit mir eine 2.0 Rahmengebühr für alle außergerichtlichen Tätigkeiten.

Ich habe ihm dann eine 1.0 Gebühr in Höhe von ca. 1000.- überwiesen.
Für diese Tätigkeit führte er ein Gespräch mit einem belgischen RA , da ihm das belgische Recht logischerweise nicht kundig war.Außergerichtliche Tätigkeiten fielen nie an.


Nun fordert er abschließend noch ca. 900.- Euro.

Ich empfinde diese Vorgehensweise als Wucher, da ich in diesem Falle, Streitwert 28 000.- , fast 2000.- Euro Anwaltsgebühren auschließlich für EINE Beratung zahle.

Wie hoch ist das Prozessrisiko wenn ich nicht zahle?

Plutos
13.11.2009 | 15:08

Antwort

von


179 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich auf Grund Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Bei einem Streitwert in Höhe von EUR 900,- beträgt das Prozesskostenrisiko EUR 569,34. Hiervon sind die Kosten Ihres sowie des gegnerischen Anwalts (jeweils EUR 217,17) und die Gerichtskosten in Höhe von EUR 135,- umfasst.
Theoretisch könnten noch Kosten für die Zeugenauslagen und Sachverständigenkosten hinzukommen.
Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geboten zu haben und stehe in der im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2009 | 15:30

Sehr geehrter Herr RA Kämpf,

vielen Dank für die sehr zügige Antwort.

Vielleicht war ich unklar, ich meinte nicht die Höhe der Summe die in einem Rechtsstreit anfällt, sondern wie hoch sehen Sie Risiken das eventuelle Rechtsverfahren zu verlieren ?

Bestehen keine oder nur wenige Aussichten auf Erfolg, oder raten Sie mir aufgrund der hier geschilderten Sachlage ein Rechtsverfahren einzugehen?

Es geht mir hier weniger um die zu erwartenden Kosten, sondern um derartige " Wucherrechnungen" zu unterbinden.

Besten Dank
Plutos

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2009 | 16:26

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, diese beantworte ich wie folgt:

Zunächst bitte ich höflich um Ihr Verständnis, dass eine abschließende Einschätzung der Erfolgsaussichten anhand der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen nicht möglich ist.

Dennoch darf ich Ihnen Folgendes mitteilen: Zunächst trägt die Beweislast für die geschlossene Honorarvereinbarung ebenso wie für die Durchführung der vereinbarten außergerichtlichen Tätigkeiten Ihr Gegner. Dieser muss alos hierfür jeweils den Beweis erbringen.

Ihrer Schilderung kann ich nicht entnehmen, ob und inwiefern der Anwalt vorliegend überhaupt tätig geworden ist.
In der Regel wird dies sicherlich mehr erfordern, als sich in einem fremden Rechtsgebiet über die dort geltenden Vorschriften - wie vorliegend telefonisch wohl mit dem belgischen Kollegen geschehen - kundig zu machen.

Wucher (gemäß § 138 Absatz 2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)) liegt (objektiv) dann vor, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Missverhältnis vorliegt. Ein solches ist erst dann gegeben, wenn die Grenzen des gerade noch hinnehmbaren überschritten sind.
Meines Erachtens könnte dies hier allenfalls bei der Bemessung der Höhe des Streitwerts gegeben sein. Eine 2,0-Geschäftsgebühr erscheint mir nicht derart außergewöhnlich, als dass ich hier von Wucher ausgehen würde. Ich bitte allerdings nochmals höflich zu beachten, dass für eine abschließende Einschätzung weitere Sachverhaltskenntnis notwendig wäre.

Bei der Durchsetzung Ihrer Interessen wünsche ich Ihnen viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechstanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.11.2009 | 09:20


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Martin Kämpf »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.11.2009
4,6/5.0

ANTWORT VON

München

179 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten, Verkehrsstrafrecht, Betäubungsmittelrecht, Verkehrsrecht