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Prüfung einer Rezension die ich veröffentlichen möchte


| 06.08.2017 12:20 |
Preis: 25,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Ich bin Student und habe extrem schlechte Erfahrung mit einer Stiftung hinsichtlich eines Studienkredites gemacht. Diese schlechte Erfahrung möchte ich mit der Allgemeinheit bzw. anderen Studenten mittels einer öffentlichen Rezension teilen.

Die Rezension habe ich ohne Schmähkritik sachlich verfasst und nur Tatsachen aufgeführt die ich auch belegen kann. Damit müsste meine Rezension also völlig in Ordnung sein. Ich vermute allerdings nach dem Eindruck den ich von dieser Stiftung bekommen habe, dass nach Kenntnisnahme versucht wird mich einzuschüchtern um diese Rezension wieder zu löschen. Aus diesem Grund bitte ich vor Veröffentlichung um eine juristische Prüfung, ob an meiner Rezension nichts zu beanstanden ist.

Bitte teilen Sie mir hierfür Ihre Emailadresse mit, ich lasse Ihnen dann den Text als PDF zukommen. Der Text ist nicht sehr lang.

Im Zuge der Bewerbung für den Studienkredit habe ich der Stiftung viele persönliche Unterlagen übersandt wie Schufa-Auskunft, Lebenslauf, Zeugnisse etc. Nachdem ich eine Absage erhalten habe, habe ich darum gebeten das meine Unterlagen alle vollständig gelöscht und vernichtet werden sollen.
Die Stiftung hat mir per Mail versichert, dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben würden. Im Übrigen wäre ich in 20 Jahren der erste Student der eine solche Forderung stellen würden. Dies bedeutet für mich das entgegen meinen expliziten Wunsch meine Daten unverändert gespeichert werden. Ist das legal?


12.08.2017 | 15:43

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

bitte senden Sie mir den Text an die Emailadresse info@rechtsberatung3000.de damit die Rezension geprüft werden kann.

Mit freundlichen Grüßen


Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 16.08.2017 | 17:04

Ist es auch kein Problem, dass ich die zuständige Person von der Stiftung mit Vor- und Familienname bei der Rezension nenne? Ich habe im Internet gelesen, dass durch die Nennung eines Namens in einer Rezension unter Umständen eine Verletzung des Namens- und Persönlichkeitsrecht gegeben sein kann (§ 12 BGB). Dürfte die Stiftung als mögliche Antwort bzw. Stellungnahme auf meine anonyme Rezension meinen Namen aufführen oder wäre dies definitiv eine Verletzung des Namens- und Persönlichkeitsrechts?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2017 | 10:14

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ich sehe kein Problem, dass Sie den Namen nennen. Das in den Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG verankerte allgemeine Persönlichkeitsrecht wird nicht grenzenlos gewährt. Vielmehr ist bei jeder Äußerung, welche Inhalt einer Meinungsäußerung ist, eine umfangreiche Interessenabwägung dahingehend vorzunehmen, ob im Einzelfall das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen auf der einen Seite oder das Informationsinteresse der Öffentlichkeit und die Pressefreiheit auf der anderen Seite schützenswerter sind und somit Vorrang haben.

Ob ein rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht eines Betroffenen vorliegt, ist anhand des zu beurteilenden Einzelfalls festzustellen. Nicht jede Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts führt bereits zu einer Rechtsverletzung. Vielmehr sind die gegenseitigen schützenswerten Interessen miteinander in Abwägung zu bringen, sodass im Einzelfall zu entscheiden ist, welches Interesse überwiegt.

Zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht einer Person, insbesondere einer nicht in der Öffentlichkeit stehenden Person, gehört das Recht auf Anonymität. Das Recht eines Einzelnen, anonym zu bleiben, ist Teil des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Die namentliche Benennung einer Person im Rahmen einer berechtigten Berichterstattung setzt aufgrund der Tatsache, dass die betroffene Person für die Öffentlichkeit identifizierbar wird und somit einer nachhaltigen, für sie einschneidenden Kritik ausgesetzt ist, voraus, dass das Informationsinteresse der Öffentlichkeit daran, zu erfahren, um wen es sich bei der betroffenen Person handelt, das Geheimhaltungsinteresse der betroffenen, identifizierbaren Person überwiegt

Der Stiftungsgründer hat seinen Namen bereits selber preis gegeben. Er hat seinen Namen für die Stuftung hergegeben. Insofern können Sie seinen Namen auch nennen im Rahmen einer Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen


Jan Bergmann
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 16.08.2017 | 15:43

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Die mir übersandte Rezension ist nicht zu beanstanden sofern die Tatsachen, die Sie vortragen der Wahrheit entsprechen. Es handelt sich dann um eine zulässige Meinungsäußerung die von dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung Artikel 5 Grundgesetz abgedeckt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 26.08.2017 | 23:37


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