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Punkte, Abstand, EU-Führerschein


08.11.2005 15:15 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin durch mehrere Vorfälle von denen einige leider erst vor wenigen Monaten passierten schon mit einigen Punkten in Flensburg vorbelastet.
Ich habe leider den Überblick etwas verloren, es könnten bereits 11 Punkte sein. (wobei hier mehrfach FV angedroht wurde)
Insg. ist ein Abstandverstoß dabei (<3/10) der rest sind 3 oder 4 Geschwindigkeitsverstöße.
Da ich den Großteil innerhalb sehr kurzer Zeit (1 Monat) gesammelt hatte war ich plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt.
Nun wurde ich leider trotz Änderung meines Fahrstils (und der Geschwindigkeit) doch noch 2 mal (natürlich an der selben stelle an einem Freitag und dem darauffolgenden Montag) wegen Abstand gefilmt.
Einmal 133kmh mit < 4/10, einmal 116kmh < 3/10
Die AB liegen mir nun vor und ich werde sie heute, ohne den Vorfall (der mir tatsächlich im aktuellen kontext nicht erinnerlich ist) zuzugeben an die Polizei faxen.
(Ich war in Kurzurlaub als die AB hereinkamen, daher könnte die Zeit bereits drängen)
Ich bin Österreicher mit österreichischem Führerschein (EU-Führerschein Modell), habe ein deutsches Auto und meinen Wohnsitz in Deutschland!
Ich arbeite neben der Grenze in Salzburg und bin gelegentlich beruflich sowie wöchentlich familiär (jedoch bei den eltern, keine eigene familie) in Innsbruck.
Somit bin ich dringend auf mein Auto angewiesen, und befürchte (wohl zu recht?) dass ich aufgrund der wiederholten Verstöße ein Monat FV bekommen werde, zusätzlich wohl auch die notwendigkeit eines Seminars.
(Info: Ich bin nicht rechtschutzversichert)
Meine Hauptanliegen:
a) Gibt es reale Chancen die beiden Verstöße anzufechten und zu gewinnen? Vor allem mit der Vorgeschichte dass ich eben doch schon vorbelastet bin und ich das Gefühl habe dass man mich da bereits beim Vornamen kennt ..
Mit welchen Kosten wäre eine Gerichtsverhandlung verbunden wenn ich sie verliere (wo findet diese Verhandlung statt?)

b) Da ich meinen Wohnsitz in Deutschland habe muss ich mit einer Beschlagnahmung meines österreichischen FS rechnen? Kann dies umgangen werden, wirkt sich dies auf meine Fahrerlaubnis in Österreich aus?
Ich könnte als äussersten Ausweg bei einem FV immerhin eine Wohnung in Österreich mieten und auf diesem Weg deutsche Straßen meiden, jedoch natürlich nur wenn meine Fahrerlaubnis in Österreich noch gültig ist (wobei mein FS ja dann eingezogen wurde).

c) welche Schritte sollte ich sofort erledigen?
08.11.2005 | 16:01

Antwort

von


221 Bewertungen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Vorab erlaube ich mir den Hinweis, dass es immer eine Menge Fehlerquellen bei derartigen Verstößen gibt (beim Messverfahren, bei den Fotos, bis hin zu Zustellungsmängeln etc.). Ich sage aber offen, dass ich nicht in der Lage bin (ohne Akteneinsicht und bei einem derartig geringen Honorar) dazu hier abschließend Stellung zu beziehen. Aber ich rate Ihnen dringend, bevor Sie irgendetwas zugeben, erst einen Anwalt Akteneinsicht nehmen zu lassen. Der Kostenaufwand ist (auch ohne Rechtschutzversicherer) im Verhältnis zur Bedeutung des Führerscheins vertretbar. Zumal tatsächlich bei Voreintragungen die Geldbußen höher ausfallen. Zudem bei übereilter Vorgehensweise durchaus Punktelöschungen umgangen werden können, die evtl. bald oder bis zur späteren Rechtskraft anstehen.

Pro Vergehen fallen beim gerichtlichen Vorgehen natürlich (inkl. Gerichtskosten) um die 1000,-- an. Allerdings wäre die Akteneinsicht natürlich erst einmal günstiger.

Der Führerschein kann tatsächlich entzogen werden aufgrund Ihrer Taten.

Sie sollten sich nicht einlassen (der Anhörungsbogen muss, wenn die persönlichen Daten stimmen) nicht beantwortet werden. Zur Sache müssen Sie sich nie einlassen. Sie sollten unbedingt einen RA Ihres Vertrauens zumindest die Akte prüfen lassen!

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Sollten noch Verständnisprobleme bestehen, nutzen Sie doch gerne die kostenlose Nachfragemöglichkeit. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

<A href="http://www.anwaltskanzlei-hellmann.de">www.anwaltskanzlei-hellmann.de</A>
<A href="mailto:mail@anwaltskanzlei-hellmann.de">E-Mail an Rechtsanwalt Hellmann</A>


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2005 | 16:10

Danke für die rasche Bearbeitung meiner Frage.

Offen geblieben ist für mich wie es mit meiner Fahrerlaubnis in österreich steht wenn ich ein Fahrverbot in Deutschland erhalte und der Führerschein eingezogen wird.
Erlischt meine Fahrerlaubnis damit auch in Österreich(!) oder habe ich nur das Problem dass mir ein Führerschein fehlt, meine Fahrerlaubnis jedoch noch exestiert?

Ich werde also nach ihrem Rat den AB nicht beantworten da die persönlichen Daten stimmen und ich noch nichts zur Sache aussagen möchte?

Welche Kosten würden eine Akteneinsicht und Bewertung im gesamten nach sich ziehen?


mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2005 | 16:12

Sehr geehrter Fragesteller,

also der Führerschein ist - wenn er hier eingezogen wurde - aufgrund der Verquickungen in der EU erst einmal weg. Dann dürfen Sie aber auch in Österreich leider nicht mehr fahren!

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

ANTWORT VON

Burgwedel

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